Erfolgreich gegen Kriminalität: Polizei und Verwaltung ziehen positive Bilanz

Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa hatte gute Nachrichten mitgebracht: Die Kriminalitätsrate in Bad Honnef ist gesunken. Beim Jahresgespräch von Polizei und Verwaltung im Bad Honnefer Rathaus konnte eine positive Bilanz gezogen werden.

Bürgermeister Otto Neuhoff begrüßte die Polizeipräsidentin und sagte: „Sicherheit ist ein Thema, dass die Bürgerinnen und Bürger interessiert, deshalb werden zum jährlichen Polizeigespräch auch immer die Vertretungen der Presse geladen. Für dieses Mal lässt sich sagen, dass über eine gute Entwicklung berichtet werden kann.“ Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa pflichtet dem Bürgermeister bei und betonte: „Das ist auch der guten Zusammenarbeit mit vielen Ebenen der Stadt Bad Honnef sowohl dem Ordnungsamt als auch dem Sozialamt, Jugendamt, Straßen- und Verkehrsamt zu verdanken.“

Verglichen wird der Zeitraum Januar bis Juni 2017 mit dem von 2018: In Bad Honnef gab es keine Tötungs- und Kapitaldelikte. Ein Rückgang der Straftaten ist zu verzeichnen: Waren es 2017 noch 709 sind es 2018 561. Das bedeutet eine Abnahme von 20,9 Prozent. Wohnungseinbruch, Diebstahl, Diebstahl aus oder von KFZ, Vermögens- und Fälschungsdelikte beispielsweise sind weniger geworden.

In zwei Bereichen sind trotzdem Veränderungen zu melden. Bei den Sexualdelikten gibt es eine Zunahme von drei Sexualdelikten, weil sich das Strafrecht geändert hat und beispielsweise Beleidigungen und Handgreiflichkeiten gelistet werden. Außerdem hat die Zahl der Körperverletzungen zugenommen. Allerdings werden diese nicht im öffentlichen Raum, also auf Straßen und Plätzen, verübt, sondern in geschlossen Räumen wie im privaten Bereich oder Gaststätten. Dieser Anstieg wird von Polizei im Allgemeinen beobachtet und ist kein lokales Phänomen.

Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa stellte fest: „Das Bewusstsein für öffentliche Räume ist gewachsen und die Menschen sollen sich wohlfühlen.“ Allerdings wünschte sie sich in Bezug auf das Wohlstandsproblem „Müll“ mehr Zivilcourage. Werde beobachtet, dass jemand seinen Müll in der Öffentlichkeit entsorgt, solle man ihn ansprechen. Aber auch das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht beschränkt auf Bad Honnef.

Gerd Peter, Leiter der Polizeiwache Ramersdorf, hatte auch von der Verkehrsunfallstatistik Erfreuliches zu berichten. Verkehrsunfälle sind im Vergleich zum letzten Jahr von 147 auf 138 gesunken. Die Zahl liegt deutlich unter dem Fünfjahres-Durchschnitt. Allerdings haben Unfälle mit Kindern von 3 auf 6 zugenommen und darunter war ein Schulwegunfall. Ursache von Unfällen ist unangepasste Geschwindigkeit und die Nutzung von Handys von Fahrerin oder Fahrer. Es gab keinen Unfall mit einem Pedelec, obwohl mehr Pedelecs gekauft werden.

Die Polizeipräsidentin erklärte, dass die Polizei auf vielfältige Art und Weise Beratungen gegen Einbrüche anbietet. Gefasst wurde ein Einzeltäter, der zahlreiche Wohnungseinbrüche begangen hatte. Gegen Banden wurde in Zusammenarbeit mit dem Land vorgegangen.

Ursache für den Rückgang der Straftaten ist auch die wirtschaftlich gute Stellung der Region. Die sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen sind gut. Wenig Arbeitslosigkeit bedeutet auch weniger Kriminalität.

Bürgermeister Otto Neuhoff sagte zum Abschluss: „Seit drei Jahren nehmen die Straftaten ab. Das ist das Produkt der guten Arbeit der Polizei und der Zusammenarbeit von Bürgerschaft, Polizei und Ordnungsamt. Für Bad Honnef lässt sich sagen, hier lebt man besser.“ cp

Foto: Nach dem Jahresgespräch im Rathaus, bei dem eine positive Entwicklung gemeldet werden konnte – v. l.: Jörg Pfefferkorn (Persönlicher Referent der Polizeipräsidentin), Gerd Peter (Leiter der Polizeiwache Bonn-Ramersdorf), Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa, Bürgermeister Otto Neuhoff, Gerrit Schöne-Warnefeld (Leiter des Fachdienstes Ordnung) und Erste Beigeordnete Cigdem Bern.