Meine sehr verehrten Damen und Herren, jetzt aber mal meine ganz persönliche Meinung. Vorab: Ich bin ja, wie viele geneigte Leser nur zu gut wissen, mit fast allen Gastronomen dieser Stadt dick bis dünn befreundet. Und ich liebe sie alle. Stimmt’s, Petra? Bützchen! Bevor Sie weiter lesen, passen Sie bitte auf, dass Sie nicht auf meiner Schleimspur ausrutschen. Scherz! Zur Sache: Für mich ist Hansi Hatterscheid der Gastronom des Jahres 2019. Rückblick: Bereits vor 35 (!) Jahren wollte Hatterscheid das Inselcafé übernehmen. Sein (damals) ehemaliger Mitarbeiter in der legendären „Falle“ in Bonn und (damals) zukünftiger Schwager Herrman J. Nolden kam ihm allerdings zuvor.

Gut, das ist oller Schnee von gestern. Nolden machte das Inselcafé samt Biergarten zu dem touristischen Highlight in Bad Honnef und der gesamten Region. Hatterscheid brachte das „Milchhäuschen“ und den „Löwenburger Hof“ im Siebengebirge auf die Erfolgsspur. Und jetzt, quasi 35 Jahre später, geht sein Traum in Erfüllung. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…“. Gestern habe ich Hansi in seinem „Anleger 640“ aufgesucht. Und gefunden. Er machte auf mich einen sehr gefassten Eindruck. „Ich bin gerührt“, sagte er, und verwies auf die durchweg positiven Kommentare bei Facebook. Tenor: „Wenn das einer kann, dann Hansi“. Das zeigt: Der Mann hat eine Menge Freunde und Unterstützer.

Einer davon saß neben ihm: Frank Grabow, der wohl beste „Sanierer“ in der Region. Rückblick: Vor zwei Jahren haben wir (Hansi und ich)  zusammen gesessen und über eine mögliche „Rheinmeile“ philosophiert. Über eine touristische Aufwertung des Rheinufers zwischen „RheinAir“ in Rheinbreitbach, über den „Anleger 640“ bis hin zum „Inselcafé“. Auch diesem „Traum“ ist der Gastronom nun ein Stückchen näher gekommen. Aber der Reihe nach: „Wenn ich ein Projekt anpacke, dann richtig. Huddelei ist nicht mein Ding“. So wird erst einmal der Biergarten in Angriff genommen, denn: „Das Inselcafé muss kernsaniert werden“.

Das ist wohl seine Berufung: „Aus schäbig mach schön“. Bewiesen hat er das in den letzten Jahren sehr eindrücklich mit den herunter gekommenen Objekten „Baumgarten“ (heute RheinAir) und der „Fährschänke“ (heute Anleger 640). Insofern kann ich dem Rat der Stadt und der Verwaltung für diese verspätete aber weise Entscheidung nur danken. Ende gut, alles gut? Hatterscheid: „Für die Sanierung muss ich verdammt viel Geld in die Hand nehmen“. Aber das passt schon. Immerhin wird die Stadt mit Fördergeldern die Nordspitze der Insel enorm aufwerten. Rund um das Inselcafé. Die kommenden Wochen werden wieder spannend. Ein schönes Wochenende allerseits…