Im Rahmen einer Feierstunde am vergangenen Dienstag im ehemaligen Fronhof Haus Schlesien in Heisterbacherrott folgten der Einladung mehr als 40 Gäste, die sich um den Naturpark Siebengebirge in seiner nun 60 jährigen Geschichte
verdient gemacht haben. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts konnte das Siebengebirge durch das Engagement des Vereins zur Verschönerung des Siebengebirges zu einem der ersten Naturschutzgebiete Deutschlands erklärt und auf diese Weise die fortschreitende Zerstörung durch Bergbau verhindert werden.

Im Jahr 1956 verabschiedete die Bundesregierung ein Naturparkprogramm
welches erstmals 25 einzigartige Natur- und Kulturräume unter Schutz stellen sollte.  So wurde das Siebengebirge, bis dahin als „Naturschutzgebiet Siebengebirge“ 1958 als dritte Landschaft in Deutschland und als erste in Nordrhein-Westfalen zum Naturpark erklärt.

Hubert Kaiser vom Nordrhein-Westfälischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz betonte die Bedeutung des vergleichsweise 
kleinen, aber durch seine unmittelbare Verbindung zu einem dicht besiedelten
Lebens- und Wirtschaftsraum, umso wichtigeren Naturpark. So sei der Spagat
zwischen Naturschutz und der Nutzung durch Bürger und Touristen eine
verantwortungsvolle und herausfordernde Aufgabe.

Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises Sebastian Schuster dankte als Träger des Naturparkes dem Land Nordrhein-Westfalen, den Bürgermeistern der Kommunen ebenso wie dem Verschönerungsverein für das Siebengebirge, der in den vergangenen 30 Jahren die Geschicke des Naturparks lenkte.

Der Ehrenvorsitzende des Verbandes Deutscher Naturparke, Dr. Michael Arndt gratulierte zu einer Vergangenheit mit Pionierleistungen und der gelungenen
Modernisierung im vergangenen Jahr. So konnte durch eine Neustrukturierung der Naturparkverwaltung der letzte ehrenamtlich organisierte Naturpark in Deutschland nun personell und finanziell zukunftsfähig gemacht werden. rsk