Stein Tveten RCN-Meister

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„Unglaublich! Direkt im ersten Jahr der Zusammenarbeit mit Andreas Schmitt und seinem Team Ring Attack werden wir Meister in der RCN Rundstrecken-Challenge! Ich bin absolut glücklich“, so Dr. Dr. Stein Tveten nachdem die Absage des siebten Laufs und das Saisonende feststanden. Und Andreas Schmitt, Teamchef bei Ring Attack, ergänzt: „Die „1“ auf unserem Auto! Das ist mehr als nur ein Traum, der wahr wird! Und das gleich auf Anhieb im ersten Jahr!“

Schon beim ersten Saisonlauf deutete die Kombination ihr großes Potential an, auch wenn das letzte Quäntchen Glück noch fehlte: Zeit- und punktgleich mit dem Klassensieger, immerhin auch kein Geringerer als der amtierende Meister, Zweiter in der am stärksten besetzten Klasse V4 der seriennahen Produktionswagen bis 2500 ccm. Einmal warm geworden, war Tveten nicht mehr zu stoppen: Egal in welchem Format die Leistungsprüfung auch abgehalten wurde, der Sieger in der V4 hieß vier Mal in Folge Stein Tveten. „So deutlich wie das klingt, war es aber keineswegs immer! Ich habe bei jedem Lauf in jeder Sprintrunde absolut pushen müssen. Die Konkurrenz in der V4 war auch in diesem Jahr enorm stark und das Feld eng beisammen“, so Tveten.

Dass diese Einschätzung vollkommen richtig ist, bekam Tveten dann beim sechsten Lauf hautnah spüren, musste er sich doch nach beinhartem und engem Kampf inklusive Lackaustausch den ärgsten Widersachern beugen und nach vier Siegen wieder einmal mit Platz zwei zufriedengeben! „Danach waren alle im Team ziemlich angefressen. Während in der V4 weniger Teilnehmer an den Start gingen als auf der Starterliste aufgeführt, war es bei unseren Verfolgern aus der Klasse H3 genau umgekehrt! Und unser Taktikfuchs, der mich im Rennen noch fortwährend eingebremst hatte, weil ein zweiter Platz doch ausreichen würde, um die Tabellenführung zu bewahren, rechnete uns vor, dass die Führung Geschichte sei: 0,02 Punkte Rückstand auf das Opel Kadett Duo! Trotzig haben wir uns alle im Team geschworen, dann eben beim nächsten Lauf zurückzuschlagen“, blickt Tveten zurück. „Das Gefühl war trotzdem echt bescheiden!“ Erst am nächsten Tag, beim Blick auf die offizielle Tabelle stellte sich heraus, dass Taktiker Kniebes nur in der Spalte verrutscht war: Ein Teilnehmer mehr in der Klasse bedeutete 0,04 Punkte mehr und machte so aus 0,02 Punkten Rückstand einen ebensolchen Vorsprung! „Zum Glück war das wirklich sein allereinziger Fehler in der ganzen Saison! Ob Wetter und Reifen, Taktik vor oder während des Rennens, sonst lag er immer goldrichtig! Deshalb haben wir auch Milde walten lassen und ihm verziehen“, zeigte sich Tveten gnädig gestimmt!

Nachdem die Kreisverwaltung des Landkreises Ahrweiler aufgrund der Corona-Fallzahlen für den siebten Lauf keine Durchführungsgenehmigung erteilen konnte, kam die Saison zu einem vorzeitigen Ende. Schmitt: „Schade, wir wären das Rennen gerne gefahren! Denn mit unserer Renn-Erfahrung aus der VLN hatten wir uns über die Distanz wirklich gute Chancen ausgerechnet! Aber natürlich sehen wir das jetzt erleichtert mit einem lachenden und weinenden Auge!“

„Ich möchte mich bei allen im Team bedanken! Wenn auch der Blick auf die Tabelle immer den Fahrer in den Fokus rückt, so ist ein solcher Erfolg nur mit einem fantastischen Team im Rücken möglich! Jeder einzelne „Ring-Attacker“ war immer mit Feuereifer dabei und hat im Verlauf der Saison stets sein Allerbestes gegeben! Danke dafür! Ich freue mich schon riesig auf die kommende Saison mit dem Team!“

Teamchef Andreas Schmitt wagt abschließend einen Ausblick: „Das Ziel, den Titel erfolgreich zu verteidigen, wird angesichts der Konkurrenz sicher schon eine große Herausforderung! Aber nachdem wir uns in dieser Saison nur auf ein „goldiges“ Auto konzentriert haben, wollen wir im kommenden Jahr unsere Kapazitäten nutzen und als Team weitere top vorbereitete BMW in den Klassen V4 und H4 an den Start bringen. Ein arbeitsreicher Winter steht uns bevor, bis dann im kommenden Frühjahr die Saison wieder beginnt.“ hjk