Teilnehmende der Bad Honnefer Bürgerwerkstatt Inklusion zum Thema Seniorinnen und Senioren – v. l. n. r.: Ratsmitglied Michael Lingenthal, Karin Horn (kfd), Erika Eschenauer-Feldmann (Hohenhonnef GmbH), Ratsmitglied Annette Stegger, Beauftragte für Menschen mit Behinderung und Senioren Iris Schwarz, Ursula Voll (Vorsitz kfd) und Nina Knieps (Hohenhonnef GmbH)

Mehr dauerhafte soziale Teilhabe in allen Lebensbereichen auch für ältere Menschen in Bad Honnef – darum ging es bei der fünften Bürgerwerkstatt Inklusion im Rathaus der Stadt Bad Honnef. Eingeladen hatte die Beauftragte der Stadt Bad Honnef für Menschen mit Behinderung Iris Schwarz. Beteiligen konnten sich wieder alle Bürgerinnen und Bürger.

Die Bestandsaufnahme zeigte, dass im Stadtgebiet Bad Honnef eine solide Basis mit Angeboten in allen Lebensbereichen für Seniorinnen und Senioren vorhanden ist: Gewerbliche Senioreneinrichtungen, Angebote freier und karitativer Träger, zwei städtische barrierefreie Seniorentreffs, Freiwilligenagentur zur Vermittlung von ehrenamtlicher Hilfe, ehrenamtliche Fahrdienste (beispielsweise für den Kirchen- oder Friedhofsbesuch), Zwar-Gruppe (zwischen Arbeit und Ruhestand), Seniorenorganisationen im politischen Raum und eine städtische Seniorenbeauftragte. In Bad Honnef fehlt allerdings ein Tagespflegeangebot.

Um dem demographischen Wandel durch den Anstieg des Anteils älterer Menschen an der Einwohnerzahl angemessen zu begegnen, müssen diese Basis und die Angebotspalette weiter ausgebaut werden.

Ganz oben auf der von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erstellten Liste für eine senioren- und behindertengerechte Stadt stand die Sicherung der täglichen Vollversorgung, damit auch diejenigen, die kein Auto (mehr) fahren und ohne Fahrgelegenheit sind, ihren täglichen Bedarf an Lebensmitteln decken können. Wunsch der anwesenden Bürger und Bürgerinnen war, das Aqua-Gymnastikangebot in Bad Honnef, dessen weiterer Betrieb in Frage steht, zu sichern. Bezahlbare und barrierefreie Seniorenwohnungen sowie Mehrgenerationenhäuser sind gute Voraussetzungen, um die Lebensqualität Älterer zu stärken.

Weitere Punkte waren: Einrichtung einer Seniorenvertretung, Aktivierung von Seniorinnen und Senioren zur Übernahme von ehrenamtlichen Aufgaben, ein Informationsbrief für Seniorinnen und Senioren sowie Neubürger und Neubürgerinnen im Seniorenalter mit den vorhandenen Angeboten, Öffentlichkeitsarbeit zu Seniorenfragen, generationsübergreifende Begegnungsmöglichkeiten, Ausbau von Fahrdiensten. Ältere Menschen, insbesondere mit körperlichen Einschränkungen oder Behinderungen, wünschen sich mehr Unterstützung und Service bei der Erledigung von Bankgeschäften. In der Bürgerwerkstatt zum Thema Städtebau war bereits erfasst worden, dass Straßen- und Gehwegbeläge verlegt werden sollten, die für Seniorinnen und Senioren geeignet sind. Kopfsteinpflaster sollte mit Lauflinien untergliedert sein.

Die nächste und letzte Bürgerwerkstatt Inklusion findet am Dienstag, den 13.12.2016 von 19:00 bis 21:00 Uhr im Rathaus der Stadt Bad Honnef, Rathausplatz 1, zum Thema „Inklusion als Gesamtaufgabe“ statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. cp