Ausbildungsbörse im Rathaus 

FOTO: Eines der großen Unternehmen in Bad Honnef: Coppeneur

Unternehmen für Eintrag in den Ausbildungsatlas bitte melden

Die Ausbildungsbörse 2018 im Rathaus der Stadt Bad Honnef (Rathausplatz 1) findet am Dienstag, 25. September 2018, statt. Junge Menschen, die auf der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz sind oder Kontakte zu Unternehmen knüpfen wollen, sind von 9:00 bis 14:00 Uhr herzlich zu einem Besuch eingeladen. Im günstigsten Fall können sie die Entscheidung für einen Berufsweg direkt vor Ort treffen.

Im Vorfeld erstellt der Stadtjugendring Bad Honnef e. V. gemeinsam mit den Auszubildenden der Stadt Bad Honnef einen aktuellen Ausbildungsatlas. Er wird kostenlos zur Verfügung stehen und wichtige Fragen rund um die Berufswahl beantworten. Außerdem werden Kontaktdaten von lokalen Unternehmen und Institutionen, die Auszubildende und/oder Berufseinsteiger einstellen, aufgelistet. Unternehmen, die im Ausbildungsatlas aufgenommen werden wollen, können sich bis zum 30.08.2018 unter der Adresseausbildungsboerse@bad-honnef.de melden.

Bereits jetzt haben sich um die 30 Betriebe aus Bad Honnef und Umgebung verbindlich für die Ausbildungsbörse 2018 im Rathaus angemeldet. Sie werden ihre Ausbildungsmöglichkeiten und beruflichen Perspektiven, die sie bieten, den jungen Besucherinnen und Besucher vermitteln. Eine Anmeldung für Unternehmen, die sich als Aussteller präsentieren möchten, ist weiterhin möglich.

Organisiert wird die Ausbildungsbörse von den Auszubildenden der Stadtverwaltung Bad Honnef. Ihre Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit die Ausbildungsbörse junge Menschen bei ihrer zukünftigen Berufswahl bestmöglich unterstützen wird. Im letzten Jahr hatten rund 600 Jugendliche der Abschlussklassen die Ausbildungsbörse besucht und wurden von 35 Unternehmen informiert.                                                     Christine Pfalz

Sport im Park Reitersdorf

Draußen und umsonst

Sport im Park gibt es schon in vielen Städten. Jetzt auch in Bad Honnef. In dem wunderschönen Park Reitersdorf will der TV Eiche in Kooperation mit dem ATV Selhof den Sport allen Interessierten näherbringen. Unterstützt wird diese Aktion vom Kreissportbund. Auch der Freundeskreis Reitersdorfer Park ist mit im Boot.

Von Montag bis Sonntag bieten erfahrene Übungsleiterinnen und Übungsleiter eine Stunde Sport und Fitness für Jung und Alt, Anfänger und Fortgeschrittene an. Von Workout und Selbstverteidigung über Boxen, Wirbelsäulengymnastik bis zu Yoga und Zumba. Es ist für jeden etwas dabei. Einfach eine Matte oder Handtuch mitbringen und los geht’s.

Start ist am 16. Juli und die letzte Sportstunde findet am 30. August statt. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich. Sport im Park findet bei jedem Wetter statt (Ausnahme: Gewitter oder Starkregen).

Das ausführliche Programm mit allen Anfangszeiten ist zu finden unter

www.tv-eiche.de und www.atv-selhof.de

Was der TV Eiche sonst noch bietet findet man unter www.tv-eiche.de

Die nächste gute Nachricht

Nachdem in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass das Avendi Hotel einen neuen Pächter gefunden hat, wird Bürgermeister Otto Neuhoff am kommenden Montag (16.Juli) die nächste gute Nachricht verkünden: Die Übernahme des Hotels Commundo durch die Fortbildungsakademie der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Fortbildungsakademie ist die interne Fortbildungseinrichtung der Finanzverwaltung NRW. Im Auftrag des Finanzministeriums NRW werden hier Veränderungs- und Anpassungsfortbildungen sowie die Fortbildung der Führungskräfte durchgeführt. Die nächste gute Nachricht könnte dann heißen: „Für das KSI wurde ein Nachfolger gefunden“. bö 

SIBI-Abiturienta Bad Honnef

134 Schüler/innen (70 Mädchen und 64 Jungen) haben in diesem Schuljahr 2017/18 am „Sibi“ das Abitur bestanden. 42 Schülerinnen und Schüler haben eine 1 vor dem Komma.

Die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2018 sind:

