Es war ein eher unschöner Termin, am Dienstag vor der Ratssitzung. Die Stadtverwaltung führte die Ratsmitglieder durch und um das Rathaus herum. Um einmal plastisch darzustellen, was es eigentlich bedeutet, das preisgekrönte Haus nun dringend sanieren zu müssen. Vor 33 Jahren wurde der Bau gefeiert. Der Architekt setzte sich mit seinen kühnen Vorstellungen weitestgehend durch. Die damalige Stadtverwaltung konnte nur marginale Änderungswünsche durchsetzen. Auf beiden Seiten wurden Fehler gemacht, die uns heute teuer zu stehen kommen. Das Schlimmste ist: die „Regierungen“vor Otto Neuhoff haben jahrelang tatenlos zugeschaut. Ob das Rathaus nun noch zu retten ist werden Gutachter und Statiker entscheiden müssen. Die Regenmassen die auf die riesigen Dächer prasseln werden durch viel zu dünne Abflussrohre nicht effektiv abgeführt, sie fliessen in die Tiefgarage, die mittlerweile abgestützt werden muss. Stützen stehen auch unter den Vorbauten. Feuchtigkeit überall. Ob der Prachtbau von Professor Schürmann noch zu retten ist, das steht momentan in den Sternen. Erkenntnis nach dem Rundgang: Es kommen stattliche Kosten auf die Stadt zu. bö