Es war eine Kulisse wie zu besten Bundesliga-Zeiten! Zum Topduell der ProB platzte der DragonDome unter dem Motto „Bad Honnef brennt.“ aus allen Nähten und war mit 1.500 Fans bis unters Dach gefüllt. Trotz der Ausfälle von Anton Geretzki und Capitano Viktor Frankl-Maus boten die Drachen einen aufopferungsvollen Kampf, mussten am Ende des Tages aber die sportliche Überlegenheit des Tabellenführers aus dem Landkreis Neu-Ulm anerkennen.

Neben den verletzten Anton Geretzki und Yannick Kneesch musste Headcoach Thomas Adelt zum Spitzenspiel auch auf seinen Mannschaftskapitän Viktor Frankl-Maus verzichten, der aufgrund eines grippalen Infekts zum Zuschauen verdammt war. An seiner Stelle übernahm Patrick Reusch den Platz des Starting Point Guards und mit David Falkenstein rückte ein weiterer Doppellizenzspieler aus dem Bonn/Rhöndorfer Programm in den Drachen-Kader auf.

Beide Mannschaften zeigten sich vom Sprungball weg in Playoff-Verfassung und entsprechend ging es auf beiden Seiten des Feldes mit viel Intensität und Leidenschaft zur Sache. Den etwas besseren Start erwischten dabei die Hausherren, die Gästetrainer Jerkic beim Stand von 5:2 zur ersten Auszeit des Abends zwangen. Auch ohne ihre verletzten Teamkameraden brannten die Dragons unter dem Jubel ihrer Fans ein wahres Feuerwerk im ersten Spielabschnitt ab und sorgten mit einem spektakulären Dunk durch Kameron Taylor auch direkt für das erste Highlight des Spiels.

Trotzdem zeigte der Tabellenführer aus dem Landkreis Neu-Ulm die reifere Spielanlage und konnte vor allem Dank der Treffsicherheit von Downtown mit einer 24:29-Führung ins zweite Viertel starten. Und was schon im ersten Viertel funktioniert hat, sollte auch im folgenden Quarter eine gute Strategie sein und so sorgte Routinier Marin Petric mit seinem 3er für die erste zweistellige Führung des Tabellenführers im DragonDome (24:35). Die Drachen ließen dagegen viele Chancen liegen und zwangen ihre Fans dazu ihre Beinmuskulatur mehr zu beanspruchen als gedacht, denn es sollten ganze fünf Minuten ins Land ziehen ehe Center Alexander Möller von der Freiwurflinie wieder Drachen-Punkte aufs Scoreboard bringen sollte (25:39). Trotz großem Kampf, der immer wieder mit viel Beifall honoriert wurde mussten die Dragons in der ersten Halbzeit die abgezockte Spielweise der Gäste neidlos anerkennen und mit einem 37:48 den Gang in die Kabine antreten.

Das erste Glanzlicht des dritten Viertels setzte Highlyer Brian Butler, der via Alley Opp den Dragons-Korp einem Härtetest unterzog, ehe Kameron Taylor auf der Gegenseite kontern konnte (40:54). Während die Hausherren mit ihren Chancern haderten, agierten die Gäste eines Tabellenführers würdig und bestraften jeden Fehler auf dem Fuße, was Headcoach Thomas Adelt keine andere Chance ließ, als seine Mannen beim Stand von 42:61 zur Auszeit auf die Bank zu bitten. Die Aussprache verfehlte ihre Wirkung nicht und sorgte nach einem 5:0-Lauf für wieder aufkeimende Hoffnung im DragonDome, die Valentin Blass mit einem sicheren Korbleger weiter befeuerte (49:61).

Ein technisches Foul gegen den Coach der Dragons ließ das Momentum jedoch wieder auf Elchinger Seite ausschlagen, was zu einem ernüchternden Punktestand von 52:71 zu Beginn des finalen Viertels führte. Auch in den letzten 10 Minuten des Abends mussten die Drachen tief in die Tasche greifen und satt Lehrgeld bezahlen, denn immer wenn es zählte zeigten die scanplus baskets ihre gesamte Klasse und konnten beim Stand von 52:77 den sicheren Sieg im Spitzenspiel bereits verbuchen, zu groß waren an diesem Abend die spielerischen Unterschiede zwischen beiden Teams auf dem Parkett. Egal ob Marin Petric oder Hayden Lescault, immer wieder zeigten die mit allen Wassern gewaschenen Basketballer aus Neu-Ulm ihre Routine gepaart mit individueller Qualität und schraubten ihre Führung weiter munter in die Höhe (56:86).

Mit einem Endstand von 69:92 mussten die Dragons an diesem Abend die absolute Überlegenheit der Gäste aus Elchingen anerkennen und haben im finalen Saisonspiel in Karlsruhe nochmals die Chance mit einem Erfolgserlebnis in die bald beginnenden Playoffs zu gehen. ds