Im Bad Honnefer Rathausfoyer fand wieder einmal die Versteigerung von Fundsachen statt. Fundsachen, die nicht abgeholt wurden und damit in das Eigentum der Stadt Bad Honnef übergegangen sind, warteten auf Schnäppchenjägerinnen oder -jäger. Ute Krist vom Bad Honnefer Fundbüro hatte auch Schmuck, Kleidung, Fahrräder oder elektronische Kleinteile im Angebot. Sogar ein Hörgerät gab es und wie so oft stellt sich die Frage: Warum hat niemand deswegen Kontakt mit dem Fundbüro aufgenommen?

 Udo Krahe von der Stadt Bad Honnef nahm die Gebote entgegen und führte wie immer konzentriert und mit Humor durch die Versteigerung.  Zu Beginn erläuterte er: „ Wenn das ersteigerte Fahrrad nicht funktioniert, kann man sich bei niemanden beschweren, auch nicht bei mir. Alles, was hier ersteigt wird, ist von Reklamationen ausgeschlossen.“ Bezahlt werden musste sofort, und zwar in bar. Ein Fahrradrahmen und ein Handkarren waren der Renner und die Gebote wurden immer höher.

Ein Kruzifix, das allerdings beschädigt war, fand für wenig Geld doch noch einen Liebhaber. Um das Publikum zum Kauf zu überreden, gab Udo Krahe manch guten Ratschlag: „Das sind Ohrringe, Kreolen vergoldet, etwas beschädigt und das Gold blättert ab – das ist was für Karneval.“ Die Fahrräder waren wieder begehrt. Die, die nicht versteigert werden konnten und allzu sehr beschädigt sind, werden an die Fahrradwerkstatt übergeben, in der ehrenamtlich Tätige Fahrräder für Flüchtlinge und Bedürftige Instand setzen. Der Rest wird bei der nächsten Versteigerung angeboten. cp

Foto: Vor der Versteigerung im Bad Honnefer Rathausfoyer die fleißigen Organisatorinnen und Organisator von der Stadt Bad Honnef – v. l.: Ute Krist (Fundbüro der Stadt Bad Honnef), Janine Brodeßer, Michelle Königs und Udo Krahe