Kultur, meine sehr geehrten Damen und Herren, Kultur ist unentbehrlich; deshalb möchte ich heute mal eine Lanze für die Kultur des Zeitunglesens, speziell die des Spiegels, brechen. Als regionaler Kolumnist bin ich eh seit Jahren ein absoluter Fan von Silke Burmester, der ehemaligen Spiegelistin und leider nur noch sporadisch kolumnistisch tätigen, aber ansonsten sehr aktiven Twitterin und Ex-Kriegsreporterin.

Auch Sascha Lobo und Rudolf Augstein habe ich in diesen meinen wöchentlichen Zeilen bereits vereinzelt zitiert. Lange Zeit siechte allerdings der Spiegel, ehemaliges Kampfblatt der linken Szene und um die bundesdeutsche Presselandschaft verdientes Arbeitermedium (die Spiegel-Affäre z.B. aus meinem Geburtsjahr), in den schlammigen Untiefen der hiesigen Fakenewsszene herum und wusste nicht so recht, ob er der SPD nach rechts in die wirtschaftsliberale Ecke folgen oder sich lieber als weichgespülte und massenkonsumententaugliche TAZ-Variante präsentieren solle.

Mittlerweile aber bereitet es wieder richtig Vergnügen, sich einen nachrichtlichen Online-Überblick aus der Hamburger Redaktion zu verschaffen. Gerade heute erst haben mich etliche Artikel von meiner morgendlichen Dusche abgehalten. Versprochen, die wird gleich nachgeholt.

Auf jeden Fall kann man sich im Spiegel wieder unterhaltsam informieren; und das ist mehr, als die gebührenfinanzierten, sogenannten Qualitätsmedien die meiste Zeit abliefern. Interessante Themen sollte man natürlich bei anderen Quellen querlesen und wirklich interessante Themen finden sich eh in Alternativmedien, die mittlerweile über die sozialen Netzwerke ausgiebig verbreitet werden. Aber zum Abschluss noch ein kleiner Tipp: googlen Sie mal „Spiegelmining“. Viel Spaß. Bis nächste Woche also, spiegeln Sie wohl.