Vorzeigeprojekt in Aegidienberg

Die dortige Theodor-Weinz-Grundschule erhält ein neues „freiraumplanerisches Gesamtkonzept“. Gemeint ist das, was früher einmal Pausenhof hieß. Doch der aufwändige Name trifft die umfängliche Planung. Bisher nicht wirklich präsentabel soll sich das Terrain gründlich verbessern. 270 Schülerinnen und Schüler werden dann in weitläufigem Gelände alles das finden, was sie gut gebrauchen können: zweimal Spiel- und Pausenforum, ein neues Ballforum mit drei kleinen Feldern und weiteres Gelände werden locken. Selbstverständlich barrierefrei, wie es sich für den dort gelebten Leitgedanken der Inklusion gehört. Eine Vorfahrt für die Busse des ÖPNV als Wendeschleife. An Parkplätzen ist noch nachzubessern. Ebenso an der Küche für die rund 130 Kinder der OGS, damit die Einrichtung de Funktion einer Ganztagsschule voll gerecht wird.

Das Ganze scheint wie der Gegenentwurf zur engen Planung für die Gesamtschule St. Josef. Mehr Raum für (viel) weniger Kinder, neues Sportgelände statt dessen Abriss zugunsten ertragreicher Wohnbebauung. Da noch die neue Doppelsporthalle und das ebenfalls neue Begegnungshaus in die Anlage integriert sein werden, entsteht ein Infrastruktur-Ensemble, wie es Aegidienberg bisher nicht aufweisen kann. Lob an das Honnefer Rathaus; Planerin Böhm von „Stadtgrün“ hat gute Arbeit geleistet – und das weit weg von den Schwerpunkten des ISEK und des InHK.

Innovatives Modell für die Planung des Aegidiusplatzes

Gleich nochmal auf den Berg. Zur Planung des Aegidiusplatzes waren Studenten aus Köln eingeladen worden. Die arbeiten daran jetzt in einem Projekt ihres Masterstudienganges. Sie besichtigten das Gelände selbst und dessen Umfeld, berieten sich mit Verantwortlichen vor Ort. Gerade bereiten sie einen dreitägigen Workshop vor, um Anfang Mai für eine Woche ein „Büro“ als Anlaufstelle im Ortsteil zu errichten. Von dort wollen sie „ausschwärmen“ und Bürgerkontakte suchen.

So kann Planung gehen. Innovativ, günstig, Betroffene von Anfang an beteiligend. In einem Bereich, wo sich seit vielen Jahren in der Tat gar nichts tat. Die Hoffnung ist zurück.

Parkraumbewirtschaftung – Korrekturen nach verschiedenen Maßstäben

Die Leserinnen und Leser erinnern sich: Ein Jahr sollte das neue Parkraumbewirtschaftungskonzept ohne Veränderungen auch seine zahlreichen Fragwürdigkeiten ausleben, um erst dann von einem externen Planungsbüro korrigiert zu werden. Nachdem bereits letztlich „Schlupflöcher“ für Gebührenvermeider eilig gestopft wurden und ein neuer Schotterplatz vor Flüchtlingsunterkünften im Lohfeld  dann ebenfalls Geld kostet, sind kurzfristig weitere Änderungen angesagt. Dem Vernehmen nach soll es vor allem um Anwohner gehen, denen dann eine gebührenfreie halbe Stunde zum Ver- bzw. Ausladen von Kindern und Tüten in sonst untersagter Zone erlaubt wäre.

Es ist gut, dass dem Konzept zu Leibe gerückt wird. Jetzt – und nicht irgendwann. Konkret – und nicht irgendwie. Schade bleibt, dass für die Anregungen der City-Geschäftsleute sowie der meisten Anwohner weiterhin gilt: Zunächst mal die schlechten Ideen gründlich ausbaden und erst dann gucken, was der Berater sagt. Zu viele Unzulänglichkeiten sind offensichtlich und rufen nach sofortigem Umdenken.

Bürgerdialog: Bauland statt Sportgelände in Selhof

Die Verwaltung stellte ihre drei Planversionen vor (Fotos). Sie präferiert eine Mischung aus Reihenhäusern und öffentlich gefördertem Wohnungsbau. Dafür sollen Hockey- und Bolzplatz weichen. Um mit den Einnahmen des Geländeverkaufs das Stadion zu renovieren. Große Aufmerksamkeit erzielte eine Plakatwand mit einer sogenannten „Variante Null“: Fotos von Sport und Geselligkeit in grünem innerstädtischen Bereich, die gewachsene Infrastruktur bleibt erhalten. Hier sagten die Sportler ihre Meinung.  Die Fronten verhärten sich weiter.

Bad Honnef als NATO-Hauptquartier doch nicht geeignet?

Leserbrief und Gegenleserbrief. Wer die HWZ liest weiß, dass Mancher Bad Honnef als (ein) Hauptquartier der NATO für geeignet hält – und Mancher doch mehr Nähe zu einem Militärflughafen vorzöge. Das Einzige, was sicher ist: Es gab ein Gespräch zwischen der Stadt und verantwortlicher Stelle. Da dessen Ergebnisse noch nicht bekannt sind, bleibt der HWZ nur Warten zwecks weiterer Berichte und Informationen.