Akkaya, Beyda; Amann, Katharina; Aynal, Deniz Can; Babel, Maike; Bartsch, Erik Felix; Baydan, Ertugrul; Bellm, Nele; Berg, Henning; Berger, Nina; Bertel, Christian; Besgen, Anna Maria; Birenfeld, Juliette-Susanne; Blätgen, Annika; Brammer, Christian; Breuer, Michelle Bernadette; Brungs, Lukas; Brungs, Lisa; Brüning, Mats Arvid; Brüning, Daniel; Buch, Anabel Sophie; Christinck, Henning; Croce, Imke; Csöre, Fanni; Dacic, Lendita; Diehl, Hannah; Dobra, Fatbardha; Dutz, Thomas; Ehrt, Franca Mika Josefine; Eisenhauer, Erik; El Haidouri, Mouad; Eres, Fabijan; Essert, Markus; Finke, Paula; Franzen, Leonard Carl; Fraund, Felician Dario Alexander; Fromm, Julia; Gerken, Jan Lennard; Gerr, Anastasia; Gildemeyer, Nils; Gillessen, Jannick-Leon; Göde, Julia; Gottsauner, Janine; Guerrero, Nadia Julia; Haacks, Marie; Hauser, Fabian; Heimbold, Malin; Hellmich, Marc; Henkelmann, Christina; Henzgen, Patrick; Herzbach, Botond Rolf; Hohn, René Benedikt; Horch, Melanie; Huse, Leonard; Hüsgen, Simon; Ismay, Beverly; Käseberg, Leonard; Kasper, Steven; Khazneh, Fares Numan; Kirchner, Franziska; Klein, Joana; Klokhammer, Mathias; König, Franziska Johanna; Kraemer, Luca Niklas; Krahforst, Mirco Jan Christoph; Krämer, Kathrin; Krupop, Kim Alina; Kunz, Felix; Lambeck, Paulina; Ledwig, Jonas; Leggewie, Leon; Lindemann, Victor Martin; Löher, Antje; Lucas, Constantin Martin; Majchszak, Maya; Martens, Yunus; Merkel, Till; Moddemann, Tim; Müffelmann, Hauke; Noick, Maximilian; Ottlinger, Jan; Over, Niklas; Paetow, Moritz; Pelletier, Simon; Peren, Annika; Plum, Sarah; Pohlmann, Malin; Raderscheid, Mia; Rechmann, Maike; Rehburg, Pia; Reichenbach, Martin; Renschler, Timothy; Retzlaff, Henry; Richter, Sina Julia; Riewendt, Patricia; Ritzenhofen, Lisa; Roschinsky, Alexander; Salomonsson, Anna Sofie; Schiefer, Marion Katharina; Schmidt, Nico; Schneider, Wendy; Schneider, Yann; Schübbe, Alexa Valeria; Schulte, Andreas Ludwig; Schulz, Fabian; Schutte, Sarah; Schwierz, Lena Marie; Seidel, Leon; Staaden, Josephine; Stawinoga, Sonja; Stoffels, Lara Sofie; Straub, Julia; Stümper, Meike Elisabeth; Tegtmeier, Lukas; ten Thije, Lea; Thelen, Sarah; Thieme, Lisa; Thomann-Müller, Lucas; Thomas, Sven; Tillmann, Lauritz; Traudt, Larissa Katharina; Ünal, Defne; Vreden Bascón, Pablo Samuel; Waldorf, Friederike Maria; Wegmann, Laura; Wehrenpfennig, Lina Sophia; Weich, Gina-Marie; Weigelt, Conrad; Weihrauch, Berit; Weiß, Simon Sebastian; Wieditz, Carlos; Wienands, Rebecca; Wolff, Lucia; Yildiz, Melisa; Zimmer, Magalie Alisa; bb

Über das „Reifen“

Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, liebe Eltern, Großeltern, Verwandte von denen man sich fragt, weswegen sie der heutigen Veranstaltung beiwohnen, sehr geehrte Ehrengäste, ich möchte sie zu dieser Abiturfeier und nun vierten und letzten Rede vor der Zeugnisvergabe begrüßen.

Es ist das letzte Mal, dass wir alle in dieser Konstellation hier sitzen und es wird sicher 10 Jahre brauchen, um euch alle eventuell mal wieder zusammen zu bekommen.

Nun will ich jedoch mit der eigentlichen Rede beginnen. Und da mir nichts Besseres eingefallen ist hole ich jetzt einfach mal ganz weit aus.

Vor 13,8 Milliarden Jahren … stellte sich mit dem Urknall die Grundlage ein, dass ich nur ein paar Jährchen später, genauer gesagt im Jahre 2005, meine Schulzeit begann.

Damals sagte man mir: „Moritz, jetzt beginnt die schönste Zeit deines Lebens!“

Dass ich diese jedoch an 6 verschiedenen Schulen absolvieren würde, sagte man mir nicht. Einzig und alleine meine Urgroßmutter und Großmutter schienen schon damals eine Ahnung gehabt zu haben, dass mich mein Weg irgendwann einmal ans Siebengebirgsgymnasium führen würde.

Denn sie nahmen nicht an meiner Einschulungsfeier der ersten Klassen an der Löwenburgschule teil, sondern waren unter mysteriösen Umständen verschwunden und tauchten erst am Ende der Veranstaltung wieder auf.

Es stellte sich heraus, dass sie an der Einschulungsfeier der Fünftklässler am SIBI teilgenommen hatten. Dies sei wohl auch eine schöne Feier gewesen nur hätten sie mich nicht gesehen.

Aber lasst uns doch mal unsere Schulzeit Revue passieren.

In der ersten Klasse bekam man Ausmalhefte für Buchstaben; in der zweiten Klasse durfte man teilweise jedes Wort so schreiben wie es einem beliebte; eine Tradition die viele auch heute noch voller Elan weiterführen.

In der dritten und vierten Klasse scheiterten dann schließlich viele an der Multiplikation und Division. WICHTIG hierbei: Ich spreche von den Lehrkräften!

In der weiterführenden Schule haben wir alle dutzende PowerPoint-Präsentationen erstellt. Anfangs hinter einem buntem Hintergrund mit regenbogenfarbenen Buchstaben, welche zwischen Schriftgröße 138 und 7 variierten und wo es nur möglich war, wurde ein Bild platziert (egal ob es dem Thema diente oder auch nicht).

Diese Zeiten sind nun hoffentlich vorbei.

Es folgten endlose Ermahnungen unserer Englisch-Lehrerinnen und Lehrer, dass an Verben in Verbindung mit der dritten Person Singular ein s angehängt wird.

Meist geschah dies jedoch mit der Eselsbrücke und jetzt wollen wir doch mal überprüfen, ob ihr aufgepasst habt: „He, She, It … das S muss mit“ (- ganz vorzüglich – spätestens jetzt müssten unsere Englisch Noten angehoben werden).

Wir alle kennen das Endoplasmatische Redicolum und haben uns darüber hinaus mit einem alten Professor beschäftigt, der auf seiner Suche nach der Weltformel und allumfassender Glückseligkeit mit einer 14 Jährigen ins Bett steigt und als Dank dafür ihre gesamte Familie über den Jordan schickt. Auch wenn die Liebschaft auf einen ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten (Bunga Bunga) hinweisen könnte so spreche ich hier von Faust.

Auch wollen wir die ganz besondere Beziehung zwischen Lehrern und Schülern nicht vergessen. Das Verhältnis aus Sicht der Schüler lässt sich eigentlich ganz kurz beschreiben:

  1. Wir hatten für Tests oder Klausuren nie zu wenig gelernt, sondern die Klausuren waren zu schwer
  2. Lehrer vergeben gute Noten nur aus Sympathie
  3. (daraus schlussfolgernd) ich brauche ja eh nicht zu lernen oder mich am Unterricht zu beteiligen,
    da die Notenvergabe ja nur nach Sympathiepunkten verläuft.

Sie merken, dass dies nicht die gesündeste Mischung für eine gute Zusammenarbeit darstellt und trotz der in meinen Augen sehr undankbaren Behandlung durch manch einem von uns haben Sie uns zu sich nach Hause eingeladen.

