Friedhelm Ost begrüßte den alten und neuen Aalkönig Andreas Pinkwart mit Nicole Westig und Bürgermeister Otto Neuhoff

„Herzlich begrüße ich Eure Majestät, unseren Aalkönig, der heute von seinem Amtssitz in Düsseldorf zu seinem Thron in Bad Honnef gekommen ist.

Euer Aalvolk dankt für diesen Besuch der Gefilde unseres Regenten. Es wird nicht die einzige Visite in diesem Jahr bleiben, sondern zwei weitere Begegnungen sind hier vor Ort bereits geplant. Insbesondere sollen dabei soziale Projekte im Jugendbereich besucht werden, die vom Aalkönigskomitee auch in diesem Jahr erneut mit rund 30.000 € finanziert wurden. 

Sie, Herr Minister, haben sich wie alle Ihre Vorgänger auf dem Aalkönigsthron in den „Dienst der guten Sache“ gestellt, indem Sie Würde und Bürde des Aalregenten gern übernommen haben.
Sie sind ein Prachtexemplar unter den politischen Aalen, Sie sind ein echter Liberaler mit sozialem Herzen. Wir danken Eurer Majestät ganz herzlich, vor allem auch dafür, dass Ihr Eure royale und private Schatulle öffnet, um so unser soziales Engagement zu unterstützen. Und ein besonderer Dank gebührt Eurer Majestät, das Ihr das Aalvolk nicht nur ein Jahr, sondern zwei Jahre lang regieren werdet. Eine solche zweijährige Regentschaft hat es noch nie gegeben – weder für Wolfgang Clement noch für Jean-Claude Juncker, weder für Malu Dreyer noch für Peer Steinbrück. Aber Corona fordert ihren Tribut. Denn die für den Oktober diesen Jahres geplante Krönung einer Nachfolgerin muss auf das nächste Jahr verschoben werden. Bislang konnten wir mit dem Reinerlös dieser Krönungsfeste die sozialen Projekte im Jugendbereich finanzieren; seit 2004 waren das über 400 Projekte, die wir insgesamt mit etwa 500.000 € gefördert haben.

In diesem Jahr mussten wir deshalb eine Finanzierungsalternative finden: Mit einer Aalkönigschallenge haben wir die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und einige andere Sponsoren um Hilfe gebeten. Unser Aalkönig Andreas I. hat auch mit einem Video-Clip dazu aufgerufen; mehr als 1.300 mal ist er angeklickt worden. Diese Challenge, bei der viele Menschen als Radfahrer, Wanderer, Ruderer, Musiker usw. mitgemacht haben, hat uns einen geradezu überwältigenden Erfolg beschert. Die Aktivitäten waren mehr als beeindruckend, der finanzielle Betrag mehr als überraschend. Dafür gebührt allen, die mit offenem Herzen und geöffneter Geldbörse dazuBeigetragen haben, der beste Dank des Aalkönigs und des Aalkönigkomitees.

Diese Challenge war ein deutliches Zeichen für eine große Solidarität mit jenen, die auf unsere soziale Hilfe gehofft haben und deren Projekte wir nun wirklich unterstützen können. Daneben haben wir auch das eine oder andere Sonderprojekt im Tafel- oder Familienbereich gefördert. Diese Zeit der Pandemie ist eine der größten Herausforderungen für unser Land, für Wirtschaft und Gesellschaft. Wir werden diese Schwierigkeiten indessen nur meistern können, wenn wir sie in großer Solidarität angehen. 

Unser König, der Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, hat gemeinsam mit anderen Politikern des Bundes und des Landes verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu bremsen, um die Konjunktur anzukurbeln, die Wirtschaft zu beleben, Familien zu helfen und vieles mehr. Die politischen Rahmenbedingungen sind gut, um aus dem Virus-Tief wieder herauszukommen.

Doch wird das letztlich nur gelingen, wenn wir alle gemeinsam an die Bewältigung der Aufgaben gehen. Ja, wir alle müssen anpacken – getreu dem Slogan: „Jetzt wird in die Hände gespuckt, wir steigern das Sozialprodukt!“ Alle sind auch hier vor Ort gefordert, unsere Einzelhändler, Handwerker, Dienstleister, Gewerbetreibende, Gastronomie usw. zu unterstützen. Dabei dürfen wir auch die nicht vergessen, die in dieser Corona-Krise in Not geraten sind. Gerade sie müssen wir tatkräftig unterstützen. Die Starken müssen den Schwachen helfen. Denn es gilt: Wenn wir als Freunde zusammenstehen, können wir Berge versetzen“. fo