Alles passte perfekt zusammen an diesem Spätsommerabend auf dem Ziepchensplatz: Das wunderbare Wetter, das historische Ambiente und die großartige Musikerin Lydie Auvray. Frankreich-Urlaubsfeeling pur. 

Sie gilt als die Grand Dame des Akkordeons. Sie hat mit ihrer Musik dieses Instrument in unseren Breiten emanzipiert und aus dem Mief der Provinz-Akkordeonorchester, Volks- und Schlagermusik befreit und einem großen Publikum gezeigt, wie weit die musikalische und klangliche Bandbreite des Akkordeons reicht.

Lydie Auvray ist ohne Frage einer der Top-Stars auf ihrem Instrument.  Aufgewachsen in der Normandie, wo sie auch schon früh mit ihrem späteren „Alter Ego, dem Knopfakkordeon in Berührung kam, siedelte Lydie Auvray schon mit 17 Jahren nach Deutschland über.

Hier begann dann in den Clubs von Berlin ihre steile Karriere, zunächst als musikalische Begleiterin verschiedenster Künstler, bis sie dann mit ihrer kurzerhand auf eigene Faust selbst produzierten ersten Platte auf sich aufmerksam machte. Lange Jahre war sie festes Mitglied der Band von Hannes Wader, arbeitete aber schon bald auch mit anderen bekannten Größen zusammen, wie Reinhard Mey, Klaus Hoffmann, Peter Maffay, Stoppok, aber auch Senta Berger und Elke Heidenreich und Status Quo. eb

Foto: Udo Reitz