Jetzt mal ganz unter uns; muss ja keiner Erfahren: „Hat das vielleicht schon masochistische Tendenzen?“ Ich musste letztens alle drei Teile „50 Shades of Grey“ sehen und mache mir jetzt echt Sorgen um Sie!

Alles das haben wir hier am Siebengebirgsgymnasium erlebt. Eine Institution Bad Honnefs, die sich nun rühmt bereits 100 Jahre zu bestehen. Sie besteht aus Schülern und Lehrkräften die in reiner Selbstlosigkeit, ohne Ehrgeiz, trotz Gleichgültigkeit, im Verzicht auf Können ohne Anliegen die Existenz dieser Schule sichern.

Dennoch ist dieses Jubiläum herausragend. Oder wie Thomas Mann einmal sagte 100 Jahre sind eine lange Zeit!

In diesen 100 Jahren wurden circa 19.200 Stunden Klausuren geschrieben. Das entspricht einer Gesamtklausurdauer von umgerechnet etwa viereinhalb Jahren. Eine beachtliche Zeit; das heißt jedoch auch, dass die Schülerinnen und Schüler 95 Jahre nur gelernt haben. Das stimmt in Anbetracht vorhergegangener Pisa-Studien doch nachdenklich.

Zudem ist es vielsagend, dass sich keiner der 1918 eingeschulten Abiturienten heute bei diesem bedeutenden Ereignis unter den Anwesenden befindet. Ein Fehler des Veranstalters (Zeige auf mich) oder die zeitgemäße Gleichgültigkeit der jüngeren Generation gegenüber alten Menschen.

Nun lasst uns auch einen Rückblick auf den Schultag werfen:

7:50 Uhr Ankunft an der Schule. Man schaut verzweifelt auf den Stundenplan in der Hoffnung doch zur Bäckerei Welsch gehen zu können, anstatt in den Mathematik-Unterricht zu müssen. By the way: Das war keine Produktplatzierung, deshalb erwähne ich auch gar nicht das Sie beim Kauf dieses wertvollen Siebenkornbrots das SIBI mit 50 Cent unterstützen. Hätte es sich um Werbung gehandelt, dann hätte ich das gesagt – so aber nicht.

8:00 Uhr 25 desinteressierte und vor allem unausgeschlafene Schüler sitzen in einem stickigen Raum und versuchen zu erklären, weswegen sie die Hausaufgaben nicht gemacht haben. Wie immer behaupten mehrere krank gewesen zu sein, andere hingegen meinen, dass ihre Unfähigkeit sich ein Blatt am Ende der Stunde mitzunehmen, Ausrede genug wäre, um sich vor möglichen Sanktionen zu bewahren.

Unwesentlich später klopft es an der Tür. Die „Zuspätkommer“ betreten den Raum. Ihre Ausreden sind da schon origineller. Die beste Ausrede die ich hier am SIBI gehört habe, war jene in der ein Schüler sein Zuspätkommen damit rechtfertigte, dass er seine Haare noch hätte waschen müssen.

8:05 Uhr Einige wenige denken an den ersten Toilettengang des Tages.

10:25 Uhr Mehrere hundert Schüler schauen sich hektisch um, während sie ihre Whatsapp-Nachrichten lesen; besteht doch immer die Gefahr, dass ein Lehrer namens Till „wie der Eugenspiegel“ Matis einem das mobile Endgerät entreißt und somit für eine gefühlte Ewigkeit in der Wildnis aussetzt.

Zeitgleich sammelt sich eine Traube von Schülern an der Beratungslehrertür. Hier erklären circa 40 Schüler, weswegen es ihr Gesundheitszustand am gestrigen Tage nicht zuließ, auch noch den letzten beiden Stunden beizuwohnen.

13:15 Uhr Mittagspause: Zu dieser Zeit zeigt sich die bedingungslose Abhängigkeit der Schüler gegenüber dem Kiosk vor allem an „Pommes-Tagen“. Und trotz dieser klaren Monopolstellung ist das Bundeskartellamt noch immer nicht eingeschritten. (Hätte ich Steuern gezahlt, würde, so diese jetzt zurückfordern)

14:00 Uhr Circa 40 Schüler stellen, angesichts der hohen Temperaturen, fest, dass der Nachmittagsunterricht nicht mit ihrem Gesundheitszustand vereinbar ist und melden sich ab.

16:25 Uhr Es ist geschafftnaja zumindest fast.

Denn ich muss noch Hausaufgaben machen, eine PowerPoint-Präsentation beenden, einen Kurzvortrag erstellen, Vokabeln lernen, Goethes Faust lesen (bis morgen) und die nächste Klausur steht auch schon an.

So saß ich oft in meinem Studierzimmer und obwohl ich mir sagte: am Anfang war die Tat fing ich erst viel zu spät an. Oft näherten sich dann wieder diese schwankenden Gestalten: Mathematik. P(x=k)=(n[über]k)*pk*(1-p)n-k

Mir ward von alledem so dumm, als ginge mir ein Mühlrad im Kopf herum. Und da ward mir klar: Mathematik ist Teil von jener Kraft die stets das Böse will und stets das Böse schafft.

Und so saß ich dort, ich armer Tor und ward so klug als wie zuvor!

Zu guter Letzt möchte ich jetzt noch die Gelegenheit ergreifen mich dem Vorwurf zu stellen, ich sei in meinen Ausführungen zu unkonkret. Dem möchte ich hier aufs äußerste widersprechen und fasse daher meine Überzeugungen und Ansichten noch einmal kurz und prägnant zusammen:

  1. Das Selbstverständnis unter der Vorrausetzung
  2. und das ist es worauf es ankommt, ohne zu verkennen, das muss hier einmal unmissverständlich
    ausgesprochen werden
  3. Das konzentrierte und entschiedene Handeln

Wer hat denn und das sollte man an diesem bedeutenden Tage einmal unmissverständlich ausdrücken

Auch die bildungspolitische Entwicklung hatte in jeder Weise, das kann von niemanden bestritten werden, ohne zu verkennen, dass in Rommersdorf, in Selhof die Ansicht herrsche, das Rektorat habe da, und meine Damen und Herren, warum auch nicht.

Bildung in Sinne sozialer Gerechtigkeit bedeutet und davon sollte man ausgehen, das ist doch, ohne darum herum zu reden, in Anbetracht der Situation in der wir uns befinden.

