Aalkönigin Gerda Hasselfeldt

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Gerda I.: Neue Aalkönigin des Rheinlandes

Die Mitglieder des Aalkönigkomitees, zu dem seit kurzem auch die FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Westig gehört, haben wieder eine neue Königin ins Netz gelockt. Sie kann am 7. August dieses Jahres als Gerda I. inthronisiert werden. Die neue Regentin, Gerda Hasselfeldt, wird Andreas I. (Andreas Pinkwart) ablösen, der wegen der Corona-Pandemie fast 3 Jahre lang als Aalkönig des Rheinlandes herrschen musste.

Schon in jungen Jahren bewegte sich die zukünftige Königin mit großem Geschick und Eleganz in den Flüssen Niederbayerns.

Die im Jahre 1950 in Straubing geborene Regentin hat in schwierigsten Gewässern stets Kurs gehalten. Dabei ging sie nie Fallenstellern aus Bayern und anderen Regionen der Republik ins Netz. Mit ihrem Orientierungssinn beeindruckte sie vor allem auch die Großen in der Fischwelt, deren Verschlagenheit sie mit eleganten Bewegungen in tiefen wie flachen Gewässern entkam.

Eindrucksvoller Lebensweg

Gerda Hasselfeldts Lebensweg ist wahrlich sehr beeindruckend. Sie wollte nie eine Quotenfrau sein, imponierte jedoch schon in jungen Jahren mit besten Noten. Ihre Tatkraft bewies sie auf dem elterlichen Bauernhof mit einer Metzgerei und einem Gasthaus in Haibach im Bayerischen Wald. 

Nach ihrem Abitur studierte sie Volkwirtschaftslehre in München und Regensburg. Beruflich war sie bei der Bundesanstalt für Arbeit als Leiterin der Berufsberatung aktiv.

Mit Geschick durch politische Gewässer

In die politischen Gewässer wagte sich Gerda Hasselfeldt bereits in ihrer Jugend vor. Wie ein junger Glasaal lernte sie da schon die Untiefen der Politik kennen. Dabei wurde sie indessen bereits vor den Gefahren der tiefen und flachen Gewässer von ihrem Vater Alois, der Bürgermeister und Bundestagsabgeordneter war, gewarnt. Mit Bravour nahm Gerda Hasselfeldt Sprosse für Sprosse auf der politischen Steigleiter und entkam so den Turbinen der bayerischen Wasserkraftwerke. Anfang 1987 rückte sie für Franz Josef Strauß in den Deutschen Bundestag nach. Danach wurde sie stets als MdB direkt in Fürstenfeldbruck gewählt – durchweg mit weit über 50 Prozent der Erststimmen.

Ihre Vielseitigkeit und ihr Talent, ihre Erfahrung und ihre Durchsetzungskraft bewies sie als Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau; in dieses Amt wurde sie 1989 von Bundeskanzler Helmut Kohl berufen. 1991 wechselte sie als Ministerin für Gesundheit an die Spitze des Gesundheitsressorts. Im Oktober 2005 wurde sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Als erste Frau stieg sie 2011 zur Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag auf. Im CSU-Haifischbecken zwischen Berlin und München ist sie mit größtem Geschick vielen Polit-Anglern ausgewichen und hat den meisten CSU-Aalen einen guten Kurs gewiesen.

Ihr Credo: Hilfe für Menschen in Not

Nachdem sie die politischen Gewässer verlassen hatte, wählte die Bundesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ende 2017 Gerda Hasselfeldt einstimmig zur neuen Präsidentin – als Nachfolgerin des früheren Aalkönigs Rudolf I., bürgerlich: Rudolf Seiters. Hasselfeldts Credo lautet seitdem: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen, ob in Deutschland oder in den vielen Krisen – und Katastrophenregionen der Welt. Immer mehr Menschen fliehen vor Krieg, Gewalt, Klimawandel, Hunger und Armut.“ Das Aalkönigkomitée, das sich von derselben Idee leiten lässt, nominiert mit großer Freude Gerda Hasselfeldt zur nächsten Aalkönigin. fo