Meine sehr verehrten Damen und Herren, in den Sommermonaten/Sommerferien werden alle Zeitungen und Zeitschriften extrem dünn. Weltweit. Das liegt an der Urlaubszeit, das liegt an mangelnden Themen, und das liegt natürlich daran, dass Redakteure auch einmal für ein paar Tage den Schreibtisch gegen den Strand eintauschen wollen/müssen.

Pausen/Ferien sind ja quasi gesetzlich vorgeschrieben. Zumindest für Angestellte und Beamte. Kreative, selbstständige Menschen, und dazu zähle ich auch Redakteure oder Grafiker, brauchen unbedingt schöpferische Pausen. Wir, unser Grafiker Ralf Kolmsee und ich, haben in den vergangenen 18 Jahren keine Sommerpause gemacht. Die HWZ erschien immer, auch im Sommer, in vollem Umfang. Und das war verdammt schwer.

Lange Rede, kurzer Sinn: In diesem Sommer werden wir unser Blatt auf 4 Seiten zusammen schrumpfen. Ohne natürlich das wichtigste für Zeitungen zu vergessen: Die Anzeigen, ohne die kein Medium überlebensfähig wäre. Auch wir nicht. Unseren Kolumnisten Franziska Lachnit, Helge Kirscht und Torsten Müller haben wir frei gegeben. Zum Kraft tanken. Um die HWZ trotz schmalerem Umfang interessant für Sie zu machen, werden wir exklusiv aus Politik, Verwaltung und Unternehmerschaft berichten.

Mit Interviews und spannenden Portraits. Immer aktuell dabei sind wir natürlich auf unserer Internetseite: diebadhonnefer.de. Weltweit. Auch in Ihrem Urlaubsort. Klicken Sie immer mal wieder rein, um ihrer Heimat auch im Urlaub ganz nahe zu sein. Habe ich etwas vergessen? Ich denke, nicht wirklich. Alle werden Verständnis für unseren Plan haben. Und: Nicht nur in der Verwaltung oder im Einzelhandel muss gespart werden.

Auch bei uns im Zeitungsgeschäft. Rat und Verwaltung haben Sommerpause. Wir auch. Trotzdem werden wir mit all unseren Mitteln den Einzelhandel in unserer Stadt auch im Sommerloch unterstützen. Dabei helfen natürlich auch Anzeigen. Nur mal so am Rande erwähnt. Zum Glück sickern im Sommerloch, wenn auch spärlich, Meldungen zu uns durch: Der Uhlhof ist endlich verkauft worden. Eine Sensation. Nächste Sensation: Ein Weltkonzern interessiert sich für das Inselcafé. Mehr darf ich dazu noch nicht sagen.

Keine Neuigkeiten von meinen Kindern. Sommerloch eben auch in Düsseldorf und Berlin. Noch sieben Wochen bis zum Start der Bundesliga. Doch etwas: Mein Sohn hat einem Fachmagazin (W&V) ein Interview gegeben. Und die Kollegen schreiben über ihn: „Phillip Böndel ist Geschäftsführer Beratung Digital bei der Werbeagentur Butter. Gebürtiger Kölner und emotional bis unter die Bartspitzen. Während dem Studium als Online PR- & Social Media Berater für Deutschlands bekannteste Rapper (u.a. Kool Savas, Eko Fresh, AZAD, Farid Bang) auf Tournee, dann bei Butter gelandet und innerhalb von vier Jahren in die Geschäftsführung aufgestiegen.

Heute leidenschaftlicher Digitaler und noch leidenschaftlicherer Golfer. Oder andersrum. Aber ganz sicher immer noch alle 14 Tage beim #effzeh im Stadion“. Eben die Geschichte mit dem „Apfel und dem Stamm“. Ich habe Phillip schon im Kinderwagen zum „effzeh“ geschoben. Ob er nun wollte oder nicht. Allerseits ein schönes Wochenende. Natürlich beim „Diner en blanc“ im Reitersdorfer Park. Oder eben im Sommerloch. Viel Vergnügen dabei. Wo auch immer.