Gezeiten Haus Cup im DragonDome

Da war richtig Feuer in der Bude! In einem rassigen und zeitweise hitzigen Duell sichern sich die Telekom Baskets Bonn den Gezeiten Haus Cup 2018 im Finale gegen Titelverteidiger s.Oliver Würzburg und nehmen damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im Cup-Finale 2017. Im kleinen Finale um Platz 3 unterlagen die gastgebenden Dragons Rhöndorf den FRAPORT SKYLINERS deutlich.

Dragons Rhöndorf vs. FRAPORT SKYLINERS 36:99 (11:18/8:36/10:26/7:19)

Im kleinen Finale des Gezeiten Haus Cup 2018 wurden die Korbjäger aus der hessischen Banken-Metropole ihrer Favoriten-Rolle mehr als gerecht. Lediglich in den ersten Minuten gelang es den Dragons um Headcoach Thomas Adelt die Partie offen zu gestalten und den mit Playoff-Ambitionen ausgestatteten Frankfurtern Paroli zu bieten. Vor allem die aggressive Defense bereitete den jungen Drachen immer wieder massive Probleme und sollte am Ende zu satten 34 Ballverlusten führen. Auch bekamen die Drachen die guten Schützen des Ensembles von Headcoach Gordon Herbert zu selten in den Griff und so durfte unter anderem der Kanadier Brady Heslip bereits zur Halbzeit 6 erfolgreiche Würfe von Downtown im Rhöndorfer Korb unterbringen und sorgte gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen für einen deutlichen 19:54-Halbzeitstand im DragonDome.

Nach der Pause nutzten beide Trainer ihre Rotations-Möglichkeiten voll aus und gestatteten jedem Spieler, sich ausgiebig zu beweisen und zu präsentieren. Bei den Drachen konnte NBBL-Spieler Igor Uzelac noch einige positive Szenen für sich verbuchen und wurde am Ende des Nachmittags gemeinsam mit Neuzugang Joe Mvuezolo Junior Topscorer seiner Mannschaft mit je 8 Punkten. Bei den Mannen aus Hessen durfte sich jeder eingesetzte Spieler in den Score eintragen und mit nachlassenden Kräften auf Drachen-Seite boten sich massig Fastbreak-Möglichkeiten, die zumeist auch mit Nachdruck genutzt wurden.

Am Ende stand ein in der Höhe absolut verdienter 36:99-Erfolg der FRAPORT SKYLINERS, die sich an beiden Turnier-Tagen stark präsentierten und mit ihrer Mannschaft in der kommenden BBL-Saison mit Sicherheit zu den legitimen Playoff-Anwärtern gehören. Die Dragons haben vor allem viel Lehrgeld bezahlt und konnten wichtige Erkenntnisse für den weiteren Weg der PreSeason sammeln, wussten aber mit mannschaftlich geschlossenem Einsatz ihre Fans zu besänftigen.

Rhöndorf: Mvuezolo (8), Otshumbe (2), Dia (0), Miller (2), Kneesch (3/1-3er), Möller (2), Falkenstein (3/1), Meister (0), Koschade (2), Uzelac (8), Horvath (6), Riauka (0, 5 Rebounds, 4 Assists)

Frankfurt: Murphy (5), Clarance (14/2-3er), Bell-Haynes (5), Zeeb (8/2), Heslip (18/6, 5 Assists), Clark (12/1), Huff (8/1), Vargas (8/2), Freudenberg (8/2), Wohlfarth-Bottermann (5), Robertson (6/1, 8 Rebounds), Völler (2)

s.Oliver Würzburg vs. Telekom Baskets Bonn 71:76 (18:20/14:13/19:19/20:24)

In der Neuauflage des Cup-Endspiels von 2017 erwischten die Telekom Baskets Bonn den besseren Start, ehe die Mannschaft von Headcoach Denis Wucherer kurz vor Ende des ersten Viertels ausgleichen konnte. Mit dem Buzzer sorgte T.J. DiLeo für eine knappe Führung der Männer in Magenta zum Start ins zweite Viertel. Auch dort blieb es weiterhin ein hart umkämpftes Duell, in dem Würzburg zunächst mehr Momentum entwickeln konnte und Coach Krunic beim Stand von 28:26 zur Auszeit zwang. Bis zum verdienten Pausentee gelang es den Telekom Baskets Bonn wieder eine knappe Führung zu erwirtschaften, die vor allem dem starken Auftritt von Neuzugang Ra’Shad James geschuldet war, der am Ende mit 28 Punkten der alles überragende Akteur auf dem Parkett des DragonDome werden sollte.

In der Pause schien es in der Bonner Kabine reichlich Zielwasser gegeben zu haben, denn von Downtown fingen die Baskets nun wahrlich Feuer. Erst war es Neuzugang James Webb III, der via 3er eröffnete, ehe im weiteren Verlauf auch Ra’Shad James und Capitano Josh Mayo nachlegen konnten. Entsprechend konnten sich die Telekom Baskets Bonn etwas absetzen und zwischenzeitlich mit 38:46 in Front gehen. Doch passend zur Dynamik eines Final-Spiels kamen die Würzburger erneut eindrucksvoll zurück und sorgten beim Stand von 51:52 zum Start des finalen Viertels für ordentlich Spannung in der Hütte. Jetzt waren neben Punkten auch die defensiven Stops gefragt und da war es erneut der Bonner James, der mit einem sehenswerten Block gegen Würburgs Center Gabriel Olaseni die Fans von ihren Stühlen riss. Generell wirkten die Baskets in den finalen Minuten fokussierter auf den Sieg, auch wenn Skyler Bowlin mit einem weiteren 3er zum 68:71 kurzfristig nochmal das Comeback einläutete.

Am Ende brachten die Telekom Baskets Bonn das Spiel jedoch nach Hause und durften nach einem 71:76-Erfolg als verdienter Sieger den Pokal des Gezeiten Haus Cup 2018 in die Höhe strecken. „Das war absolute Werbung für den Basketball und ein packendes Endspiel eines tollen Basketball-Wochenendes hier bei den Dragons Rhöndorf“, brachte es Frederik Nelting, Markenbotschafter und Prokurist der Gezeiten Haus Akademie bei der Siegerehrung auf den Punkt und ergänzte: „Allen Mannschaften viel Erfolg in der kommenden Saison und auf ein Wiedersehen beim Gezeiten Haus Cup 2019!“ ds