Meine Damen und Herren Bildung als erste Verpflichtung, wir wollen nicht vergessen, draußen im Lande, hier und heute stellen sich die Fragen und damit möchte ich schließen, letzten Endes, wer wollte das bestreiten. Ich danke Ihnen.

Ich hoffe Vicco von Bülow würde mir postum verzeihen, dass ich hier gegutenbergt habe.                                                                                                                 Moritz Paetow

Foto zur Verfügung gestellt von Moritz Paetow

Ab in den Urlaub

Nordrhein-Westfalen startet an diesem Wochenende in die Sommerferien. Vor allem am Freitag, 13. Juli, rechnet die Straßen.NRW-Verkehrszentrale mit wesentlich mehr Verkehr und Stau. Die aktuelle Verkehrslage und mögliche Reisezeitverluste werden auf der Seite www.verkehr.nrw.de dargestellt. Am Samstag und insbesondere am Sonntag, 14. und 15. Juli, ist eine deutlich entspanntere Verkehrslage zu erwarten.

Ab 14 Uhr, so die Prognose der Straßen.NRW-Verkehrszentrale, steigt der Verkehr am Freitag schnell an. Bis gegen 19 Uhr müssen Verkehrsteilnehmer damit rechnen, dass die Autobahnen voller sind. Besonders betroffen sind davon die Strecken, die in Richtung der Küsten führen wie die A1, die A31, die A40, die A57 und die A61. Auf der A1 ist insbesondere in den Bereichen um Dortmund/Unna, Osnabrück und Bremen mit zum Teil erheblichen Staus zu rechnen.

Auf der A3 sind im gesamten Abschnitt zwischen Köln und Oberhausen (beide Fahrtrichtungen) sowie ab dem Ruhrgebiet in Richtung der Niederlande Staus zu erwarten. Im Großraum Kölnmuss auf den Autobahnen A1, A3, A4 und A57 mit einer angespannten Verkehrslage gerechnet werden.

Wer mit Ziel Niederlande unterwegs ist, sollte beachten, dass die A61 ab Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 16. Juli, um 5 Uhr zwischen Nettetal-West und dem Grenzübergang Grenzwald in Richtung Venlo gesperrt ist. Es werden Brückenarbeiten auf der niederländischen A73durchgeführt.

Neben den Arbeiten an der Lennetalbrücke (bei Hagen) finden auf der A45 zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid-Süd in beiden Richtungen Arbeiten statt. Auch auf den Abschnitten Drolshagen bis zum Autobahnkreuz Olpe-Süd sowie von Siegen bis zur Landesgrenze Hessen ist mit Behinderungen zu rechnen.

Der Verkehr in Richtung Venlo läuft seit Anfang Juli zwischen den Kreuzen Jackerath und Holz auf der neuen A44n. In Fahrtrichtung Koblenz wird der Verkehr wie bisher auf der A61 geführt.

Seit Dienstag, 10. Juli, stehen auf der A 1 im Bereich der Talbrücke Volmarstein in Fahrtrichtung Köln wieder drei statt der bisher zwei baustellenbedingten Fahrstreifen zur Verfügung. Bis voraussichtlich Ende August wird der Verkehr den zusätzlichen Fahrstreifen nutzen können.

Weiterhin muss im Wesentlichen auf folgenden Strecken mit Behinderungen gerechnet werden:

* Auf der A61 und der A565 im Bereich Meckenheim kann es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen kommen.

* Auf der A43 im Raum Bochum-Recklinghausen ist mit Behinderungen und einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen.

* Auf der A44 ist im Bereich Werl mit Staus zu rechnen.

* Bis Freitag, 20. Juli, bleibt die A540 zwischen Gustorf und Frimmersdorf in beiden Richtungen voll gesperrt.

* Auf der A2 ist bei Bad Oeynhausen in Fahrtrichtung Hannover mit Behinderungen zu rechnen.

* Die Sperrung für Fahrzeuge über 3,5t auf der Leverkusener A1-Rheinbrücke dauert an.

Auf der Seite www.Verkehr.NRW werden Informationen wie die aktuelle Verkehrslage sowie (auch zukünftige) Baumaßnahmen übersichtlich dargestellt. Über 200 Webcams vermitteln den Nutzern einen „Eindruck wie vor Ort“.

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass bei Schrittgeschwindigkeit oder im Falle eines Staus auf Autobahnen sowie auf Straßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung eine Rettungsgasse zu bilden ist: „Wer links fährt, muss nach links, der Rest nach rechts, der Seitenstreifen ist nicht zu nutzen.“

Im Bereich von Anschlussstellen ist in den rechten Fahrspuren eine Einfahrspur von der Autobahneinfahrt in die Rettungsgasse freizuhalten. eb

Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Harte Bandagen

Rathaus schiebt Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren in die Sommerferien

Manche Dinge sind mindestens unpraktisch. Wer Geburtstag am 29. Februar hat, erhält weniger Geschenke und feiert selten. Eine Kündigung wird kaum zur kirchlichen Trauung oder zur Hochzeitsgesellschaft versandt – da gilt Sensibilität als in der Gesellschaft gewachsene Verhaltensnorm. Und Unterschriften-Sammeln für ein Bürgerbegehren legt man so wenig in die Sommerferien wie Christstollen an Matjeshering.

Das macht auch Sinn. Nennt sich Rücksichtnahme, ist angebracht und gehört gewissermaßen zum Kodex eines erquicklichen Miteinanders. Ohne Not oder triebhafte Motivation macht man eben nicht, was Anderen gezielt Schaden zufügt und gemeinhin als nicht adäquate Aktion bezeichnet wird. Das muss ja auch nicht sein im respektvollen Umgang.

Am 29. April erhielt die Stadtverwaltung die Mitteilung, dass ein Bürgerbegehren gegen die Bebauung des nördlichen Stadtgartens beantragt werde. Am 4. Mai bereits legte die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtgarten“ den Abstimmungstext und die geforderte kurze Begründung vor. Ab dem Moment solcher Information sind Gemeindeverwaltungen gesetzlich in der Pflicht, bestimmte Schritte zu unternehmen und definierte Leistungen zu erfüllen. Neben der Prüfung des Abstimmungstextes sowie dessen Begründung betrifft das vor allem eine durch die Verwaltung selbst zu erstellende offizielle  Schätzung von Folgekosten, welche ein Begehren im Falle des Erfolges nach sich ziehen würde.

