Foto: Leiterin der Stadtbücherei Stephanie Eichhorn veranstaltete für die Schulkinder der Löwenburg-Grundschule (hier dritte Klassen)  im Rahmen von Käpt’n Book eine Lesung mit Autor Oliver Pautsch.

Mucksmäuschenstill wurde es, als Autor Oliver Pautsch den Grundschul-Kindern der Löwenburgschule aus seinen spannenden Geschichten vorlas. Auch die Stadtbücherei im Rathaus war Teil des großen „Rheinischen Lesefestes Käpt‘n Book 2017“, währenddessen sich in der Region rund um Bonn zwei Wochen lang Autorenlesungen, Familienfeste, Film- und Theateraufführungen sowie Workshops aneinanderreihen. Alle Veranstaltungen haben das Ziel, Kinder und junge Erwachsene für Lesen und Kultur zu begeistern.

Auch Autor Oliver Pautsch setzt sich leidenschaftlich dafür ein. Den Löwenburg-Schulkindern der dritten Schuljahre las er aus seinem Rätselkrimi „Geheimakte T-Rex“ vor. Die Kinder der vierten Klassen durften wählen zwischen einer Sherlock-Holmes-Geschichte oder einer der Heldengeschichten aus der Reihe „S. U. P. E. R.“

Die Wahl per Handzeichen fiel eindeutig auf „S. U. P. E. R.“ Darin geht es um fünf Kölner Kinder, die jeweils eine besondere Superkraft an sich entdecken und Abenteuer bestehen. Oliver Pautsch las schon zum dritten Mal im Rahmen von Käpt’n Book. Der Autor schreibt hauptberuflich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Auch Drehbücher verfasst er. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. So hat er jede Menge Erfahrung mit Heranwachsenden, was man seinen Geschichten anmerkt.

Nach der Lesung durften die Kinder Fragen stellen. Sie wollten auch wissen, wie lange Oliver Pautsch benötigt, um ein Buch zu schreiben. Er verglich seine Schreibarbeit mit dem Hausaufgabenmachen. Bis zum Abgabetermin teilt er es sich so ein, dass er jeden Tag drei Seiten schreiben sollte. Kommt er nicht dazu, muss er am nächsten Tag sechs Seiten schreiben.

Wer also bis zu einem bestimmten Tag eine Hausaufgabe machen muss, sollte sich den Lernstoff auch einteilen, damit nicht alles auf einmal gemacht werden muss. Auch die Frage, ob man als Autor reich werden kann, beantwortete Oliver Pautsch. In der Regel werden nur zehn Prozent des Preises eines verkauften Buches an die Autorinnen oder Autoren gezahlt.

Stephanie Eichhorn bedankte sich bei den Fördervereinen der Löwenburgschule und der Stadtbücherei, die die Veranstaltung finanziert hatten. „Wann kommt man einem Autor schon mal so nahe?“, fragte sie und freute sich, dass die Kinder viel Spaß hatten.