Meine sehr verehrten Damen und Herren, haben Sie auch das exzellente Interview mit Otto Neuhoff im GA gelesen? Besser kann man die Situation der Stadt, früher und heute, nicht veranschaulichen. Klar ist, dass sich die heutige Verwaltung mit ihrem Team-Chef aus allen Fallgruben heraus arbeitet, die in der Vergangenheit gebuddelt wurden. Gottlob mit der Unterstützung des Rates. Und bald ist wieder Mannschaftssitzung. Dann lädt das Stadtoberhaupt die Ratsfraktionen ein, bringt sein Verwaltungsteam mit und lässt einen Tag lang besprechen, was im nächsten Jahr und darüber hinaus zur Entwicklung Bad Honnefs passieren soll.

Dass dort dann tatsächlich vorrangig in die Zukunft und perspektivisch geplant werden kann, war zu Neuhoffs Amtsantritt kaum  abzusehen. Zu viel war kaputt.

Undankbar die sofortigen Operationen am offenen Herzen. Die Fenster des Sibi als größter städtischer Schule vollkommen ramponiert, was einiges nicht eingeplantes Geld kostete. Die Kanalisation in der City marode und vernachlässigt – sah Bürger ja nicht, ist unterirdisch, damit kann man/frau keine Punkte machen bei Wahlen. Musste eigentlich längst vorher gemacht werden, doch erst Neuhoff tat es. So ging und geht es weiter, Kursaal- und Rathaussanierung setzen keinen finalen Schlusspunkt.

Bad Honnefs war seit Langem  im „Haushaltssicherungskonzept“. Seine Ausgaben sind überwacht durch die Kommunalaufsicht. Kreis und Regierungspräsidium kontrollieren die Stadtkasse; konkret passen sie auf, dass die wichtigsten Dinge bezahlt werden. Sozialleistungen, Passierbarkeit von Wegen und Straßen, Schulen und Kindergärten, Gehälter des Öffentlichen Dienstes. Das Unverzichtbare eben. Alles Andere gilt als freiwillige Leistungen, muss jeweils „erlaubt“ werden.

Was auch Investitionen betrifft, die ja eigentlich wichtig sind zur Wiedererlangung von Erfolgsaussichten. Dass dieser gefesselte Status gerade verlassen wird, ist das bisher größte Verdienst Neuhoffs. Denn nur so darf Bad Honnef wieder selbst entscheiden, erlangt Gestaltungsraum sowie Optionen wieder zurück. Aber, das ist noch nicht die ganze Geschichte. Quasi ab sofort wird auch der Bad Honnefer Einzelhandel massiv unterstützt. Auch das gab es in dieser Qualität noch nie. Am Mittwoch,  5. Dezember 2017, 19:30 Uhr, lädt die Stadt Bad Honnef alle Einzelhändler und –händlerinnen aus dem Stadtgebiet zu einem Informations- und Gesprächsabend zum Förderprojekt Online-Plattform ein.

Im Foyer des Rathauses stellen Bürgermeister Otto Neuhoff und die Wirtschaftsförderung das Projekt, die Ansprechpartner und -partnerinnen sowie die nächsten Schritte vor. Gemeinsam mit den Einzelhändlern wird ein großartiges Projekt auf die Beine gestellt werden. Ein „zweiter Marktplatz“ soll künftig die Stärken des stationären Handels unterstützen, neue Absatzwege im Einzelhandel erschließen, Umsätze des einzelnen Händlers steigern und – vor dem Hintergrund sich wandelnder Kaufgewohnheiten – den Handel in unserer Stadt branchenübergreifend zukunftsfähig machen.