Diese Kostenschätzung fehlte – und sie lässt bis zum Redaktionsschluss zur Wochenmitte weiter auf sich warten. An deren besonderem Schwierigkeitsgrad kann es nicht liegen, denn das Begehren hat ja gerade zum Ziel, kein (!) Geld für Planung und Erschließung im Grüngürtel entlang der Schnellstraße auszugeben. Diese Einsparung wäre dem dann nicht zu realisierenden Erlös durch den Verkauf städtischen Grundes gegenüber zu stellen. Das ist kein Hexenwerk, in recht übersichtlicher Zeit leistbar und zudem vom Gesetzgeber festgelegte Pflicht.

Allerdings: Mit dem Tag der Zustellung besagter Kostenschätzung tickt die Uhr. Denn exakt dann beginnt eine Frist, innerhalb derer die notwendigen Unterschriften für das Bürgerbegehren zu sammeln sind. Hier ordnete die Stadt mit sechs Wochen die kürzestmögliche Frist an, was sich rechtlich durchaus vertreten lässt.

Als Unkerei kursierte  bereits die Vision, dass die Verwaltung ihre Schätzaussage bewusst verschleppe. Nach dem Motto: „So wie die momentan drauf sind…“ Vermuten taten dies Viele, gelacht wurde darüber wenig – eher histerisch gekichert. So sieht es aus, wenn Vertrauen verloren geht.

Zu den Motiven der Verzögerung existieren in der Tat begründete Spekulationen. Da eine Abstimmung der Bevölkerung selbst wohl kaum für die Befürworter der Bebauung zu gewinnen wäre, gelte es, die Abstimmung als solche zu verhindern. Probates Mittel: Sorge dafür tragen, dass die erforderlichen Unterschriften – mit 1.800 wäre die Initiative auf der sicheren Seite – erst gar nicht zusammenkommen. Die Online-Petition zeichneten mit 2.798 rund tausend Unterstützer mehr als demnächst nötig; da läge der Gedanke nicht ganz fern, die Kampagne in die Ferien zu legen. Bad Honnef ist reich, Bad Honnef verreist. Und wer weg ist, kann nicht eigenhändig unterschreiben.

Eine Behinderung ist das allemal. An Zufall glaubt kein Mensch. Jeder Tag der Verschleppung mehr, jeder Tag näher an das Ende des Schuljahres heran ist ein Erfolg jener Taktik, die Initiatoren des Bürgerbegehrens zu behindern. Mit System. Zumal die Hälfte der Initiativen-Mitglieder selbst Kinder bzw. Enkel hat, deren schulpflichtiges Alter Reisen ebenfalls nur zu Ferienzeiten möglich macht. Urlaubsabsage zum Zweck des Unterschriftensammelns? Solche Alternative wäre schon Zumutung. Auf dem Rücken von Kindern. Nichts hindert die Verwaltung übrigens daran, die sechswöchige Frist erst nach den Sommerferien beginnen zu lassen. So würde auf stillem Weg vergessen gemacht, was heute noch fragwürdiges Ansinnen ist.

Zu allem Überfluss wird immer noch verwirrt. Der nördliche Stadtgarten ist eigentlich ein präziser Begriff. Stattdessen kursiert auf offiziellen Rathauspapieren immer noch oft eine bürokratische Ortsangabe, die das Wort „Stadtgarten“ gezielt vermeidet. Tatsächlich jedoch ist der grüne Teil im Norden der ursprüngliche Stadtgarten, in welchem Bürger als Eigner Obst und Gemüse ernteten sowie Bäume und Sträucher pflanzten. Der übersichtliche parkähnliche Bereich wurde erst weit später angehängt, um den Status einer Kur- und Bäderstadt zu erhalten. Denn dazu war schon damals wichtiges Argument: Bad Honnef bietet eine durchgehende grüne Spange, die sich parallel des Rheins von der Insel bis zum Park Reitersdorf im beginnenden Rhöndorf erstreckt. Dieses Kapital der Stadt wird heute riskiert. Da kann ernsthafte Meinungsbildung der Bürgerschaft durchaus helfen. 

Es stellen sich Fragen: Ist der Umgang des Rathauses mit dem Bürgerbegehren noch fair? Ist das noch eine Frage des Stils – oder steht schon mehr in Zweifel? Zum Beispiel ein Abgesang auf das Modells eines seriösen Dialogs mit Honnefs Menschen? Der rheinische Volksmund sagt: Da kannste dran föhle. Scherzhafter Rat an den Tischen der Rhöndorfer Eisdiele: Urnengang zum abschließenden Bürgerentscheid auf den Zweiten Weihnachtstag legen oder ersatzweise auf Neujahr! Und wenn das nur Unterstellung ist und unbegründete Paranoia? Dann freut sich die Initiative auf eine reelle Terminierung zur Unterschriftensammlung nach den Ferien.                                         Burkhard Hoffmeister

Foto: Twinlili/Pixelio

Bleiben Sie auf dem Laufenden (12)

Klare Beschlüsse zu von-Stauffenberg- und Brückenstraße

Für beide Straßen wird die Planung fortgesetzt und der Ausbau vorbereitet. Mit großer Mehrheit sah es der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen so, dass zuvorderst die weitere Sanierung zahlreicher Honnefer Straßen zu sichern ist. Der Prozess zur Erledigung dieser Aufgabe soll nicht unterbrochen werden. Bedenken vor allem der Grünen zu fehlender Transparenz in Kostenfragen und zur Würdigung von Anwohnerinteressen blieben in der Minderheit. Ebenso eine Klärung der Frage, ob es sich bei der Brückenstraße tatsächlich um eine Anwohner- oder doch eher um eine Durchgangsstraße handelt.

Es wurde ausgiebig diskutiert und argumentiert. Insbesondere die Höhe der Anwohnerbeiträge sei bereits eine Woche zuvor im Haupt- und Finanzausschuss per Beschluss zur Prüfung befohlen worden; die Chance einer neuen Bemessung und damit auch ggf. zur Senkung der Anwohnerbeiträge sei damit grundsätzlich eröffnet. Demnach sei aus solchen Gründen ein Zaudern bei beiden Straßen nicht gerechtfertigt.

Damit folgt der Ausschuss prinzipiell auch jener Konsequenz, die Bürgermeister Neuhoff schon bei der maroden Kanalisation in der City oder bei den morschen Fenstern des Siebengebirgsgymnasium demonstriert hatte. Dinge, die wirklich kaputt sind, werden sofort repariert oder saniert – auch wenn es weh tut.

