Foto: Die Fahne von Terre des Femmes wird hochgehalten, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen.

Am 25. November ist der internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Um im Sinne des Gedenktages ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, trafen sich im Bad Honnefer Rathaus Gleichstellungsbeauftrage Iris Schwarz und eine Abordnung des Frauenforums Bad Honnef mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern wie Bürgermeister Otto Neuhoff, Erste Beigeordnete Cigdem Bern, Mitgliedern des Stadtrates und Verwaltungsmitarbeitende.

Sie alle präsentierten die Flagge von TERRE DES FEMMES mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt!“, die jedes Jahr am 25. November in vielen Städten und Gemeinden gehisst wird. Um über das Thema Gewalt gegen Frauen aufzuklären, gibt es im Rathaus der Stadt Bad Honnef, Rathausplatz 1, vom 20. November bis einschließlich 1. Dezember 2017 einen Informationsstand.

Zum Frauenforum Bad Honnef gehören Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd), der Frauen-Union, von Amnesty International, des Frauenzentrums Bad Honnef, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und von Hauptsache Familie – Bündnis für Bad Honnef.

Dass alle Frauen und Mädchen selbstbestimmt, frei und ohne Gewalt leben ist nach wie vor eine Wunschvorstellung. Die Realität sieht anders aus: Laut der veröffentlichten Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA) aus dem Jahre 2015 sind mehr als 80 Prozent der Stalking-Opfer Frauen und fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem aktuellen oder ehemaligen Partner getötet. Alarmierend ist auch das Ausmaß an Grenzüberschreitungen und Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Internet.

Das konsequente Engagement gegen Gewalt an Frauen stößt positive politische und gesellschaftliche Entwicklungen an. Das Sexualstrafrecht wurde reformiert und der Stalking-Paragraf zugunsten der Opfer geändert. Die #MeToo-Debatte sorgt für weltweites Aufsehen und hat Folgen für vermeintliche Täter. Das Tabu über Gewalt an Frauen zu diskutieren, besteht trotzdem weiterhin. Aufklärungsarbeit ist notwendig, damit Frauen, die Gewalt erlebt haben, strafrechtlich relevante Taten angstfrei anzeigen können und kompromisslos Hilfe und Unterstützung erhalten.

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Miarabal-Schwestern gilt heute als Symbol für Frauen weltweit, damit alle Frauen die Kraft finden, gegen jegliches Unrecht einzutreten. cp