RÜCKBLICK: Ein Rundgang durch die Stadt. BHAG: E-Roller zu gewinnen

Fassen wir den Supersommer 2018 einmal zusammen: Das Bürgerbegehren ist durch, spätestens jetzt wissen wir alle, dass es einen nördlichen Stadtpark gibt. Der Sommer war vollgespickt mit großartigen Veranstaltungen. Manchmal allerdings mit „Hubbeln“. Darüber, dass während des 50sten Weinfestes in Rhöndorf gleich mehrere Veranstaltungen parallel liefen, war das Winzercorps nicht wirklich beglückt.

Chef Udo Krahe: „So etwas muss im Vorfeld besser koordiniert werden. Es kann doch nicht sein, dass zur gleichen Zeit ein Schlemmerabend mit Song-Contest statt findet, Jazz im Reitersdorfer Park und obendrauf noch die Rievkooche-Kirmes in Aegidienberg. Jeder müsste nach 50 Jahren mittlerweile wissen, wann unser Weinfest über die Bühne geht“. Ein Fall für City-Managerin Miriam Brackelsberg? Gar nicht so einfach, denn es passiert einfach immer mehr in dieser Stadt. Live-Musik im „flamesnapes“, Klassik bei „Coppeneur“, Jazz im „Hotel Hoff“, „Herzblut-Festivals“.

Schlemmerabend-Erfinder Jürgen Kutter meint: „Es muss noch mehr passieren, um die Attraktivität der Stadt zu erhöhen und um mehr Umsatz zu generieren“. Schwer. Beispiel: Der Antikmarkt am vergangenen Sonntag. Die Stadt war voller Menschen, die meisten Restaurants hatten zu. Zum Glück gehört die Insel Grafenwerth auch zu unserer Stadt. Ein Aushängeschild der Extraklasse. Unfassbar wie viele Menschen an den Wochenenden mit der Straßenbahn nach Bad Honnef kommen und die Insel bevölkern. Mit Hund und Kind und Kegel. Empfangen werden sie von einer Eisdiele, einem Restaurant mit Biergarten und der „Bürgermeisterei“. Für jeden Urlaubs-Geschmack ist etwas dabei. Der Biergarten auf der Insel beglückt alle Besucher sowieso.

Ab kommenden Januar wird es dort bekanntlich einen neuen Betreiber geben, ebenso wie in der Freizeitbad-Gastronomie. Zurück in die City. Darüber wurde in diesem Sommer heftig diskutiert. Natürlich über den Dauerbrenner „Kaisers“, über den geschlossenen Drogeriemarkt und über die weiteren Leerstände, gleich fünf davon Ecke Hauptstraße / Linzerstraße (inklusive Café Fassbender). Erfreulich: In einen der Leerstände (früher CDU-Zweigstelle) zieht noch im September ein „original  syrisches Restaurant“ ein. So steht es im Schaufenster geschrieben.

Zum Marktplatz: Auch der war in diesem Sommer ein ganz heißes Thema, denn: Dort sollte, wie berichtet, die Bestuhlung der anliegenden Gastronomie aus Sicherheitsgründen von der Straße geräumt werden. Auch das Parken auf den Gehwegen dort ist verboten. Kein Geheimnis, es war immer schon verboten, es wurde lediglich bisher geduldet. Außerdem, so die Stadtverwaltung, sei die Beschaffenheit der Gehwege nicht für Fahrzeuge ausgelegt. Was zur Folge hatte, dass in der Vergangenheit immer wieder kostspielige Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden mussten. Ganz klar ist in diesem Sommer eben geworden: Die Stadt ordnet und räumt die Innenstadt auf.

Erstes Ergebnis: Die KFZ-Auslastung ist von 80 Prozent auf 40 Prozent gesunken. Gut für die Umwelt. Quasi heimlich still und leise folgt Bad Honnef wohl dem Trend: Raus mit den Autos aus der Innenstadt, rein mit E-Bikes und E-Roller. Dazu passt ausgezeichnet der Plan der BHAG, zukünftig E-Roller-Sharing anzubieten. Zur Zeit prüft die AG die Akzeptanz eines E-Roller-Sharings in der Region mit einer großen Anzahl an Rollern. Diese könnten rund um die Uhr an verschiedenen Stellen im Sharing-Gebiet per App ausgeliehen werden. Das Aufladen würde die BHAG übernehmen. Alle E-Roller wären mit zwei Helmen in zwei Größen und Hygienehauben ausgerüstet. Wenn Sie, liebe Leser, an der aktuellen Meinungsumfrage (bhag.de) teilnehmen, können Sie einen E-Roller im Wert von 3.400 Euro gewinnen. Viel Glück!                                                                               Helmut Böndel