Die roten Taschen mit dem Aufdruck „Nein! zu Gewalt gegen Frauen“ wurden in der Bad Honnefer Fußgängerzone verteilt.

Der Stand in der Bad Honnefer Fußgängerzone und die dort aufgehängten und ausgegebenen roten Taschen hatten Signalwirkung und viele Passanten und Passantinnen blieben stehen. Informationen über das Ausmaß an Gewalt gegen Frauen auch in der Bundesrepublik und im häuslichen Umfeld gaben Vertreterinnen der Katholischen Frauengemeinschaft Bad Honnef, der Frauenunion Bad Honnef, der FDP Bad Honnef, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, von amnesty international und des Emma-Clubs Siebengebirge. Die Stadt Bad Honnef wurde vertreten durch Mitarbeiterinnen des Jugendamtes mit Leiterin Helga Martini, Erste Beigeordnete Cigdem Bern und Gleichstellungsbeauftragte Iris Schwarz

Im persönlichen Gespräch am Aktionsstand ließen sich Vorurteile abbauen, aber es gab auch viel Zuspruch, weil Gewalt gegen Frauen nicht tolerierbar ist. Hilfe für Frauen, die in einer Notsituation stecken und die Gewalt erfahren, gibt es in den Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern. Die Telefonnummern der Beratungsstellen und Häuser im Rhein-Sieg-Kreis sind auf die roten Taschen aufgedruckt, die am Aktionsstand verteilt wurden. Broschüren in mehreren Sprachen lagen aus. Mehr Informationen gibt es unter der Internet-Adresse www.runder-tisch-gegen-haeusliche-gewalt-rsk.de. Wer aktuell Hilfe benötigt, sollte sich beim Frauenzentrum Bad Honnef melden unter Telefon 02224/10548. Die bundesweite Hilfetelefonnummer 08000 116 016 ist rund um die Uhr besetzt, kostenfrei und eine Beratung ist durch Dolmetscherinnen in vielen Sprachen möglich.

Der internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen macht am 25. November jeden Jahres auf Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen aufmerksam. Auch in Deutschland ist Gewalt gegen Frauen in Deutschland allgegenwärtig und hat unterschiedliche Gesichter und Erscheinungsformen. Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist noch ein gesellschaftliches Tabuthema. Ziel der Aktionen ist es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, damit den Frauen geholfen werden kann. cp