Meine sehr verehrten Damen und Herren, leev Jecke, die Session läuft. Das Motto des Siebengebirgsdreigestirns lautet schlicht und ergreifend: „Jetzt geht’s los“. Und es ging heftig los. Bereits am Sonntag mit einem Kostümball im Weinhaus Steinbach. Dienstag zog das Dreigestirn in ihre Hofburg im Hotel Avanti ein. Ich befürchte, dort gibt es bis Aschermittwoch jeden Abend eine Party.

Leev Jecke, ich bin doch auch nicht mehr der allerjüngste. Mittwoch wurde das designierte Dreigestirn dann im Kursaal proklamiert. Nun dürfen die staatsen Tollitäten ihr Ornat offiziell tragen. Ich stelle mir das gerade mal so vor: Malermeister Prinz Michael II mit Pinsel und Ornat auf dem Gerüst. Scherz! Aber im Ernst: Die Jungs sind wirklich supergut drauf. Sie brennen für den Karneval. So, was wird uns in den nächsten Wochen am Rande der Session noch interessieren? Sicherlich die brenzlige Situation im Innenstadt-Einzelhandel.

Oder die Leerstände, oder die Stadtsparkasse, oder Klinkenberg. Merkwürdige Situation. Auf der einen Seite prescht die Stadtverwaltung mit innovativen Konzepten voran, auf der anderen Seite knirscht es ganz schön im Innenstadt-Gebälk. Überwiegend sieht es dort tatsächlich so aus wie auf den beiden Titelfotos: Leer. Gut, ein Foto ist nur eine Momentaufnahme. Einige Unternehmer haben uns daher gebeten, an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Zeiten Fotos zu machen, um die Situation in der Innenstadt „lebensecht“ darzustellen.

Das machen wir. Quasi die Gezeiten in der Innenstadt. Nur Ebbe, oder auch mal Flut? Wir sind gespannt. Übrigens, die Situation in der Innenstadt tangiert uns ganz enorm. Eine Lokalzeitung ist auch immer nur ein Spiegelbild der heimischen Wirtschaft. Nein, nicht Eschi. Wenn es der Stadt gut geht, dann geht es auch den lokalen Medien gut. Oder eben umgekehrt. Wenn sie wissen, was ich meine. Daher freue ich mich umso mehr über das Glück (Können) meiner Kinder. Lange nichts über sie berichtet, ich gebe es zu. Sohnemann (31) ist mittlerweile Geschäftsführer einer ausgesprochen erfolgreichen Werbeagentur in Düsseldorf/Berlin. Und Werbefuzzis sind ja nun mal außerordentlich cool.

Mit seiner bezaubernden Gattin hatte er abgemacht, zwischen Weihnachten und Neujahr nach Berlin zum Shoppen zu fahren (Audi A5). Eine Stunde vor der geplanten Abfahrt sagte er beiläufig zur Gattin: „Du Schatz, ich hatte eine bessere Idee. Ich habe für uns einen Flug nach New York gebucht“. Im Airbus. Sitzplätze in der zweiten Etage. Dream-Hotel am Central Park. Blick auf Manhattan. Und nicht nur das.

Die beiden Turteltäubchen durften in der kältesten New Yorker Silvesternacht seit 110 Jahren ins neue Jahr feiern. Ganz, ganz cool eben. Meine unfassbar bescheidene Tochter (26) arbeitet nach wie vor in Berlin für die Berlinale und schreibt „nebenbei“ ihre Masterarbeit. Zur Erinnerung: Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz Berlinale, sind ein jährlich in Berlin stattfindendes Filmfestival. Sie gelten neben denen von Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals und als eines der weltweit bedeutendsten Ereignisse der Filmbranche. Noch Fragen? Gut, dann wünsche ich Ihnen jetzt eine tolle Session. Wir sehen uns…