Was war das? Gerechnet hatten die Veranstalter mit 240 Zuschauern, es wurden 400. Kurz vor Beginn des Konzertes mussten also noch Tische und Stühle herbei geschafft werden. Auch der Getränkevorrat wurde eiligst erhöht. An der Getränkeausgabe bildeten sich lange Schlangen. Für den Bürgermeister gab es keinen Sitzplatz mehr.

Chaos? Nein, a Jeföhl. Alle wollten dieses bisher einzigartige Konzert miterleben. Draußen 30 Grad, im Kurhaus gefühlte 50 Grad. Auf der Bühne 70 Musiker. Die Spielmänner des TV Eiche und die Burgbläser aus Rheinbreitbach. Auf den ersten Blick nicht so wirklich spektakulär. Auf den zweiten Blick allerdings eine unfassbare Sensation. Von Swing bis Walzer war alles dabei, inklusive Filmmusik und ein  Nena-Medley.

Das Publikum war begeistert. Alles richtig gemacht. Nach der Pause und dem klassischen Teil, wurde es im zweiten Durchgang rheinisch gemütlich: „Samba im Veedel“ war angesagt. Und weil Bad Honnef ja noch ein amtierendes Siebengebirgsdreigestirn hat, zog das natürlich auch mit auf. Aber nicht nur das. Zu den Spielmänner gehören felsenfest die Stadtsoldaten. Die marschierten zu den Klängen des Rote Funken-Marsches ein und präsentierten ihre Tänze. Umjubelt. Karneval geht halt immer.

Aber eben nicht nur. Die Musiker haben recht deutlich gezeigt, dass sie auch andere Töne beherrschen. Von Nena bis Queen. Klar ist, das wird nicht das letzte Konzert dieser Art gewesen sein. Und: Der Erlös wird guten Zwecken zugeführt. Eben alles richtig gemacht. Stabführer Benny Limbach nach dem Konzert: „Wir waren überwältigt. Das Zusammenspiel mit den Burgbläsern war fantastisch. Ein großes Dankeschön an unser Publikum und alle, die uns unterstützt haben“. bö