Dragons unterliegen im Saisonfinale

Dragons Rhöndorf vs. Weißenhorn Youngstars 71:80 (22:13/12:22/13:24/24:21)
Hängende Köpfe im DragonDome. Vor den Augen von 1100 Zuschauern unterliegen die Dragons Rhöndorf nach großem Kampf den Weißenhorn Youngstars mit 71:80 und müssen aufgrund der eigenen Leistung und der Ergebnisse aus den Parallelspielen erstmals in der Vereinsgeschichte in die Playdowns der ProB.

Auch ohne die mitgereisten Leistungsträger Ferner, Rohwer und Krämer gaben die Youngstars den Drachen vom Tip-Off weg einiges zu denken auf, denn aus einer aggressiven Defense heraus, suchten die Korbjäger von Coach Jansson immer wieder konsequent den Weg zum Brett und lagen folgerichtig früh mit 4:7 in Front. Vor allem Marvin Omuvwie konnte in der Anfangsphase nachhaltig auf sich aufmerksam machen und konnte nach 5 Minuten bereits 6 Punkte, 2 Rebounds und einen Block auf seinem Konto verbuchen. Die Drachen brauchten einige Zeit, um in einem intensiv geführten ersten Viertel auf Betriebstemperatur zu kommen, konnten aber durch einen erfolgreichen Distanzwurf von Yannick Kneesch erstmals in Führung gehen (14:11).

Und wenn es einmal läuft, dann läuft es halt, denn bis zum Viertelende bauten die Drachen ihre Führung auf 22:13 aus. Aber wie das mit Läufen im Basketball eben so ist, sie sind immer irgendwann vorbei und mit dem Start ins zweite Viertel sollte sich diese Basketball-Weisheit wieder einmal bewahrheiten. Wie bereits im ersten Viertel erwischten die Youngstars den besseren Start und zwangen Headcoach Matthias Sonnenschein beim Stand von 24:22 zur ersten Auszeit des Abends. Doch auch nach dem Timeout änderte sich am Bild auf dem Spielfeld wenig. Mit konsequenter Arbeit am offensiven Brett verschafften sich die Gäste immer wieder wichtige zweite Wurfchancen deuteten von jenseits der 6,75 Meter-Linie ihr Potential mehr als nur an.

Bis zum Pausentee beim Stand von 34:35 konnten die Youngstars bereits starke 26 Rebounds einsammeln, während die Dragons ihrerseits nur 11 gepflückte Abpraller in der Statistik vermerken konnten. Wie schon die erste Halbzeit, war auch der Beginn der zweiten Hälfte nichts für schwache Nerven und sorgte bei den Fans für eine emotionale Achterbahnfahrt der Marke „Nervenkitzel pur“. Erst Mitte des Spielabschnitts gelang es den Youngstars, angeführt von Guard Marcell Pongo, sich eine etwas komfortablere Führung von 42:49 zu erarbeiten, die von der Freiwurflinie weiter ausgebaut werden konnte (42:51).

Doch der Drops war noch lange nicht gelutscht, denn angepeitscht von den 1100 Fans warfen die Drachen immer wieder ihr ganzes Kämpferherz in die Waagschale und verkürzten auf 47:53. Doch während die Drachen von der Freiwurflinie vermehrt Nerven zeigten, nutzen die Korbjäger aus Weißenhorn jede sich bietende Chance nahezu eiskalt aus und bauten ihre Führung vor dem finalen Viertel auf 47:59 aus. Wer jedoch bereits schon das Wort Vorentscheidung auf den Lippen hatte, der sollte sich getäuscht sehen. Unter lautstarkem Jubel gelang es Thomas Michel den Rückstand auf 56:59 zu verkürzen und den Hoffnungsfunken auf den Sieg zurück in den DragonDome zu bringen.

Letztlich war es an Routinier Nils Mittmann die Rolle des Spielverderbers zu übernehmen und seine Farben wieder mit mit 61:68 in Front zu bringen, ehe Marcell Pongo zum vorentscheidenden 61:71 nachlegen konnte. Es folgte ein Bild mit Symbolcharakter an diesem Abend: Nach zwei verworfenen Freiwürfen gehen die Youngstars in Person von Nils Mittmann wesentlich zielstrebiger zum Korb und erkämpfen sich nach dem Offensiv-Rebound zwei weitere Freiwürfe, die der Routinier beide sicher im Korb unterbringt. Letztlich schafften es die Youngstars den verdienten 71:80-Sieg über die Runden zu bringen und die Dragons an diesem Abend ins Tal der Tränen zu stürzen.

Mit den zeitgleichen Erfolgen der TG s.Oliver Würzburg, der Licher BasketBären und der FRAPORT SKYLINERS Juniors rutschten die Dragons in der Saison-Endabrechnung deutlich aus den Playoff-Plätzen und müssen jetzt ab dem 18. März erstmals in die Playdowns der ProB.

Matthias Sonnenschein (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir müssen uns jetzt mit der Situation auseinandersetzen. Das war ein ganz bitterer Abend für uns alle und nun müssen wir ab Dienstag die Jungs wieder aufrichten und den Fokus auf die Playdowns richten. Es gibt 6 Spiele, bei denen es jetzt um alles geht und wir müssen als Mannschaft nun trotz des Nackenschlags zusammenstehen und die Aufgaben angehen.“

Daniel Jansson (Headcoach Weißenhorn Youngstars): „Obwohl einige Leistungsträger gefehlt haben, kann ich vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen. Wir haben es geschafft konsequent unseren Gameplan durchzusetzen und können nun viel Schwung in die Playoffs mitnehmen. Den Dragons wünsche ich viel Erfolg in den Playdowns. “ ds

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