STEIN TVETEN MOTORSPORT: Ausrutscher auf regennasser Strecke

Mit dem 3h-Rennen „Schwedenkreuz“, dem achten Wertungslauf zur RCN Rundstrecken-Challenge, ging die Saison 2018 auf dem Nürburgring zu Ende. Mit zwei BMW 325i E90 am Start war auch Stein Tveten mit seinem in Bad Honnef beheimateten Team. „In dieser Saison sind wir leider nur sehr sporadisch an den Start gegangen, da das Re-Branding aller meiner geschäftlichen Aktivitäten in Deutschland und Skandinavien Vorrang und volle Konzentration erforderte. So wurde auch aus aesthetic racing ‚Stein Tveten Motorsport‘.“

Trotz nur gelegentlicher Einsätze in diesem Jahr konnte der Teamchef in der mit 19 Teilnehmern wieder einmal am stärksten besetzten Klasse der seriennahen Fahrzeuge bis 2.500 ccm Hubraum direkt eine erste Duftmarke setzen: Trainingsbestzeit! Auf feuchter Strecke mit relativ abgefahrenen Regenreifen ließ er sowohl seinen norwegischen Landsmann Oskar Sandberg als auch die bereits als Meister festehenden Matthias Unger/Christopher Rink hinter sich. Auf Startplatz vier folgte dann schon der zweite BMW des Teams mit den Brüdern German und Sebastian Tauber. „Ich fahre gerne bei Nässe, dann ist die Nordschleife eine noch größere Herausforderung“, so Tveten.

Bis zum Rennstart am frühen Nachmittag war die Strecke dann aber abgetrocknet und alle zu Rate gezogenen Wetter-Apps meldeten keine weiteren Niederschläge, so dass das gesamte Feld auf profillosen Slicks an den Start ging. Ganz wie von den Taktikern im Team vorgegeben hielt sich Tveten am Start zurück und musste nicht nur Sandberg, sondern auch noch Unger, seinen Teamkollegen und dem Sorg-BMW den Vortritt lassen.

Schon nach vier Runden aber zeigte der für seine Wetterkapriolen berüchtigte Nürburgring wieder einmal, dass die richtige Wetter-App für sein Territorium erst noch erfunden werden muss: Regen setzte ein, zunächst sehr zaghaft, dann aber immer stärker. Wie fast alle Teilnehmer wechselten auch die Brüder Tauber nach fünf Runden auf Regenreifen. Nur äußerst wenige blieben auf Slicks draußen, darunter auch Tveten: „Anfangs waren weite Teile der Strecke noch trocken und in den nassen Passagen verlor ich dank der „Code 60“-Zonen kaum Zeit!“ In der Tat konnte Tveten, ohne Boxenstopp in seiner Klasse in Führung,  seinen Vorsprung sogar noch weiter auf über drei Minuten ausbauen.

Leider funktionierte vom Beginn des Rennens an die Mobilfunk-Verbindung nicht. So konnte die Boxen-Crew ihren Teamchef entgegen aller Überzeugung nicht zum Reifenwechsel an die Box rufen. Und es kam, wie es kommen musste. Bei immer stärkerem Regen verlor Tveten in der Anfahrt auf die Adenauer Brücke die Kontrolle über das Fahrzeug und crashte. Zurück an der Box haderte er mit seiner Entscheidung, nicht auf Regenreifen gewechselt zu haben: „Ich ärgere mich selbst am meisten, aber ohne Verbindung zur Box und daher ohne Wissen über den Stand des Rennens wollte ich den Tankstopp möglichst lange hinauszögern, um zum Schluss nur die Minimalzeit an der Box stehen zu müssen. Heute waren echt unsere Bedingungen und wir hätten mehr aus der Situation machen können, wenn nicht sogar müssen!“ hjk