Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich weiß ja nicht, wie es Ihnen so geht. Ich bin auf jeden Fall total platt. Nichts ungewöhnliches, is klar. Nach längeren „Strecken“ geht mir das immer so. Beispielsweise Weihnachten. Da wird man wochenlang eingelullt, Zack ist Neujahr, und die nächste „Strecke“ beginnt. Karneval ist es ganz ähnlich. Wochenlang gibt’s „Tärä“ auf die Ohren und dann kommt diese brutale Stille: Aschermittwoch!

Die Zeit fliegt einfach so an uns vorbei. Vielleicht wird das besser, wenn die Zeitumstellung abgeschafft wird. 2021 soll es ja soweit sein, wenn es die EU dann noch gibt. Ich habe mir Tulpen gekauft. Die machen mein Leben farbiger und, ja, auch ein Stückweit fröhlicher. Ich merke das schon ganz genau, meine Laune ist gar nicht sooo schlecht (Dienstag, 20.35 Uhr, die Tulpen duften, der Tischkamin flackert beruhigend vor sich hin, neben dem Laptop steht ein „Gaffel´“ ). Frühlingsfeste und Schlemmerabende stehen vor der Tür. Unsere wunderbaren Biergärten werden derzeit fit gemacht. Nur eben der Biergarten auf der Insel Grafenwerth nicht. Sehr traurig.

Es sieht dort auch sehr, sehr traurig aus. Kein schöner Anblick für die unzähligen Inselbesucher, die schon heute bei schönem Wetter über das Kleinod schlendern. Apropos Insel: Es gibt wohl auch noch keinen neuen Pächter für die Freibadgastronomie inklusive Minigolfplatz. Die bisherigen Pächter,Rudi und Angela Gilbert, haben ihr Engagement beendet. Nach drei recht abwechslungsreichen Jahren. Rudi und Angela haben ihr Ding dort wirklich sehr gut gemacht. Meine Meinung! Haben wir schon über die abgelaufene Karnevalssession gesprochen?

Ich fand sie sehr flüssig (!), absolut abwechslungsreich und perfekt organisiert. All unsere KG´s haben ihr Ding spitzenmäßig gemacht: Von ursprünglich, hausgemacht bis hin zur kölschen Spitzenklasse war alles dabei. „Jeder Jeck ist anders“, heißt es, und in Bad Honnef kommt nun wirklich jeder Jeck auf seine Kosten. Für eine Kleinstadt ist das durchaus beachtlich. Ich hab’s ja immer schon gewusst: Bad Honnef ist der lustigste Vorort von Kölle. Alaaf, leev Jecke. Schönen Urlaub liebe Familie Eschbach.

Ohne euch wäre der Karneval hier noch nicht einmal die Hälfte wert. Denkt im Urlaub mal daran. Für die Rente seid ihr einfach noch viel zu jung! Ich weiß schon, wovon ich spreche. Lange Rede, kurzer Sinn, mir fällt nichts mehr ein. Dennoch: Auch ich mache nun Urlaub. 36 volle Stunden bei meiner Tochter in Berlin. Und was hat sie mir vorgeschlagen? „Lass uns das Berliner Kulturfestival besuchen“. Mädel, gibt es denn keine Kneipen in Berlin? Nur so eine Frage. Liebe Leser, kommen Sie gut durch die Fastenzeit…