Meine sehr verehrten Damen und Herren, einige Mitmenschen haben mich gebeten, wieder etwas mehr über die Stadtpolitik zu berichten. Das mache ich natürlich sehr gerne, obwohl, die Statistik, die bei unserer Homepage diebadhonnefer.de hinterlegt ist, zeigt ein anderes Bild. Das ist ganz praktisch. Ich klicke einen Artikel an und kann sofort erkennen, wieviele Menschen ihn gesehen haben.

Und da führen in der Hitparade mit über 4.000 Besuchen Artikel wie: Martini Markt, Aalkönigsfest, Karneval, Bürgerinitiativen, Portraits, Bösartig, Kulturgeflüster, literarische Streifzüge. Politik kommt in der Spitze im Durchschnitt auf 1.500 Besuche. Bestseller in den letzten Wochen mit 5.367 Besuchen war der Beitrag über die Neueröffnung im HIT Markt.

Intern gibt es einen knallharten Wettkampf zwischen Helge Kirscht mit seinem „Kulturgeflüster“ und mir mit „Bösartig“. Moment, ich schaue mal eben nach: Dumm gelaufen. Helge hatte heute 3.765 Besuche und ich 3.752. Knapp. Und unsere verehrte Franziska Lachnit mit ihren „literarischen Streifzügen“ hatte sogar 3.791 Besucher. Ein bisschen Spass muss sein.

So eine Hitparade würde ich sehr gerne auch mit Anzeigenkunden machen, aber, viele Bad Honnefer Unternehmer stehen offensichtlich noch nicht so sehr auf Internet. Das muss sich bitte schnell ändern. So, wir wollten aber über die Politik reden. Ich war eben im Ausschuss Stadtentwicklung, Planen und Bauen. Bauen ist zur Zeit das Lieblingsthema der Stadtverwaltung. Unsere Stadtpolitiker müssen behutsam an dieses Thema heran geführt werden.

Denn: Sie haben ja einzig und allein das Wohl der Stadt im Visier. Grünflächen, Sportplätze oder Bolzplätze sollen einer Wohnbebauung Platz machen. Für Neubürger die hier ihr Geld ausgeben. Gut für die Geschäfte und das Steuersäckel der Stadt. Das ist der Plan. Aber: SPD und die Grünen sehen das ganz anders. „Hockey- und Bolzplatz in Selhof beispielsweise sind, wie die anderen Sportstätten und Gemeinbedarfsflächen auch, wichtige Räume für Sport,Spiel und Spass und weitere gemeinschaftliche Aktivitäten.

Diese Areale sind wesentlich und wertvoll für die Attraktivität und Lebensqualität der Stadt“. Die CDUler, derzeit die besten Freunde des Bürgermeisters, sehen das wiederum ganz anders. In den letzten 15 Jahren sei nichts an den vorhandenen Sportstätten getan worden. Sie seien marode, Beispiel Menzenberger Sporthalle. Durch die Umwidmung der Hockey-Anlage in Bauland würde Geld in die Kasse fließen, um die Menzenberger Sporthalle endlich sanieren zu können. Ein ganz anderes Szenario.

Auf der einen Seite der verträumte Hockey-Platz, der mit viel Engagement gehegt und gepflegt wird, auf der anderen Seite die stattliche Sporthalle, die aus Sicherheitsgründen wohl irgendwann geschlossen werden muss, wenn nichts passiert. Eine sehr schwere Entscheidung, an der die Öffentlichkeit in Form einer Bürgerversammlung demnächst beteiligt wird. Innenstadtverdichtung wird in den kommenden Jahren das große Thema sein. Vereinzelt wird von der Politik hier und da allerdings auch der Wunsch geäußert, man solle sich einmal mehr um die Bebauung des Honnefer Südens kümmern. Es bleibt spannend.