Halteverbotsparkplätze in Bad Honnef

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1809
Zweite Halbzeit im Vierkotten

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich muss Ihnen noch eine Zahl nachliefern, die ich in der letzten Ausgabe nicht parat hatte: 13.077!

Wir hatten erarbeitet, dass sich 1805 450 Häuser in Bad Honnef befunden hatten, 1905 waren es dann schon 1.500 und heute eben 13.077. So viel zur lahmenden Stadtentwicklung. Schlendern Sie mal hoch zum Drachenfels und blicken herab auf die Stadt. Da sehen Sie kaum Häuser, fast nur Grün. Bäume und Parks. Bauland eben. Scherz beiseite.

Es weihnachtet mal wieder ganz heftig. All über all, nur nicht in der kaiserslosen Innenstadt. Unsere Einzelhändler dort sind ganz und gar nicht zufrieden mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft. Is klar, woll? Seit dem ich nicht mehr rauche, muss ich nicht stündlich zum Eimermacher ins Halteverbot vor seiner Tür. Ich muss auf dem Rückweg nicht mehr beim Eschi auf 20 Kölsch vorbei, und ich muss mir keine warmen Jacken mehr beim Intersport holen, um vor der Tür heimlich zu rauchen. Sie wissen, was ich meine. Multiplizieren sie mich beispielsweise mal mit 1.000, dann ist leicht zu erahnen, wie viel Umsatz der Innenstadt Tag für Tag entgeht.

Aber es geht ja immer wigger: Da ich nicht in die Innenstadt kommen kann, weil es dort überhaupt keine Halteverbotsparkplätze mehr gibt, entgehen der Stadt Knöllcheneinnahmen in schier ungeahnter Höhe. Und nun die obligatorischen 500 Euro jährlich kurz mal wieder mit 1.000 multiplizieren, oder gar mit 2.000…Mir ist trotzdem weihnachtlich zumute. Gestern habe ich mir eine Kerze gekauft. In Köln. Da gibt es noch coole Halteverbotszonen. Und nun den Blick nach unten. Richtig! Unsere geliebten Stadtpolitiker vorher und nachher. Erkennen Sie den Unterschied? Nein?

Ich sag´s: Im Ratssaal trinken die Herrschaften Wasser. Mein türkischer Freund Hakan würde jetzt sagen: „Ich schwöre“. Is klar: Beim Eschi trinken sie dann Wein. Kein Bier. Wein! Halleluhjaaaa. Luja sog i. Egal. Seitdem es nach den Ratssitzungen eine zweite Halbzeit im Vierkotten gibt, sind die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Verwaltung-Presse-und Ratsmenschen deutlich kuscheliger geworden. Ich habe mich beispielsweise nach der letzten Ratssitzung wieder ganz heftig in Hansjörg Tamoj, Klaus Wegner und Guido Leiwig verliebt. Das geht schwuppdiwupp, beim Weine. Prost zusammen…

Letzte Ratssitzung 2016.Isek auf den Weg gebracht.