Meine sehr verehrten Damen und Herren, vom 21. bis 23.Juni findet auf dem Marktplatz die erste „Nostalgie-Kirmes“ der Neuzeit statt. Am 22. Juni heißt es wieder „Diner en Blanc“ im Reitersdorfer Park. Sie haben die Qual der Wahl. Wie immer in unserer Stadt. Wie heißt das? Genau: Hier boxt der Papst. Im übertragenen Sinne, quasi. Danach am Wochenende freuen wir uns am Freitag auf den 2.Schlemmerabend des Jahres und auf R(h)einspaziert auf der Insel Grafenwerth am Samstag. Was sagt uns das?

Es gibt hier eine recht „unkontrollierte“ Menge von Veranstaltern. Nichts ist koordiniert. Jeder macht ohne vorherige Absprache was er will. Bereits vor 15 Jahren haben wir mit den Bad Honnefer Veranstaltern zusammen gesessen, im KSI, mit dem damaligen Chef Joachim Sikora. Beschlossen wurde, dass Marita Weinberg, damals Stadtforum, die Termine koordinieren soll. Daraus wurde bekanntlich nichts. Heute gibt es unfassbar viele Terminkalender in der Stadt, in gedruckten Medien und im Internet.

Keiner davon ist allumfassend. Weil: Jeder Veranstalter denkt in erster Linie an seine eigenen Veranstaltungen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei ist doch alles so einfach: Der Centrum e.V. stemmt wohl die wichtigsten Veranstaltungen in der Stadt. Thomas Bock, Partner vom Centrum e.V., gibt ein Journal mit einem Terminkalender heraus. Gedruckt und im Internet. Vor langer Zeit unterstützt von der Stadt Bad Honnef. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Warum läuft bei den beiden nicht alles zusammen? Anruf genügt!

Thomas Bock (Erfinder der Stadtinfo) ist vor lauter „Spass“ mit seiner Agentur nach Königswinter umgezogen. Georg Zumsande will seinen Vorsitz vom Centrum e.V. abgeben. Was soll das? Warum rege ich mich wieder so auf? Es könnte doch alles so schön sein hier, in unserem kleinen Städtchen. Wenn denn alle „Kräfte“ zusammen arbeiten würden. In Grossstädten funktioniert das. Merkwürdig, oder? Beispielsweise in Köln. Dort gab es schon in grauer Vorzeit auch so einen Herrn Bock. Der hieß damals allerdings Böndel, und der hat für das Kölner Tourismusbüro gearbeitet.

Das waren herrliche Zeiten, sage ich Ihnen. Auf dem Dienstplan standen u.a. Flugreisen, Messebesuche und alkoholische Getränke. Ja, und die Mauer in Berlin stand auch noch. Und gleich daneben ein edles Hotel (Ostseite). Und alle Telefone auf den Zimmern hatten einen roten Knopf. Wenn man da drauf drückte, dann stand kurze Zeit später eine hübsche Dame vor der Tür. Ich weiß bis heute nicht, wie das funktionierte.

Natürlich habe ich die Mädels nie reingelassen. Am Ende waren das ja Staubsaugerverkäuferinnen. Oder was? Lange Rede kurzer Sinn: Den Veranstaltungskalender haben wir immer auf die Reihe bekommen. Eben oft auch unter erschwerten Bedingungen. Wie komme ich jetzt aus der Nummer wieder raus? So: Ich denke einfach an Frau Kramp- Karrenbauer und an Herrn Schäfer- Gümbel. Ich wünsche Ihnen einen schönen Brückentag. Bleiben Sie heiter, irgendwie…