Auf der Infoveranstaltung  zur Gründung einer Seniorenvertretung sprachen sich die Ratsmitglieder von Bürgerblock, Grüne und SPD dafür aus, eine Seniorenvertretung für Bad Honnef auf den Weg zu bringen. Im kommenden Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Soziales soll darüber entschieden werden.

Rund 60 engagierte Seniorinnen und Senioren folgten dem aufschlussreichen Vortrag von Barbara Eifert, von der Landesseniorenvertretung NRW. Beate Schaaf, Vorsitzende vom Bündnis für Familie machte zu Beginn noch einmal deutlich, wie wenig bisher die Themen der Senioren innerhalb der Stadt eine Rolle spielten. Und das, obwohl es in Bad Honnef genauso viele Kinder und Jugendliche gibt, wie Menschen über 75 Jahre. Als Beispiel erwähnte sie,  dass im neuen integrierten Stadtentwicklungskonzept die Begriffe „Kinder“ und „Jugendliche“ rund fünf mal so häufig vorkommen, wie der Begriff „Senioren“.

Mit einer Seniorenvertretung, wie sie die Gemeindeordnung von NRW vorsieht, kann die Stadt dazu beitragen, dass sich diese Schieflage ändert. Die zentrale Eigenschaft einer Seniorenvertretung sei, dass sie von den Senioren der Stadt in einer Urwahl gewählt wird und somit ein Mandat besitzt, um  für die Senioren der Stadt zu sprechen. Dies sei das zentrale Kriterium einer Seniorenvertretung.

Mehrere anwesende Bürgerinnen und Bürger zeigten ihren Unmut und ihr Unverständnis darüber, dass seit mehr als zwei Jahren darüber diskutiert wird, es aber bisher noch keine politische Mehrheit dafür zu geben schien.

Die anwesenden Vertreter der drei Fraktionen, Karl-Heinz Dißmann vom Bürgerblock, Klaus Wegner von den Grünen und Annette Stegger von der SPD versprachen, eine Seniorenvertretung für Bad Honnef anzustreben. Vertreter von FDP und CDU waren nicht anwesend.

Beate Schaaf kündigte an, dass nach einem positiven Votum für eine Seniorenvertretung, das Bündnis für Familie bereit sei, die Kandidatenfindung mit zu organisieren. as