Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich fange mal damit an, dass ich nicht weiss, womit ich anfangen soll. Stadtgarten ist vorbei. Mein Chef meint, ich sollte darüber auch nicht mehr schreiben. Ein lustiger Stammtischbruder am Frühstückstisch m.V. sagt: „Schreib doch über deinen letzten Arztbesuch, dann ist die Kolumne voll“. Scherzkeks. Zum Glück beginnt die Karnevalssession. Am Samstag starten die Ziepches Jecke mit „Ramba Zamba“ im Kurhaus.

Ich werde mal meinen Arzt fragen, ob ich diese „gesundheitsschädlichen“ Veranstaltungen überhaupt noch besuchen darf. Sie wissen was ich meine: Bühne 50 Grad, Saal 30 Grad und Foyer 20 Grad. Da ist die nächste Erkältung bereits vorgezeichnet. Und nicht nur das. Um nicht ganz auszutrocknen, fließt leider auch eine Menge Kölsch die Kehle herunter. Berufskrankheit. „Der Karneval“ ist in unserer Stadt ja bestens aufgestellt. Das ist schön. Nicht so schön ist, dass die Bürger hier zumindest mal unentschieden sind. Um doch noch einmal auf die Beplanung des nördlichen Stadtgartens zurück zu kommen.

Wenn ich durch die Innenstadt gehe, wird schnell deutlich, dass hier Zuzug fehlt. Also Menschen, die für Umsatz und Lebendigkeit sorgen. Auf der anderen Seite sind Grünflächen, wo auch immer, enorm wichtig für jede Stadt. Ich möchte jetzt kein Ratsmitglied sein. Zuzug ist eine Überlebenschance für Gastronomie und Handel, Arbeitsplätze, Institutionen und Vereinswesen. „Grün“ bedeutet Attraktivität und Gesundheit. Insgesamt geht es um die Stadtentwicklung. Centrum-Chef Georg Zumsande, der am Eingang zur Innenstadt in seiner Goldschmiede täglich das Geschehen beobachten kann, sagt: „Die Situation hier bereitet mir schon arge Kopfschmerzen. Das Drecksloch bei mir gegenüber (Ex-Kaisers) ist einfach nur unwürdig“.

Dennoch ist er guten Mutes: „Alle inhabergeführten Geschäfte werden sich um eine Nachfolgeregelung kümmern. Da wird es keine neuen Leerstände geben“. Sein Wort in Gottes Ohr. Es gibt noch einen Glücksmoment. „Nach dem Umbau und der Vergrößerung von „Kodi“ hat das Geschäft deutlich an Zugkraft gewonnen. Das kommt auch uns Händlern zu Gute“. Nun fehlen noch 1.000 Buchstaben. Soll ich doch über meinen letzten Arztbesuch berichten? Ich kann mich nicht so genau daran erinnern.

Freitag ist der letzte Arbeitstag von unserer 1. Beigeordneten Cigdem Bern. Eine Nachfolge ist, glaube ich, noch nicht in Sicht. Das macht das Leben in der Verwaltung auch nicht einfacher. Es gibt zu viele Baustellen in unserem Ort. Wie schön, hier noch eine Mittelung aus dem Rathaus: „Die Sprachvermittler*innen der zehn ehrenamtlichen Angebote in Bad Honnef, die für geflüchtete Menschen eingerichtet sind, trafen sich vor kurzem mit der Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Bad Honnef Christina Uhlig. Sie tauschten sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Spracherwerb aus.

Das Fazit: Gemeinsam wurde unglaublich viel geschafft. Vor allem ist ein Großteil der Geflüchteten bereits viel selbstständiger geworden.2018 ist es gelungen, den 70 neuzugewiesenen zusätzlich zu den bereits in Bad Honnef wohnenden Geflüchteten eine große Bandbreite an Sprachkursmaßnahmen anzubieten – von Alphabetisierungskursen, Anfängerkursen, Fortgeschrittenenangebote, Nachhilfe bis hin zu Selbstlernkursen, Computerkursen und frauenspezifischen Kursen. Und jetzt: Ramba Zamba…