Leserbrief zur Nationalparkidee von Herrn Munk, Bürgermeisterkandidat der SPD.

Man kann es kaum glauben aber die SPD in Bad Honnef setzt mit der erneuten Forderung nach einem Nationalpark im Siebengebirge den Grundstein für eine erneute Niederlage und die politische Bedeutungslosigkeit in Bad Honnef.

Klaus Munk, seines Zeichens hoffnungsloser SPD-Bürgermeisterkandidat in Bad Honnef, greift die Idee eines Nationalpark im Siebengebirge, offenbar aus Mangel an in die Zukunft gerichteter Alternativen, erneut auf.  Er hofft, diesen Unsinn mit dem Klimawandel gesundbeten zu können. Selbst das Märchen vom Nationalparkprinzip „Natur sich selbst zu überlassen“ betet er nach und lässt dabei seine Unkenntnis deutlich werden.

Was er nicht sagt, ist, dass er die Bürgerinnen und Bürger erneut aussperren oder jedenfalls noch stärker reglementieren will als es derzeit schon geschieht. Er merkt nicht einmal wie widersprüchlich er argumentiert. Unterstellt man den von ihm beschworenen Klimawandel, dann dürfte es näher liegen die Wälder gezielt umzubauen und nicht wie Munk argumentiert sich selbst und einem allmählichen Siechtum zu überlassen. Auf diese Weise kann man nur Stimmen vom Borkenkäfer aber nicht von mündigen Bürgern bekommen.

Nach seiner Auffassung, die sich weitgehend mit der Auffassung des BUND deckt, soll wohl der Wald, bei freier Entfaltung des Borkenkäfer nach Möglichkeit einen Totholzanteil von 40 % erreichen. Eine Waldgesellschaft ist nach Ansicht solcher Prinzipienreiter nur gesund, wenn sie wenigstens vierzig Prozent Kranke, Sieche und offen verwesende  vorzuweisen hat.Solche Nationalparkheiligtümer zeigen die naturschutzfachliche Ahnungslosigkeit des Kandidaten Munk. Dem Stadtwald in Bad Honnef kann man einem derart ahnungslosen „Bürgermeister“ nicht zumuten.

Wie dem auch sei: Klaus Munk empfiehlt sich als Bürgermeister-Kandidat mit dem Anspruch:“ Wählt mich nicht, denn ich hab den Knall nicht gehört und bin ein ewiggestriger schlechter Verlierer!“ Man kann es aber auch so sehen: Klaus Munk beweist mit seinem Vorstoß jedenfalls trefflich, dass er jenes Volk nicht ernst nimmt, dass  ihn doch wählen soll, denn seine Forderung bedeutet ja auch eine grobe Missachtung der Mehrheit der Bad Honnefer in Berg und Tal, die damals beim Bürgerentscheid gegen den Nationalpark und damit auch gegen die SPD gestimmt haben.

Mit Munk erweckt die alte Tante SPD den Eindruck, dass sie sich auf allen Feldern darum bemüht, endlich einschlafen zu dürfen und aus der Politik der Stadt Bad Honnef entlassen zu werden. Tun wir ihr den Gefallen.

Prof. Dr. Karlheinz Merten