Respekt gegenüber Retterinnen und Rettern – Sie werden gebraucht

Die Kampagne rüttelt auf und spricht es deutlich aus: Respekt gegenüber Wehrleuten, Rettungskräften, Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeitern der Ordnungsämter ist absolut notwendig. Die Menschen, die in Bad Honnef für Freiwillige Feuerwehr, THW, DRK, Malteser, Polizei und Ordnungsamt arbeiten, hatten sich an der Bad Honnefer Feuerwache Mitte versammelt, um für die Wertschätzung ihrer Arbeit zu demonstrieren und die Kampagne „Respekt! Bonn/Rhein-Sieg“ zu unterstützen, die auf Initative der Polizei Rhein-Sieg-Kreis gestartet wurde.

Erster Beigeordneter der Stadt Bad Honnef Holger Heuser erklärte: „Bei den Einsätzen geht es sehr oft Menschenleben. In Bad Honnef haben wir ein ganz tolles Netzwerk, wo eng zusammengearbeitet wird. Wir positionieren uns als Stadt Bad Honnef ganz deutlich und stehen hinter den Einsatzkräften. Wir reden hier auch über sehr viel ehrenamtliches Engagement.“ Auf jeden Fall sieht er eine Zunahme von rücksichtslosem Verhalten beispielsweise auch im Straßenverkehr. Auf Rettungswegen wird geparkt. Rettungsgassen werden nicht gebildet.

Standbrandinspektor Frank Brodeßer, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Honnef, sagte: „Das Anspruchsdenken ist hoch geworden, die Menschen beklagen sich über Kleinigkeiten. Sie vergessen, worum es geht, und zwar Menschenleben zu retten.“ Jüngstes Beispiel in Bad Honnef ist ein Angriff auf Zugbegleiter, die Wagenengel, während des Aegidienberger Karnevalzuges.

Grundlose Unhöflichkeiten gibt es häufig, erklärte Gert Peter, Leiter der Polizeiwache in Ramersdorf. Er sagte: „Was ganz besonders schlimm ist, dass sich Aggression aktiv gegen Menschen richtet, die anderen helfen.“

Wehrleute, Rettungskräfte, Polizisten oder Mitarbeiter der Ordnungsämter retten, helfen, schützen und gewährleisten die notwendige Ordnung. Sie riskieren mitunter auch ihre Gesundheit oder ihr Leben. Wertschätzung und Respekt ihnen gegenüber muss selbstverständlich sein. cp

Foto: Das Netzwerk in Bad Honnef: DRK, Malteser, THW, Freiwillige Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt arbeiten zusammen – helfen und schützen Bürgerinnen und Bürger: Sie fordern mehr Respekt und Wertschätzung ihrer Arbeit.