Kultur, meine sehr geehrten Damen und Herren, Kultur ist entbehrlich; aber heute möchte ich doch mal ein Loblied auf die mittlerweile rundum entstandene Kultur in unserer Stadt singen: Wenn man sich ein wenig entspannt zurücklehnt und schaut, was neuerdings alles so passiert, dann reibt man sich schon manchmal die Augen:

Bad Honnef tanzt, vor gar nicht allzu langer Zeit gestartet, jetzt schon das größte Tanzfestival seiner Art in der Republik; die Kleinkunstreihe im Zeughaus der Löstigen in der Bergstraße, für viele noch Geheimtipp, aber bis Ende diesen Jahres mit Künstlern ausgebucht; die monatliche Sessionreihe im Küfers Jupp, bei dem immer mehr Wohnzimmermusiker ihre verstaubten Instrumente zu Gehör bringen; das Diner en blanc im Reitersdorfer Park, heuer bereits zum x. Male gesellschaftliches Event allererster Kajüte.

Insgesamt sind in Bad Honnef mittlerweile so viele aktive Kulturfetischisten unterwegs, dass die Stadt sie kaum noch koordiniert bekommt (kleiner Scherz am Rande); Literatur im Siebengebirge, Gipfelstürmer, Sommerjazz, Rheinspaziert, Folk im Feuerschlösschen, Rhein in Flammen und und und. Wir entwickeln uns mit rasanter Geschwindigkeit zu einer richtigen Kulturregion. Damit wir uns unser Nizza vom Rhein wieder verdienen und die verbürgte Lebensfreude nicht nur auf dem Stadtwappen verbleicht. Bis nächste Woche also, hören Sie wohl.