Generell mahnten die Parteien zu verständlichen, differenzierten und transparenten Kostenberechnungen. Die gäbe es nicht. Was in der Tat zutrifft. – Die Verwaltung lobte Besserung.

Debatte über Anstand

In der Diskussion wurde an Anstand appelliert. Fachbereichschef Fabiano Pinto hielt daraufhin Kritikern vor, dass Planung nie eine Frage von Anstand oder gar Moral sei. Recht hat er. Und eben eine klare Perspektive und Sicht der Dinge.

Er reagierte damit auf den Vorwurf, auf eine irgendwie transparente und aussagekräftige Kostenberechnung werde verzichtet. Der Griff in die Konten von Anlegern würde in seiner Höhe nicht seriös begründet. Das jedoch geböte der Anstand seitens Verwaltung und Kommunalpolitik gegenüber Bürgerinnen und Bürgern. Recht haben wohl auch Jene, die dies vertreten und die Sache so sehen.

Glaubensfrage? Wohl eher ein Problem, das oft auftaucht, wenn es um Rechthaben geht. Ambivalenz der Perspektiven. Das ewige Thema nicht nur lokaler Politik. Welche Aspekte sind wichtiger, wessen Interessen wiegen schwer, wessen schwerer?

Mobilitätskonzept?

Die sogenannte „Karreelösung II“ wird als neues Konzept der Verkehrsführung in der Innenstadt nicht weiter verfolgt. „Die weitere Prüfung und Planung… wird eingestellt; bei Planungen und Maßnahmen… innerhalb des betroffenen Stadtbereichs wird am bestehenden Straßennetz bzw. Verkehrssystem festgehalten.“

Das ist ein radikaler Beschluss. Er wurde in sehr großer Einmütigkeit gefasst. Und soll den Weg freimachen, weitere Lösungen abzuwägen. Was glaubhaft begründet wurde bis hin zum Vorschlag, zunächst ein generelles Mobilitätskonzept für Bad Honnef zu erarbeiten. Eine Idee, die gleich mehrere Parteien in ihren kommunalen Programmen führen. Aber auch eine Idee, die bei manchen Pragmatikern eher Skepsis erzeugt, ob so aktuelle Hausaufgaben liegen bleiben könnten.

Katholisches Pfarrzentrum von der Tagesordnung genommen

Das große Projekt zwischen der Kirche am Marktplatz und dem Rathaus wollte der Planungsausschuss nicht behandeln. Hier seien erst weitere Fragen zu beantworten.

Bei der Auswahl dieser Fragen wurde Raum zur Interpretation gelassen. Im Wesentlichen geht es um drei Problemfelder. Wird es zu einer Erweiterung der Planung um Gruppenräume und Platz vor allem für die der Kirche verbundene Jugend kommen? Und finden die Bedenken der gerade gegründeten Anwohnerinitiative zu baulicher Gestaltung und Dominanz, aber auch zu anderen Aspekten Berücksichtigung? Und was ist mit Parkplätzen, die zum Bau einer Veranstaltungsstätte doch zwingend gehören in ausreichender Zahl? – Im Prinzip bestätigte sich der zuvor schon einige Male geäußerte Eindruck, dass hier dem katholischen Investor zu früh zu viel Raum bei zu wenig Nachfragen  gegeben wurde. 

Englischer Rasen oder Wiese und Natur?

Was würden Bienen bevorzugen, was Insekten oder sonstige Fauna? Wenn Bienenweiden diskutiert werden und gleichzeitig weitgehend naturbelassene Grünflächen planiert, dann ist das bemerkenswert. Und passt nicht wirklich gut zusammen.

Einst waren es BUND, NABU und Grüne, die für Blumenwiesen und naturnahe Gestaltung warben. Inzwischen wissen TV, Internet und auch Regenbogenpresse um den Wert von Bienenweide&Co.. Wenn heute weniger Arbeit bei der Tankstelle zum Reinigen der Windschutzscheibe anfällt, dann geht das einher mit weniger Insekten ganz allgemein. Was dann wiederum weniger Bestäubung folgert, weniger Honig und Obst im Garten, weniger Vögel als Folge von Nahrungsmangel. Das mag man nicht; das will man nicht.

Also mühen sich erste Privatgärten um blumenreiche Magerwiesen mit Nelken jenseits der Vase auf dem Esstisch. Lassen Hecken zu, die den Namen verdienen. Penibel gezirkelte Rabatten passen immer seltener zum Charme einer grünen Oase ums Haus herum. Nicht mehr jede Fuge zwischen den Platten des Gartenweges wird sofort mit Flammen oder Gift bekämpft. Dahinter steckt zunehmende Erkenntnis: Aufgeräumtes Grün ist oft eher ausgeräumte Natur.

Jedenfalls liegt nahe, dass im Bad Honnefer Stadtgarten der später angebaute parkähnliche Bereich nicht der wertvollere ist. Weder für die Natur noch für die Artenvielfalt noch für Menschen in ihrer Umwelt. Schon gar nicht als Bienenweide.              Burkhard Hoffmeister

Foto: Andreas Hermsdorf/Pixelio

Schlemmerabend sprengte alle Ketten

Jürgen  Kutter, der Regisseur der Innenstadtfeste, hat wieder alles richtig gemacht. Beim zweiten Schlemmerabend des Jahres war die Innenstadt so voll wie noch nie zuvor. Gefühlt voller als beim Rosenfest oder beim Frühlingsfest. Schlemmen, wohlfühlen, relaxen, das zog wieder hunderte von Besuchern aus der gesamten Region an. Und füllte die Kassen der einheimischen Gastronomie. Und machte die „Fressbudenbesitzer“ richtig froh. Überall bildeten sich lange Schlangen vor den Buden. Fotos sagen mehr als 1000 Worte. Hier der Überblick. Überblick.

