Danke

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Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich rege mich ja seit Wochen darüber auf, dass unsere Restaurants, Kneipen oder Biergärten nicht öffnen dürfen. Gut, einige Gastronomen kochen dennoch, liefern aus oder lassen abholen. Aber: Die Atmosphäre und das „drumherum“ können sie nun mal nicht mitliefern. Trotzdem ein großes Dankeschön an all die, die uns nicht verhungern lassen: Karlottas, Bistro Ludwig, Burgermeisterei, Cafe Schlimbach, Fritamin B, Gilberts im Domkapitelhof, Kaffeehaus Nottebrock/Bäckerei Welsch, Lieblingsburger, Prost Mahlzeit, Restaurant Chamai, Restaurant RheingoldSarah’s Konditorei, Villa von Sayn. Sollte ich jemanden übersehen habe, bitte melden. Ich wurde in Sachen Gastronomie belehrt: Es sei gar nicht so einfach, ein Restaurant in diesen Zeiten so schnell „wieder hoch zu fahren“. Und: Der geforderte Mindestabstand könne nun mal bei der „Bedienung“ nicht eingehalten werden. „Wir können ja nicht die Teller und Gläser aus der Entfernung auf die Tische werfen“. Das verstehe ich. Der „Lockdown“ hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt aber auch in Rekordzeit zu neuen Verhaltens- und Denkweisen geführt: Wir kaufen anders ein, arbeiten und lernen anders, informieren und kommunizieren mit neuen Mitteln. Ist die Krise der Beginn einer neuen Ära? Kanzlerin Angela Merkel lobt die Disziplin der Menschen in der gesamten Republik. Bürgermeister Otto Neuhoff freut sich über die Hilfsbereitschaft und das vorbildliche Miteinander seiner Bürger in diesen unübersichtlichen Zeiten. Hoffnung? Nicht, wenn unsere Politiker und Behörden in Berlin weiterhin schlichtweg versagen. Beispiel: „Die Politik weiß seit drei Monaten, dass wir ein großes Problem haben und hat es nicht geschafft, „FFP2-Masken“ in Deutschland produzieren zu lassen oder zu importieren. Noch schlimmer: Politiker und Behörden haben ihr Versagen quasi kaschiert, indem sie anfangs behauptet haben, Maskentragen in U-Bahnen oder beim Einkaufen sei überflüssig. Damit wollten sie auch erreichen, dass verängstigte Bürgerinnen und Bürger nicht denen die Masken wegschnappen, die sie dringender brauchen: Pflegekräfte, Ärzte, alle anderen medizinischen Berufsgruppen“. Tja, und nun herrscht Maskenzwang. Einige Fachleute sagen jetzt: Masken sind eher gefährlich und bringen nichts. Kommen wir irgend wann zurück in unser gutes, altes Leben? Immerhin: Die Akzeptanz digitaler Angebote ist enorm gestiegen – vom Online-Gottesdienst bis zum virtuellen Arztbesuch. Die Hürde, greifbare neue Services auszuprobieren, ist viel niedriger als bisher. Doch gleichzeitig hat die Krise die Erkenntnis gebracht, dass persönlicher Kontakt und physische Erlebnisse für die Menschen unersetzlich sind. Die Herausforderung der Zukunft wird sein, digitale Dienstleistungen zu kreieren, die physische Angebote sinnvoll ergänzen und nicht ersetzen. Und noch eine Meldung: Vor dem Hintergrund der Coronapandemie und der notwendigen Schließungen der Kindergärten und Schulen wird die Stadt Bad Honnef den Einzug der Elternbeiträge für die Angebote der Kindertagesstätten, der Kindertagespflege und der Offenen Ganztagsbetreuung an Grundschulen (OGS) für den Monat April und auch den Monat Mai aussetzen. Prima.