Meine sehr verehrten Damen und Herren, es tut sich etwas. In den ehemaligen Märkten am Haupteingang zur Einkaufsmeile, Kaiser´s (Foto) und DroNova, wird gewerkelt. Die Ladenflächen werden entkernt. Noch ist allerdings nicht klar, wie es dort weiter gehen soll. Es wird von Interessenten gemunkelt. Immerhin. Die viel gerühmte Einkaufskultur in der Stadt hat arg gelitten. Trotz der individuellen Geschäfte und aktuell einigen Neueröffnungen.

Eine Frage steht steht im Raum: „Habe ich als Geschäftsmann noch eine Zukunft in Bad Honnef“? Die kann vielleicht nur ein Hellseher beantworten. Oder die Wirtschaftsförderung? Nein, diese Frage müssen alle beantworten: Geschäftsleute, Verpächter, Politik und Verwaltung. Denn: Wenn Bewegung erwünscht ist, dann müssen Attraktionen geschaffen werden. Eben eine faszinierende Einkaufs-und Erlebniswelt vor und in den Geschäften, die amazon einfach nicht bieten kann. Aber: Noch gibt es in der Stadt keine einheitlichen Öffnungszeiten, noch ist die Innenstadt an den Wochenenden verwaist.

Was sollten Gäste hier erleben? Dazu fällt mir ein Zitat ein: „Die Menschen werden vergessen, was du gesagt hast. Die Menschen werden vergessen, was du getan hast. Aber das Gefühl, das du ihnen vermittelt hast, das werden sie nie vergessen“. Gefühle vermitteln die Stadtfeste und Schlemmerabende. Schöne Gefühle! Und sonst? Alles bei uns Menschen läuft über die emotionale Schiene ab.

Wenn ich mich wohl fühle, dann kaufe ich immer wieder ein, oder ich komme immer wieder zurück in die Stadt meines Vertrauens. Darum bin ich so gerne in Köln. Gut, durch Köln strömen täglich eine Million Menschen. Wenn es bei uns wenigstens Hundert wären. Zweihundert wäre noch besser. Die Insel Grafenwerth wird für viel Geld aufgewertet. Da ist im Sommer eh immer die Hölle los. Die Innenstadt bekommt davon allerdings nichts ab. Was tun? Zum Glück liegt ein Stadtentwicklungskonzept vor. Wenn ich daran noch einmal erinnern darf:

„Der Rat der Stadt Bad Honnef hat die Verwaltung im April 2014 beauftragt, ein integriertes Handlungskonzept für die Stadtentwicklung – kurz: „ISek“ – zu erstellen, welches als Grundlage und Steuerinstrument einer nachhaltigen Stadtentwicklung dienen soll.Im Kern hat die Entwicklung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes zwei Ziele und Arbeitsschritte. Zuerst ist es notwendig, eine aktuelle Vorstellung von den Stärken, den Schwächen sowie den möglichen Perspektiven für die Entwicklung Bad Honnefs zu bündeln. Im eigentlichen konzeptionellen Teil gilt es dann, für die dabei auffallenden Quartiere, Handlungsfelder oder Planungsthemen eine konkrete inhaltliche Strategie und eine Prioritätensetzung für die Umsetzung zu entwickeln. Das ISek wird damit der Orientierungsrahmen für städtebauliche Projekte und Aktivitäten in den nächsten 10 bis 15 Jahren und bildet so eine wichtige Grundlage für die zukunftsfähige Entwicklung der Stadt“. Das dauert. Also müssen kurzfristige Lösungen her. Und die sollten schon im kommenden Sommer greifen. bö