Kultur, meine sehr geehrten Damen und Herren, Kultur ist entbehrlich; gerade in unserem heutigen, elektronischen Zeitalter. Wobei, letztens ist mir doch nochmal der Unterschied zwischen passivem Bildschirmkonsum, wie z.B. beim Fernsehen, und dem aktiven Mitmischen im digitalen Geschehen, wie z.B. bei Facebook, vor Augen geführt worden. Ausgangspunkt war der Post eines befreundeten Musikers, die von mir bereits erwähnte Rede Wladimir P.‘s vor dem deutschen Bundestag vom 25.09.2001 (lohnt sich).

Daraufhin entspann sich im Netz eine ausschweifende Diskussion, in der eine Freundin irgendwann den Begriff des Whataboutism in den Raum warf. Da ich ja neugieriger bin als meine beiden Katzenkinder zusammen, zog ich mein Wiki heran und weiß jetzt, dass es sich um einen Begriff aus der Zeit des Kalten Krieges handelt, eine angebliche Propagandataktik des Ostblocks, eine Anschuldigung oder schwierige Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten; Eltern kleiner Kinder wissen, wovon ich rede.

Auf jeden Fall führte unsere anschließende Diskussion über die dunklen Seiten von Wikipedia, Mars, Raider und Twix bis hin zu Einsteins Mondparadoxon – Herrlich, lange nicht mehr so intelligent geblödelt. Kann ja doch manchmal zur kulturellen Bildung beitragen, das Netz – wenn man nur will. Bis nächste Woche also, hören Sie wohl.