Vor 10 Jahren hatten die Städte Königswinter und Bad Honnef begonnen, das Netzwerk „Frühe Hilfen im Siebengebirge“ aufzubauen. Seitdem ist es stetig gewachsen und die Angebote haben sich vervielfältigt: Werdende Eltern und Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren profitieren von den niederschwellig zugänglichen Hilfen der Jugendämter, Ärzte, Therapeuten, Hebammen, Pädagogen und anderen Berufsgruppen. Die Unterstützung reicht vom Beratungsgespräch bis hin zu umfassenden Betreuungen.

Zur Geburtstagfeier im Bad Honnefer Cura Krankenhaus war Bürgermeister der Stadt Königswinter Peter Wirtz (l.) gekommen und gratulierte. Julian Schimkowski, Fachdienstleiter des Bad Honnefer Jugendamts, dankte für das Engagement aller und für die Vorbereitung der Zusammenkunft. Dass die Frühen Hilfen im Jugendhilfeplan festgeschrieben sind, erklärte Dr. Gabriele Clooth-Hoffmeister, Ratsmitglied und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadt Bad Honnef. Sie sagte: „Als präventive Maßnahme sind sie eine Supersache.“ Die feurigste Geburtstagsansprache hielt Anette Theisen, leitende Ärztin der Geburtsstation im Bad Honnefer Krankenhaus: Familien seien nicht mehr das ein und alles der Frauen. Weil es keine Großfamilien mehr gibt und die Frauen sich im Beruf orientieren müssen, brauchen sie Anlaufpunkte. Sie sagte: „Die Frühen Hilfen sind so modern wie noch nie, sie werden immer moderner werden.“

Im Eingangsbereich des Krankenhauses präsentierten sich die vielen Netzwerkpartner bei einem Markt der Möglichkeiten. Marte-Meo-Angebote in Eltern-Kind-Cafés, Schwangerschaftsberatung im Familienzentrum und im örtlichen Krankenhaus oder Frühförderung im Familienzentrum sind feste Bestandteile der Frühen Hilfen geworden. Der Besuchsdienst für junge Mütter und Väter im Krankenhaus ist ein wichtiger Baustein. Das Impulsreferat zur Geburtstagsfeier von Alexander Mavroudis, LVR-Landesjugendamt Rheinland, mit dem Titel „Gemeinsam mehr erreichen – lebendige Netzwerkkultur in den Frühen Hilfen“ bestätigte die Akteurinnen und Akteure in ihrer Arbeit. Der weitere Abend wurde ausgiebig genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich weiter zu vernetzen.

Fazit der Geburtstagsfeier ist, dass ein für Eltern und Kinder hilfreicher Weg eingeschlagen wurde. So individuell wie die Familien sind, können Hilfsangebote vermittelt werden. Ziel des Netzwerkes der Frühen Hilfen im Siebengebirge ist es, dass die Kinder in der Region gesund aufwachsen. Die Voraussetzungen sind Dank der Kooperationen und dem Herzblut, das alle ins Netzwerk investieren, gut.

Weitergehende Informationen gibt es auf www.fruehehilfen.de .

Fragen beantworten die Koordinationsstellen der Jugendämter Königswinter (Ute Berledt-Dörr, Telefon 02244/889-5318, ute.berledt-doerr@koenigswinter.de ) und Bad Honnef (Marion Kramer, Telefon 02224/184-271, marion.kramer@bad-honnef.de ).