Dragons Rhöndorf vs. KIT SC GEQUOS 98:73 (24:22/17:17/36:15/21:19)

912 Zuschauer hatten sich am kalten Samstagabend im DragonDome eingefunden, um dem erstmaligen Duell zwischen den Dragons Rhöndorf und KIT SC GEQUOS aus Karlsruhe beizuwohnen. Vor allem ein starkes drittes Viertel sorgte am Ende für einen auch in der Höhe verdienten Erfolg der Hausherren.

Headcoach Thomas Adelt musste ohne seinen etatmäßigen Center Kevin Thomas in die Partie gehen. Der zuletzt so formstarke Innenspieler weilte aufgrund einer dringenden familiären Angelegenheit in Kananda und wurde in der Starting Five der Drachen durch Alexander Möller ersetzt. Ebenso rückte Thomas Michel für den unter der Woche angeschlagenen Yannick Kneesch in die erste Fünf der Drachen vom Menzenberg. Schon vor der Partie hatte Coach Adelt gewarnt, dass es gegen die Gequos kein einfaches Spiel werden würde und er sollte Recht behalten.

Die Mannen von Coach Harris machten früh klar, dass sie dem Favoriten Paroli bieten wollen und zeigten sich vor besonders von Downtown in guter Form und konnten mit 3:6 nach den ersten drei Minuten in Führung gehen. Als schließlich Topscorer Kameron Taylor früh mit seinem zweiten Foul belastet auf die Bank musste, wurden die Sorgenfalten auf der Stirn der Drachen-Coaches ein gutes Stück tiefer. Jetzt mussten andere in die Bresche springen und das taten sie auch. Sichere Punkte durch Alexander Möller und Thomas Michel sorgten für die erste Führung der Hausherren (9:8).

Vor allem Patrick Reusch stellte unter Beweis, dass er nach seiner Verletzung wieder zur Form der vergangenen Spielzeit gefunden hat und legte im ersten Viertel von Bank kommend 7 Punkte auf, welches die Dragons knapp mit 24:22 für sich entscheiden konnten. Auch im zweiten Viertel blieb das Foul-Pech Kameron Taylor treu, der direkt in seiner ersten Aktion sein drittes persönlich Foul kassierte und von den Trainern wieder auf die Bank zitiert wurde.

Generell war der zweite Spielabschnitt kein Beispiel für die Ästhetik der schönsten Hallensportart der Welt, denn beide Teams versuchten sich vor allem über die Defense zu definieren, was zu wenig Punkten und vielen liegengebliebenen Chancen auf beiden Seiten führte. Beim Stand von 41:39 baten die Schiedsrichter beide Teams zum Pausentee in die Kabine.

Nach der Halbzeit durfte auch Kameron Taylor endlich seine ersten Punkte verbuchen und baute gemeinsam mit Capitano Frankl-Maus die Führung der Drachen weiter aus (49:41). Als im Anschluss Gästetrainer Jaivon Harris mit seinem zweiten technischen Foul der Halle verwiesen wurde, war das Momentum klar auf die Seite der Drachen gekippt, was die Hausherren in Person von Kameron Taylor und Thomas Michel zum 59:43 zu nutzen wussten. Jetzt hatten die Dragons sprichwörtlich Feuer gefangen und legten munter von Downtown nach, was Alex Rüeck, seines Zeichens Kapitän und nun Ersatz-Headcoach beim Stand von 70:48 zur Auszeit zwang.

Mit einem deutlichen 77:54 auf der Anzeigetafel ging es in die finalen 10 Minuten des Abends. Dort setzte sich das Bild des dritten Viertels munter fort, denn die Dragons hatten jetzt weiterhin das Heft des Handelns in der Hand und diktierten klar das Geschehen auf dem Parkett des DragonDomes.

Zwar gelang es Karlsruhe immer mal wieder Nadelstiche zu setzen, aber die Antwort der Dragons ließ selten lange auf sich warten. Mit einer komfortablen Führung auf der Habenseite nutzte Coach Adelt die Möglichkeit viel zu rotieren und jedem Spieler Einsatzminuten zu verschaffen. Der Sieg der Drachen geriet, sehr zum Gefallen der Fans, nie mehr wirklich in Gefahr und mit einem Endstand von 97:73 konnte der dritte Sieg in Folge mehr als sicher verbucht werden.

Damit halten die Dragons ihre Bilanz auf heimischem Parkett makellos und gehen mit einer Serie von drei Siegen in Folge in die kommende Spitzenpartie bei den Iserlohn Kangaroos am nächsten Spieltag.

Thomas Adelt (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Das Publikum gibt uns immer viel Kraft und dafür möchte ich mich auch heute wieder bedanken. Besonders in der zweiten Halbzeit konnten wir unsere Spielweise durchsetzen und die Tiefe in unserem Kader ausnutzen. Die Mannschaft kompensiert jeden Ausfall vorbildhaft, egal ob im Training oder auf dem Spielfeld. Jetzt können wir den Rückenwind mit ins Spitzenspiel in Iserlohn nehmen.“

Rhöndorf: Frankl-Maus (16/1-3er), Taylor (16/2, 7 Rebounds, 8 Assists),  Blass (8/1), Vermum (0), Kneesch (11/1), Möller (9/1), Koschade (0), Michel (15/3), Elksnis (2), Reusch (18/2), Geretzki (3/1)

Karlsruhe: Rüeck (1), Schmitz (9/1-3er), Kaufhold (7/1), Maisel (0), Davis (2), Sadeddine (0), Black (10), Rothenberg (10), Drezga (20/5), Wellian (14/2).ds