Bleiben Sie auf dem Laufenden (11)

Im Trend: öffentlich geförderter Wohnungsbau

Es ist eine leidvoll gemachte Erfahrung, dass der Wohnungsbau insgesamt vernachlässigt wurde. Dass die Notwendigkeit bezahlbarer Wohnungen nicht nur politischer Evergreen bestimmter Parteien ist, sondern bei anderen über Jahre in keiner Weise genügend Beachtung fand. Das Vertrauen auf einen sich selbst regulierenden Markt hat sich nicht bewährt. Viele können Wohnraum dort, wo sie leben wollen, nicht mehr bezahlen; diese Kunden weichen aus auf das Umland und lassen dort Mieten, Grundstücks- und Eigenheimpreise steigen. Für immer mehr Menschen wird es eng. Nicht mehr nur Arme sind stark betroffen, spüren Druck und Not.

Für Leute ohne die Finanzkraft, selbst zu bauen und in Eigentum zu leben, gab es kürzlich im Rhein-Sieg-Kreis ein erstes Forum. Und was für eines. Im Kloster der Steyler Mission Sankt Augustin fand die Fachtagung „Wohnen für Alle“ statt. Der große Versammlungsbereich war voll. Rotes Kreuz, Diakonie, AWO, katholische Sozialdienste, Mieterbund und Andere hatten eingeladen, die SKM-Wohnungslosenhilfe organisierte. Von Frauenhaus bis preiswerter Energie reichten die Themen der aufgebauten Informationsstände. Fulminant meldeten sich Jene, die das Interesse an bezahlbaren Mietwohnungen treibt. Sonst geben Kredite anbietende Banken für Eigenheimbauer den Ton an – diesmal war es anders.

Bemerkenswert, dass Landrat Sebastian Schuster die Schirmherrschaft übernommen hatte. Dass Wolfgang Overath kam, weil er das Thema wichtig findet. Dass sich Beigeordnete, Bürgermeister und der Kreistag die Klinke in die Hand gaben. Wertschätzung.

Und Bad Honnef?

Die Stadt war nicht vertreten. Es mag Personalmangel in der Planungs- und Bauabteilung des Rathauses sein, der den Besuch nicht zuließ. Tatsache allerdings bleibt, dass in Bad Honnef öffentlich geförderter Wohnungsbau bei fast jedem Stadtentwicklungsprojekt mitbedacht wird. Mit gleich 42 Wohneinheiten findet das aktuell größte Vorhaben der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) des Kreises in Aegidienberg statt und steht kurz vor seiner Fertigstellung.

Die Zusammenarbeit von Stadt und GWG wird fortgesetzt, neue Treffen werden gerade vereinbart. Auch in den umstrittenen Planungsgebieten Stadtgarten und Hockeyplatz soll öffentlich geförderter Wohnungsbau ein Kernbereich der dortigen Vorhaben sein. Im Rat der Gemeinde gibt es keinen Widerstand (mehr) gegen das, was einst „Sozialer Wohnungsbau“ hieß. Ein Wechsel der Paradigmen, bei dem Bad Honnef eine Vorreiterrolle übernimmt. Vorbei die Zeiten, dass ein Gros der Kommunen den Bau preiswerten Wohnraums eher vermied, um weniger vermögende Zuzügler in andere Städte umzuleiten. Solche Grundeinstellung mag hier und da noch existieren; doch den Ton gibt jetzt ein neues, anderes Denken an.

Dabei sind sozial schwächere Wohnungssuchende sicher besonders betroffen, doch auch mit höheren Mieten verhält es sich wie mit den Kosten im Eigenheimbau: Sie steigen weiter. Mit Abstand sind sie jener Faktor, der die sonst moderate Inflationsrate nach oben drückt. Niemand will die Schere zwischen teurem und öffentlich gefördertem Wohnen weiter auseinander klaffen lassen, immer mehr zum Empfang von Wohngeld berechtigte Familien bringen den kommunalen Haushalten erhebliche Risiken. Auch deshalb wäre es überzeugend, der Stadt Bad Honnef die Erkenntnis zuzutrauen, dass das Schielen nach möglichst hohen Erträgen beim Verkauf eigenen Baulands in der Tat dessen Preise anheizt.

Auch Städte treiben die Preise für Wohnraum

Kostentreiber in Sachen Mieten und Bauen sollten die Kommunen allerdings zuletzt sein. Schon aus eigenem Interesse und dem ihrer Einwohnerschaft. Gezielte Zurückhaltung, besonders bei Flächen für den öffentlich geförderten oder bezahlbaren freien Wohnungsbau, übt steuernde Funktion aus. Beim neuesten Vorzeigeprojekt der GWG macht es die Stadt Sankt Augustin gerade vor und verzichtet in bester Lage auf einen beträchtlichen Teil ihrer Erlöschancen für den Baugrund. Ein weises Vorgehen, das auch bei der erfreuten GWG für mehr als nur eine hochgezogene Augenbraue sorgte. Denn so lassen sich anspruchsvollere Lösungen wie Quartiersmodelle wirklich in die Tat umsetzen.

In der Tat wäre es logisch, dass Kommunen eigenes Bauland eher in Erbpacht vergeben als es möglichst teuer zu verkaufen. Auf solche Weise nehmen Städte und Gemeinden Druck aus dem Kessel, entziehen ihr eigenes Land jener Spirale, die Bauland ganz allgemein immer teurer werden lässt. In Rat und Ausschüssen kam das Thema „Erbpacht“ bisher nicht zur Debatte. Der Trend dahin allerdings ist unübersehbar. Und sollte sich dieser Trend als effizient und wirkungsvoll erweisen, so kann nur mitmachen, wer noch Bauland hat und nicht bereits alles zwecks kurzfristiger Haushaltssanierung zu möglichst viel Geld machte.

Was dann auch strategische Entscheidung wäre. Denn wenn tatsächlich Familien mit Kindern erwünscht sind als Neubürger, dann helfen Zurückhaltung bei Grundstückspreisen oder Erbpachtlösungen. Die Stadt kann so ihre Steuerfunktion bewusst wahrnehmen, gestalterische Verantwortung für die eigene Entwicklung übernehmen. Ob das passt oder tatsächlich gewollt wird, darf offen beraten werden und auch den Weg auf eine Bürgerversammlung finden.

Man munkelt: Verlegung in die Ferien macht es dem Bürgerbegehren schwer

Bereits im April und kurz nach dem Aufstellungsbeschluss zur Planung im zuständigen Ratsausschuss informierte die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtgarten“ die Kommune, dass sie ein Bürgerbegehren anstrebt. Ab dem Moment solcher Information sind Gemeindeverwaltungen gesetzlich in der Pflicht, bestimmte Schritte zu unternehmen und definierte Leistungen zu erfüllen. Neben der Prüfung des Abstimmungstextes sowie dessen Begründung betrifft das vor allem eine durch die Verwaltung selbst erstellte offizielle  Schätzung von Folgekosten, welche ein Begehren im Falle des Erfolges nach sich ziehen würde.

