Foto: Präsentation des Aegidienberger Heimatbuches im Bürgerhaus Aegidienberg – v. l.: Silke Florijn (Moderatorin und Lektorat), Heidi Heimbach (Verlag Heimbach), Bernhard Fiebig (Vorsitzender Bürgerverein Aegidienberg e. V.), Gert Bellinghausen (Projektleitung) und Wolfgang Flume (Redaktion und Koordination).

256 Seiten, 11 Kapitel und 500 Bilder: Das ist das Buch „Aegidienberg – Unsere Heimat im Naturpark Siebengebirge“. Unverzichtbar ist es für alle, die Aegidienberg lieben, um darin zu schmökern oder um es als Nachschlagewerk immer griffbereit zu nutzen.

Präsentiert wurde das Buch im Aegidienberger Bürgerhaus und am Ende der Veranstaltung gab es die ersten Exemplare. Stellvertretender Bürgermeister Peter Profittlich überbrachte die Grüße der Stadt Bad Bad Honnef. Er war begeistert: „Das Buch geht weit über die normale Form eines Heimat- und Geschichtsbuches hinaus.“ Er dankte dem Bürgerverein Aegidienberg e. V., der das Buch in enger Zusammenarbeit mit dem Verlag Elmar P. Heimbach herausgebracht hat.

Der MGV Liederkranz gratulierte zur Fertigstellung mit hervorragenden Ständchen. Durch den Abend führte Silke Floijn. Sie ist in Aegidienberg aufgewachsen und hatte das Lektorat für das Buch übernommen. Karl Heinz Piel stellte das Aegidienberger Gefühl mit einem Mundartvortrag „Meng eschte Zijarett“ (Meine erste ZIgarette) her. Dieser Schwank von Josef Hambuch ist auch im Heimatbuch zu finden. Die ersten Impressionen, zusammengestellt als Präsentation, machten den vielen Gästen des Abends Appetit auf das Buch.

Was lange währt… Mitte der 1980er Jahre hatte der damalige erste Vorsitzende des Bürgervereins Josef Hambuch beschlossen, das Buch von Karl Gast  „Aegidienberg im Wandel der Zeiten“ fortzusetzen. Er konnte nicht mehr miterleben, dass aus seinen zahlreichen Unterlagen und Fotos ein Buch wurde. Seine Frau, Maria Hambuch, stellte seine Sammlung dem Bürgerverein zur Verfügung. Bernhard Fiebig, erster Vorsitzender des Heimatvereins, dankte ihr, dass die Unmassen an Material als Grundlage des Buches verwendet werden durften.

In den letzten drei Jahren hatte sich Wolfgang Flume um die redaktionelle Fertigstellung gekümmert. Er sagte: „Das Schönste an der Arbeit für das Buch war die Hilfsbereitschaft und Auskunftsfreude der Aegidienberger. Dann hat man Freude an der Geschichte und am Forschen gefunden.“ Vielleicht erscheine ja in zwanzig Jahren das nächste Aegidienberger Heimatbuch, weil das Buch nie fertig sei, denn der Prozess der Geschichtsschreibung endet nie.

Vorstandsmitglied Gert Bellinghausen hat die Fertigstellung vorangetrieben. Er stellte ganz klar fest: „Ein solches Buch schafft einer nicht alleine.“ Es ist ein Werk vieler. In den elf Kapiteln ist ein Kaleidoskop des Aegidienberger Lebens verewigt und das ist durch und durch vielfältig.

Der Verlag Elmar P. Heimbach hat das Buch dankenswerter Weise herausgebracht. Finanziert wurde es, indem von Anfang an Rücklagen gebildet worden waren.

Das neue Aegidienberger Heimatbuch ist natürlich ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte. Im Kapitel „Unruhige Zeiten“ werden die schwierigen Aegidienberger Jahre des Ersten und Zweiten Weltkrieges beschrieben.  „Von der Gemeinde zum Stadtteil Bad Honnefs“, „Steinbrüche und Bergbau“ „Landleben und Brauchtum“, „Vereine, Sport, Chöre“ sind Kapitelüberschriften, denen man nicht wiederstehen kann und die aufgeschlagen und gelesen werden müssen.

Allen Bürgerinnen und Bürgern im Tal sei das Buch ebenso ans Herz gelegt wie alle denen, die vielleicht damit liebäugeln aus den Städten am Rhein auf den Berg zu ziehen. cp