Fußball-WM 2018

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 Was unser verehrter Chefredakteur und Verleger schreiben kann, kann ich gelegentlich auch – nur anders: In diesem Fall über Fußball. Die blamable Pein für unsere Nation liegt nun lange genug zurück, und die verletzen schwarz-rot-goldenen Herzen sollten halbwegs wiederhergestellt sein. Jetzt gilt es, die Sympathien gleichmäßig zu verteilen. Ich halte und schreie ausschließlich für europäische Mannschaften.

1. Achtelfinale also Frankreich – Hurra! 2. Achtelfinale für Portugal – Oh je! Und dann kam das erste Dilemma: Spanien gegen Russland. Hierbei schlug mein vernarbtes Herz eindeutig für den Gastgeber. Der hat die Fans aber extrem auf die Folter gespannt. Verschlafen geht diese Elf in die erste Halbzeit, kassiert das erste Tor und wacht erst richtig auf, als sie mit einem Strafstoß den Ausgleich erzielt.

Dann wurde diese Partie spannend wie ein Flitzebogengefecht. Und am Ende habe ich gejubelt, als wären die Schwarz-Rot-Goldenen noch im Spiel! Irgendwohin muss man sein Herz ja hängen. Nächster Zwiespalt: Kroatien versus Dänemark. Die rot-weiß Karierten haben sich bisher in guter Verfassung gezeigt. Während die rot-weiß Gekreuzten eher mein Herzensfavorit sind – den Familienurlauben und unserem ehemaligen Bambini-Trainer geschuldet. Ich kann es nicht ertragen und ziehe vorzeitig die Bettdecke über den Kopf … Letztendlich weine ich Tränen.

Die der Trauer für Dänemark und die der Freude für Kroatien. Nächstes Spiel steht unter dem Motto: Immer gegen den Favoriten! – Pech! Brasilien weist Mexiko in die Schranken. Dann spielt mein heimlicher Star Belgien (eine passende Blumenkette habe ich ja schon!) gegen die Ameisenarmee Japans. Wäre deren Torwart weniger Ameise und mehr Bär, hätten die Belgier alt ausgesehen. Glück gehabt – in letzter Minute! Und heute? Dienstag, 3. Juli 2018. Schweden und England jubeln! – und ich auch. Aber wer das liest, kennt bereits die Fortsetzung. Franziska Lachnit (2018)