Kultur, meine sehr geehrten Damen und Herren, Kultur ist entbehrlich; manchmal auch verderblich, kommt drauf an. Die Artefakte aus meinem derzeitigen Archäologiethriller z.b. sind es sicherlich nicht; Tontafeln mit Keilschrift kommen einfach nicht aus der Mode, auch wenn nur den Wenigsten ihre Bedeutung klar ist.

Wie wird das wohl in ein paar tausend Jahren mit der aktuellen Kultur aussehen? Ob unsere höher entwickelten Nachkommen wohl müde lächeln werden angesichts einiger silbrig-glänzenden Plastikscheiben mit digital (was war das noch?) eingeprägten Nullen und Einsen? Wahrscheinlich stufen sie uns in der Primitivität knapp über den Amöben ein. Wobei, natürlich erkennen auch die o.a. Archäologen eine Hochkultur, wenn ihnen denn eine unter die Schaufel gerät.

Aber kann man uns überhaupt als solche bezeichnen? Mit dem gegenwärtigen gesellschaftlichen und technologischen Wissen müsste eigentlich niemand aus dem 7,5-Milliarden-Menschen-Heer auf unserem Planeten mehr verhungern oder verdursten. Geschweige denn, dass gerade unsere wissenschaftliche und industrielle Entwicklung immer mehr Mord- und Totschlaginstrumente produziert und in Umlauf bringt. Der Sieg der Gier über die menschliche Kultur.

Wie kam ich da jetzt noch drauf? Egal, draußen lockt die Sonne. Viel zu sehr, um sich über vergangene oder zukünftige Kulturen Gedanken zu machen. „Ich glaub an den Moment, das ist meine Religion“ – Celina Bostic, hören Sie mal rein. Auch als CD erhältlich, damit zukünftige Altertumsforscher noch was zum Ausbuddeln haben. Bis nächste Woche also, hören Sie wohl.