Er kommt geradewegs aus seinem Unkeler Weinberg zur Verabredung zum Mittagessen im „Haus im Turm“. Im Weinberg wird jetzt über den Ertrag und die Qualität des Rebensaftes 2017 entschieden. Jeder einzelne Rebstock wird begutachtet, die Trauben ausgedünnt, wo es nötig ist. „Das Abschneiden qualitativ schlechterer Trauben führt zu einem besseren Ergebnis als ein weniger zeitaufwendiges wahlloses Herausschneiden von Trauben“, sagt der Weinfachmann und Inhaber des Anwesens, Bernd G. Siebdrat, und bestellt eine Flasche Unkeler Weissburgunder Jahrgang 2016.

Name: Gottfried. Das „G“ in seinem Vornamen. Ein halbes Jahr nachdem die neuen Pächter David Rein und Nico Hoffmann das Weinhaus in dem Traumpark mit dem 200 Jahre alten Baumbestand übernommen haben, wirkt es strukturierter. Der Barbereich ist aufgewertet worden, hergerichtet für einen gemütlichen Abend bei frisch gezapften Kölsch und Kleinigkeiten aus der Küche. Der Restaurantbereich auf zwei Ebenen ist gegliedert in „Weinhaus“ und „Gewächshaus“. Dazu gehört der große Terrassenbereich.

Im Park können die Gäste ausgesuchte Kunstwerke bewundern und sogar einen echten, metallisch schimmernden Meteorit. Siebdrat bestellt den Weinhaus-Klassiker „Wiener Schnitzel vom Kalb an warmen Kartoffelsalat“, ich nehme  den anderen Klassiker „Roastbeef an Bratkartoffeln“. Wir sind uns beide einig: Muttern hätte es nicht besser machen können.

Die Köche Nico und Julian Hoffmann verstehen ihr Handwerk. Samstags, Sonntags und Feiertags ist die Küche ab 12 Uhr durchgehend geöffnet, in der Woche ab 18 Uhr. Dienstags ist Ruhetag. Das Restaurant verfügt über 48 Plätze, das Gewächshaus über 22 und die Gartenterrasse bietet rund 30 Gästen Platz. Auf der Speisekarte finden sich verschiedene Vorspeisen und Salatvariationen, Fisch-und Fleischspezialitäten wie Dorado Royal oder argentinische Steaks. Und eben die Klassiker Schnitzel und Roastbeef. Am 3.September geht ein neues Format an den Start. Dann heißt es „Jazz im Park“, mit begleitenden Weinen von den Winzern aus der Region.