Mit großen Hoffnungen ging das Projekt einer Onlineplattform unter dem Titel Kiezkaufhaus
in Bad Honnef an den Start. Man wollte auf diesem Wege dem Honnefer Handel neue
Vertriebswege erschließen und so die Geschäftsstruktur in der Stadt zukunftssicherer machen.
Nun am Ende der Erprobungsphase wollte die SPD Fraktion vom Bürgermeister, der dieses
Projekt vehement angetrieben hat, Daten, um Erfolg oder Misserfolg und die Zukunftsaussichten
besser beurteilen zu können – auch in Bezug auf evtl. finanzielle Belastungen der Stadt, die ja
letztlich von den Bürgerinnen und Bürgern über Steuern und Gebühren mitgetragen werden. Auf konkrete Fragen nach Umsätzen, Kosten, Erlösen, Entwicklung der Teilnehmerzahlen und noch erforderlichen Investitionen kam eine Antwort aus dem Bürgermeisterbüro, die der SPD
Pressesprecher Klaus Munk als „reine Lyrik“ bezeichnet. 

Keinerlei Zahlen sind vorgelegt worden sondern nur blumige Aussagen wie „Ziele zufriedenstellend erreicht“,  „Händler stehen in den Startlöchern“, „tendenzieller Anstieg“, „positive Rückmeldungen“, „man muss langfristig denken“.
Der Fraktionsvorsitzende Guido Leiwig dazu:  „Käme  ein Existenzgründer nach einem Jahr mit
einem solchen Bericht über das bisherige Ergebnis seiner Bemühungen zu einer Bank, er wäre
schneller draußen als drin. Nach Auffassung der SPD lässt dieses auffällige Vermeiden jeder
konkreten Aussage eher auf einen veritablen Flop als auf eine positive Entwicklung schließen. Der Bürgermeister mag uns vom Gegenteil überzeugen und endlich belastbare Zahlen vorlegen!“   

gez. Klaus Munk