Das Bad Honnefer Rathaus wurde von rund 700 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen regelrecht gestürmt. 31 Unternehmen aus Bad Honnef und der Region stellten sich während des Vormittags, an dem die Ausbildungsbörse 2018 veranstaltet wurde, den zukünftigen Schulabgängerinnen und -abgängern vor. Fast alle diese Unternehmen suchen aktuell eine Auszubildende oder einen Auszubildenden.

Bürgermeister Otto Neuhoff eröffnete die Berufsmesse. Er bat um einen Applaus für die Auszubildenden der Stadt Bad Honnef, denn sie hatten auch in diesem Jahr die Organisation übernommen. Vor allem in den letzten Tagen mussten sie viele Telefonate führen und vorbereitende Arbeiten im Laufschritt erledigen. Aber alles hatte gut geklappt und sie können mit dem Ablauf zufrieden sein.

Verlässlicher Partner und Mitveranstalter war wieder der Stadtjugendring Bad Honnef e. V. gewesen. Bürgermeister Otto Neuhoff sagte: „Stellt man als Verwaltung oder Firma Auszubildende ein, ist man vor neuen Ideen nicht sicher. Die Firmen und Betriebe haben heute Gelegenheit, sich darzustellen, die Schülerinnen und Schüler sich zu orientieren. Ich danke ABB für das Sponsern der Verpflegung. Ich wünsche den Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei der Informationssuche. Macht was aus diesem Tag!“

Der Erfolg der Ausbildungsbörse setzte sich auch in diesem Jahr fort. Ein Unternehmen aus Rheinbreitbach brachte den Auszubildenden mit, den sie letztes Jahr auf der Ausbildungsbörse kennengelernt und der damals vorbildlicherweise direkt seine Bewerbungsunterlagen abgegeben hatte. Aber auch die noch nicht vor der Berufswahl stehenden jüngeren Schülerinnen und Schüler konnten schnuppern und sich ein realistisches Bild einiger Berufe machen. Viele Gespräche wurden geführt. Der neue Ausbildungsatlas „chancen – Das Bad Honnefer Berufswahl-Magazin“, in dem Unternehmen und deren Kontaktdaten gelistet sind und nützliche Tipps für eine Bewerbung gegeben werden, war begehrt.

Dieses Jahr waren auch geflüchtete Menschen zur Ausbildungsbörse eingeladen worden. Sie wohnen zurzeit in Königswinter oder Bad Honnef. Die Ausbildungsbörse besuchten rund 50 Menschen mit Fluchtgeschichte. Manche wurden von ihren Patinnen oder Paten begleitet. Mit so vielen hatten die Verantwortlichen des Fachdienstes Asyl nicht gerechtet. Grundsätzliche Auskünfte, wie Ausbildung in Deutschland organisiert ist, wurden gegeben. Notwendige Adressen wurden zur Verfügung gestellt. Drei Auszubildende, die auch als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren, berichteten über ihre Erfahrungen. cp

Foto: Bürgermeister Otto Neuhoff begrüßte ausstellende Unternehmen sowie Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen im Bad Honnefer Rathaus zur Ausbildungsbörse 2018.