Jetzt beginnt der Juli. Die Initiative wartet – und kann weder tun noch planen. An einem besonderen Schwierigkeitsgrad der „Kostenschätzung“ kann es nicht liegen, denn das Begehren hat ja gerade zum Ziel, kein (!) Geld für Planung und Erschließung im Grüngürtel entlang der Schnellstraße auszugeben. Diese Einsparung wäre dem angenommenen Erlös durch den Verkauf städtischen Grundes gegenüber zu stellen. In recht übersichtlicher Zeit leistbar und zudem vom Gesetzgeber festgelegte Pflicht.

Zu den Motiven der Verzögerung gibt es Spekulationen. Da eine Abstimmung der Bevölkerung selbst wohl kaum für die Befürworter der Bebauung zu gewinnen wäre, gelte es, die Abstimmung als solche zu verhindern. Probates Mittel: Sorge dafür tragen, dass die erforderlichen Unterschriften – mit 1.850 wäre die Initiative auf der sicheren Seite – erst gar nicht zusammenkommen. Die Online-Petition zeichneten mit 2.798 rund tausend Unterstützer mehr als demnächst nötig; da läge der Gedanke nicht ganz fern, die Kampagne in die Ferien zu legen. Bad Honnef ist reich, Bad Honnef verreist. Und wer weg ist, kann nicht eigenhändig unterschreiben.

Es stellen sich Fragen: Wäre das fair? Wäre das noch eine Frage des Stils – oder stünde schon mehr in Zweifel? Zum Beispiel ein Bankrott des Modells eines seriösen Dialogs mit Honnefs Menschen? Der rheinische Volksmund sagt: Da kann‘ste dran fühlen. Und wenn das nur Unterstellung ist und unbegründete Paranoia? Dann freut sich die Initiative auf eine reelle Terminierung nach den Ferien.

Englischer Rasen oder Wiese und Natur?

Was würden Bienen bevorzugen, was Insekten oder sonstige Fauna? Wenn Bienenweiden diskutiert werden und gleichzeitig weitgehend naturbelassene Grünflächen planiert, dann ist das bemerkenswert. Und passt nicht wirklich gut zusammen.

Einst waren es BUND, NABU und Grüne, die für Blumenwiesen und naturnahe Gestaltung warben. Inzwischen wissen TV, Internet und auch Regenbogenpresse um den Wert von Bienenweide&Co.. Wenn heute weniger Arbeit bei der Tankstelle zum Reinigen der Windschutzscheibe anfällt, dann geht das einher mit weniger Insekten ganz allgemein. Was dann wiederum weniger Bestäubung folgert, weniger Honig und Obst im Garten, weniger Vögel als Folge von Nahrungsmangel. Das mag man nicht; das will man nicht.

Also mühen sich erste Privatgärten um blumenreiche Magerwiesen mit Nelken jenseits der Vase auf dem Esstisch. Lassen Hecken zu, die den Namen verdienen. Penibel gezirkelte Rabatten passen immer seltener zum Charme einer grünen Oase ums Haus herum. Nicht mehr jede Fuge zwischen den Platten des Gartenweges wird sofort mit Flammen oder Gift bekämpft. Dahinter steckt zunehmende Erkenntnis: Aufgeräumtes Grün ist oft eher ausgeräumte Natur.

Jedenfalls liegt nahe, dass im Bad Honnefer Stadtgarten der später angebaute parkähnliche Bereich nicht der wertvollere ist. Weder für die Natur noch für die Artenvielfalt noch für Menschen in ihrer Umwelt. Schon gar nicht als Bienenweide. bh

Rechtzeitig vor der Reise

Reisedokumente überprüfen

Vor Beginn des Urlaubs sollten Reisende im eigenen Interesse prüfen , ob Reisepass, Personalausweis und Kinderreisepass noch ausreichend gültig sind. Sind die Dokumente ungültig, kann die Urlaubsreise bereits am Flughafen zu Ende sein. Auch für Reisen im Pkw sind gültige Dokumente erforderlich, weil grundsätzlich Ausweispflicht besteht.

Für die Länder in Europa reicht ein gültiger Personalausweis, für fernere Reiseziele ist häufig ein Reisepass vorgeschrieben. Welche Ausweispapier benötigt werden, darüber informiert der Internetauftritt des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de. Wie die Antragstellung erfolgt, welche Unterlagen benötigt werden und wie hoch die jeweiligen Gebühren sind, kann unter www.bad-honnef.degeklärt werden. Die Herstellung durch die Bundesdruckerei dauert etwa vier bis fünf Wochen. Diese Zeit sollte berücksichtigt werden. Der Kinderreisepass für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr wird vor Ort im Bürgerbüro ausgestellt.

Aktualisierung von Kinderreispässen

Da vor den Ferien der Andrang wegen der Ausstellung von Kinderreisepässen besonders groß ist, ist es ratsam, rechtzeitig bei den Mitarbeitenden des Bürgerbüros vorzusprechen. Gerade bei eiligen Ausstellungen, wenn der Reiseantritt noch am selben oder nächsten Tag erfolgen soll, gibt es Probleme und Verzögerungen, wenn die Antragsunterlagen nicht komplett sind. Dadurch wird der Reiseantritt gefährdet.

Informationen

Umfassende Informationen erteilen das Bürgerbüro Tal, Rathausplatz 12, sowie das Bürgerbüro Aegidienberg, Aegidiusplatz 10, Telefonnummer 02224/184-251, E-Mail bianca.senk@bad-honnef.de. Auch auf der Internet-Seite der Stadt Bad Honnef www.bad-honnef.de unter Dienstleistungen gibt es Informationen.

Öffnungszeiten des Bürgerbüros Bad Honnef-Tal:

montags und dienstags 8:00 bis 13:00 Uhr, mittwochs keine Besuchszeiten, donnerstags 8:00 bis 18:00 Uhr, freitags 8:00 bis 12:00 Uhr

Öffnungszeiten des Bürgerbüros Aegidienberg:

montags 9:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr sowie freitags 8:00 bis 12:00 Uhr.

Foto: Rike/Pixelio