Das deutsche Team von Hand in Hand for a better life: Von links:  Steffen Klinzmann (Telekommunikation), Dr. Ulrich Schmitz (Gesundheit/Hygiene), Peter Hurrelmann (Projektleiter Deutschland), Manuela Bertram (Patenschaften), Christian Bertram (Wasserversorgung), John-Paul Jjumba (Hausgeistlicher am KSI und Berater im Projekt), Gabor Pribil (Energie), Katja Hurrelmann (Einkauf, Logistik), Kathleen Braun (Marketing), Melanie Eimermacher (Bildung / Weiterbildung), sowie zwei weitere, die sich um Finanzen und rechtliche Angelegenheiten kümmern, die aber heute nicht dabei sein können.

Es war so eine Art Liebe auf den ersten Blick in Facebook. Denn dort wurden die Weltkinderhilfe aus Bad Honnef und das Projekt „Hand in Hand for a better life“ aufeinander aufmerksam. Die Stiftung „aktion weltkinderhilfe“ aus Bad Honnef hilft Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ein Leben in Unabhängigkeit und Selbständigkeit zu führen. Und ausgerechnet Menschen aus Bad Honnef helfen mit und bauen für Kinder in Uganda eine Schule. Schnell kam man zusammen und tauschte sich aus. Seit 2007 ist das Projekt „Hand in Hand for a better life“ dabei, ein kleines Dorf namens Kasambya mit 600 Bewohnern mitten in Uganda aus der Armut in die ökonomische Unabhängigkeit zu begleiten. Dabei betrachten sie alle Lebensbereiche. Am Anfang stand die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, gefolgt von der Entwicklung und Förderung des Gesundheitswesens mit einer Krankenstation, ärztlichen Konsultationen, der Ausstattung mit Moskitonetzen. Zwei Gesundheitshelfer wurden ausgebildet, die turnusmäßig alle Bewohner besuchen und sie über gesunde Ernährung, Hygiene und Familienplanung beraten und im Notfall können sie auch erste Hilfe leisten. Ohne Wissen gibt es keinen Fortschritt.

Daher stand, nachdem Trinkwasser und Gesundheit gesichert waren, die Bildung und Fortbildung von Kindern und Erwachsenen im Fokus. Die Erwachsenen wurden in den letzten Jahren intensiv unter anderem in landwirtschaftlicher Produktion geschult und wissen heute, wie sie zum Beispiel mit ihren Äckern zum Beispiel große Überschüsse an Mais produzieren können. Der wird ihnen dann von der neu gegründeten Genossenschaft zum Tagespeis abgekauft, in dem vom Projekt gebauten Lagerhaus mehrere Monate eigelagert und dann, wenn Mais am Markt knapp wird, zum Höchstpreis verkauft. Die Kinder in Kasambya gehen bisher in zwei behelfsmäßige Schulen aus Palmenblättern mit „Lehrern“ die keine Ausbildung haben. Da die Familien mittlerweile durch die landwirtschaftliche Erfolge ausreichend Geld verdienen, können sie jetzt das Schulgeld für eine bessere Schule mit guten Lehrern bezahlen. Und die baut das Projekt Hand in Hand jetzt. Sie entsteht in drei Bauabschnitten und ist auch für Kinder aus der Region geplant. Die Schulräume werden in den nächsten Wochen fertig und können mit Beginn des neuen Schuljahres am 30. Januar 2017 in Betrieb genommen werden.

Projektleiter Peter Hurrelmann und Technologieexperte Gabor Pribil werden dann nach Uganda reisen und die neue Schule in einem Festakt offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Im zweiten Bauabschnitt 2017 werden Unterkünfte für Internatskinder gebaut. In der dritten Bauphase, die für 2018 geplant ist, wird das Projekt eine Mensa, die Küche sowie ein Verwaltungsgebäude bauen. Insgesamt werden dann bis zu 300 Kinder aus Kasambya und der Region hier Ihre Grundschulzeit verbringen. Absolute Nachhaltigkeit stand von Anfang an im Fokus aller Maßnahmen. Das Projekt hat 12 ehrenamtliche Mitstreiter in Deutschland und fast alle aus Bad Honnef. Sie freuen sich verständlicherweise über den großen Betrag der aktion weltkinderhilfe, denn die 17.000€ haben es erst ermöglicht, mit dem Bau der Schule beginnen zu können Wir werden hier weiter aktuell berichten. ph