Foto: Stadt Bad Honnef. Von links Herr Fuß (1. Platz), Bürgermeister Otto Neuhoff, Herr Merke (2. Platz), Citymanagerin Miriam Brackelsberg

Knapp 60 Radlerinnen und Radler haben dieses Jahr bei der erstmals auch in Bad Honnef laufenden Aktion „Stadtradeln“ mitgemacht. Dabei kamen in Summe rund 14.925 km zusammen und wurden 2.119 kg CO2-Emissionen eingespart. Damit hat Bad Honnef unter den teilnehmenden Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis den vierten Platz (von 8) belegt.

Bei einem persönlichen Treffen gratulierten Bürgermeister Otto Neuhoff und Citymanagerin Miriam Brackelsberg den zwei erstplatzierten Radlern, die zwischen dem 27.08. und 16.09.2017 mit 864 und 831 km die längsten Strecken zurückgelegt hatten. Herr Fuß und Herr Merke nahmen im Rathaus als Preise für den 1. und 2. Platz Gutscheine für Bad Honnefer Fahrradgeschäfte entgegen. Der drittplatzierte Herr Bechtloff wird aufgrund eines Urlaubs separat geehrt werden.

Herr Merke meinte: „Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad nach Bonn zur Arbeit und freue mich sehr so unter die ersten Drei gekommen zu sein. Vielen Dank an Herrn Neuhoff für die unkonventionellen Worte bei der Ehrung.“ Und Herr Fuß ergänzte: „Auch ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad nach Bonn zur Arbeit. Für die Stadtradel-Aktion bin ich immer extra einen Umweg von 5km gefahren.“

Bürgermeister Otto Neuhoff: „Mir ist wichtig, dass wir uns in Bad Honnef mit dem Thema Radverkehr näher beschäftigen und uns dabei die vielen Vorteile, die wir mit dem Fahrrad hier nutzen können, bewusster machen. Das habe ich bereits bei der Vorstellung der Ergebnisse des ADFC-Fahrradklimatests betont.“

Bad Honnef hatte dabei nur eine ausreichende Bewertung (4,1) erhalten – verbunden mit einigen positiv herausstechenden Aspekten, die das Radeln in Bad Honnef aber dennoch attraktiv machen. So wurde die Vielzahl von Einbahnstraßen gelobt, die man als Radler auch gegen die Fahrtrichtung des Autoverkehrs nutzen kann. Auch sind die Ziele in der Innenstadt grundsätzlich gut erreichbar. Zahlreiche Aspekte, die in der Befragung durch die Radlerinnen und Radler als negativ und unbefriedigend bewertet wurden, finden sich auch in den Rückmeldungen, die man über die Plattform RADAR! geben konnte, wieder.

Bürgermeister Otto Neuhoff: „Der Zustand einiger Straßen, die auch vom Radverkehr genutzt werden, ist auch aus meiner Sicht ein Ärgernis. Da hier immer die Sicherheit eine große Rolle spielt, werden wir bspw. bei den betroffenen Landesstraßen mit Strassen.NRW klären müssen, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann. Darüber hinaus fließen aber auch zahlreiche Anregungen und Notwendigkeiten wie mehr Radständer und eine Luftstation in der Innenstadt, sowie bessere Verkehrsführung und ein Ausbau des Radwegenetzes in das Stadtentwicklungskonzept ein.“

Beginnend mit der Ausarbeitung eines Radverkehrskonzeptes in der ersten Phase der Umsetzung (2018 bis 2020) sollen unter dem Leitziel „Weiterentwicklung und Qualifizierung des Verkehrsangebote im Umweltverbund Fußgänger/Radfahrer/ÖPNV“ dann ab 2020 verschiedene Maßnahmen realisiert werden. In den kommenden Monaten ist zunächst geplant, sich in einer verwaltungsinternen Projektgruppe mit den vorzeitig umsetzbaren Maßnahmen zu beschäftigen. Hierbei ist auch die Einbindung des Verkehrsausschusses geplant.

Aus dem InHk:
Leitziel 12: Weiterentwicklung und Qualifizierung der Verkehrsangebote im Umweltverbund Fußgänger/ Radfahrer/ ÖPNV
–       Radabstelllplätze Bahnhof Rhöndorf (bis 2020)
–       Erstellung eines Radverkehrskonzeptes (bis 2020)
–       Ausbau Rheinradweg Rhöndorf/Rheinuferpark/Lohfeld/Fähre (ab 2020)
–       Ausbau Infrastruktur (Parkplätze, Ladeinfrastruktur etc. (ab 2020)
–       Anbindung Rhein-Stadt durch Brücke (ab 2020)
–       Ausbau/Umbau Saynscher Hof mit qual. Radstreifen (ab 2020)