Startklar

111 Johr met Musik em Bloot

„Bei jeder Großveranstaltung geht der Spielmannszug TV Eiche vorneweg. Ihr seid Lebensfreude pur und ein exzellenter Werbeträger für die Stadt“, so Laudator und Vizebürgermeister Peter Profittlich während des großen Familienfestes zum 110. Geburtstag der Bad Honnefer Spielmänner im Sommer.

Nun ist der Spielmannszug TV Eiche nur noch wenige Wochen vom närrischen 111-jährigen Jubiläum entfernt. Und da möchten es die Spielleute, die ab dem 11.11. gemeinsam mit ihren tanzenden Gardisten als Stadtsoldatencorps Bad Honnef unterwegs sind, richtig krachen lassen:

Jubiläumsorden, Siebengebirgstollitäten, Siebengebirgszoch, Proklamation, großer Prinzenfrühschoppen und „janz vill Spaß an d´r Freud“.

Zum Warm-up traf sich das staatse Corps zum internen Orden- und Ehrentag im ehemaligen Stammquartier der Gaststätte Vierkotten.

Geehrt wurden zahlreiche Vereinsjubilare für 10- und 20-jährige Mitgliedschaft. Ein Mitglied feiert in diesem Jahr seine Platin-Hochzeit mit dem Spielmannszug TV Eiche. Der ehemalige Abteilungsleiter, Ausbilder, Flötist und Ehrenmitglied Alois Limbach ist seit 1952 stolzes Mitglied und somit 70 Jahre bei den Honnefer Spielmännern. Abteilungsleiter Norbert Grünenwald zeichnete ihn mit dem Ehrenzeichen aus und würdigte sein außergewöhnliches Engagement: „Ohne so engagierte Mitglieder wie Ali Limbach und Mitkämpfer der alten Generation wie Bruder Ernst Limbach, Berti- und August Heinen sen., wüsste ich nicht, ob wir hier heute feiern würden. Du bist Vorbild für ein herausragendes Engagement und hast auch mich sehr geprägt.“

Mitfeiern tat auch ein hoher Repräsentant des Karnevals. Präsident des Regionalverband Rhein-Sieg-Eifel und Vizepräsident des Bund Deutscher Karneval Dieter Wittmann brachte hohe Auszeichnungen mit. Für die langjährige Mitgliedschaft wurden Detlef Peterse und Karl-Heinz Gerlach mit dem Verdienstorden des Regionalverband Rhein-Sieg-Eifel in Gold ausgezeichnet.

Mit dem Verdienstorden des Bund Deutscher Karneval in Silber zeichnete Wittmann Herbert Kroppen aus. Herbert Kroppen ist seit 25 Jahren (1997) ununterbrochenes Mitglied des Spielmannszuges und als stellv. Stabführer Teil der musikalischen Leitung. Kroppen brachte und bringt außerdem als Trommelausbilder einige Generationen von engagierten Musikern hervor. „In der Brust von unserem Herby schlägt ein ganzes Herz für den Spielmannszug. Er ist Knöppelchesjung durch und durch. Schon jetzt bist Du ein Original und Vorbild für viele Mitglieder“, so Grünenwald.

Zu einem großen Jubiläum gehört ein Jubiläumsorden. Einen Orden präsentierte der Spielmannszug TV Eiche zuletzt zum 100-jährigen Jubiläum 2012.

Kassierer Dominik Söhnle stellte das Schmuckstück vor und dankte der Firma Dächer von Klein für die freundliche Spende im Rahmen ihres 55-jährigen Unternehmensjubiläums. Der 1. Orden ging an Geschäftsführer Christian Klein, der bereits 2012 den Orden der Spielmänner stiftete.

„Dieser Orden wird uns durch die gesamte Jubiläumssession begleiten und wir werden damit überall zeigen, wo wir zu Hause sind“, so Söhnle. Neben Musikern und Tänzern in den strahlenden Stadtfarben ziert den Orden im Zentrum die heimische St. Anna-Kapelle in Rommersdorf und das Gründungshaus „Weinhaus Steinbach“, in dem 1912 der Spielmannszug gegründet wurde.

Mit einem donnernden Alaaf schloss Abteilungsleiter Norbert Grünenwald den Orden- und Ehrentag und lud alle Karnevalisten ein, dabei zu sein, wenn am nächsten Donnerstag, den 10. November im Bad Honnefer Rathaus um 19 Uhr das gut gehütete Geheimnis um die zukünftigen Siebengebirgstollitäten gelüftet wird. bl

Dringend: Hilfe für die Ukrainer

HelpForceHonnef (HFH)

18. und 19. November Spendenannahme in der KASch

100 leere Bananenkartons warten am Freitag, dem 18. November (14-18 Uhr) und am Samstag, dem 19. November (11-15 Uhr) in der ehemaligen Konrad-Adenauer-Schule (Zufahrt über Bergstraße) darauf, mit Sachspenden von Bürgern aus Bad Honnef und dem Umkreis bepackt zu werden.  Am Sonntag, dem 20. November startet dann die 4. HFH-Hilfsfahrt in die Slowakei, in die Nähe der ukrainischen Grenze. In dieser Region gibt es besonders viele Flüchtlinge aus der Ukraine, die dringend auf Unterstützung angewiesen sind. Die aufgrund der Zerstörungen in der Ukraine wachsende Zahl an Flüchtlingen und der direkt bevorstehende Winter verschärfen die Situation der Flüchtlinge. Die ukrainische Regierung hat alle geflüchteten Landsleute aufgerufen, aufgrund des Kriegsgeschehens bis auf weiteres nicht in die Heimat zurückzukehren. Die Slowakei mit ihren 5,5 Millionen Einwohnern beherbergt bereits etwa 450.000 ukrainische Flüchtlinge.

Auf Bitten aus der Ukraine selbst und in enger Abstimmung mit Hilfseinrichtungen in der Slowakei, insbesondere der Caritas, hat HFH eine aktuelle Liste dringend benötigter Produkte zusammengestellt (siehe Anlage). Mitglieder der HFH werden die Spenden direkt zum zentralen Lager der Caritas fahren und dort persönlich übergeben. Von diesem Lager holt die Caritas-Užhorod (Westukraine) einen Teil der Spenden ab und verteilt sie im Land weiter.

Auch dieses Mal werden Wolfgang Heuchel und Anna-Maria Heuchel -Reinig, zwei Bad Honnefer Bürger, den Transport übernehmen und die Spenden übergeben. Sie haben selbst in Bratislava gelebt und gearbeitet, kennen Land und Leute gut. 

HFH, ein breites Bündnis aus der Mitte der Honnefer Bürgerschaft und tatkräftig unterstützt von der Stadt durch den Fachdienst Soziales und Asyl, arbeitet seit Wochen daran, Spenden auch von Bad Honnefer Unternehmen und dem Einzelhandel zu akquirieren. Schon heute geht ein Dankeschön an Apotheken, Pflegedienste, Arztpraxen, Sanitätshäuser, Einkaufszentren und mittelständische Unternehmen für ihre großherzigen Spenden.

Für die HelpForceHonnef: Michael Lingenthal, Wolfgang Heuchel, Anna-Maria Heuchel-Reinig, Carolin Dißmann, Susanne Langguth, Gerhard Kunz, Gerlinde Neuhoff

Susanne Langguth

0171 2341446

Bad Honnef, den 9.November 2022

125 Jahre Sparkasse in Bad Honnef

Die Sparkasse in Bad Honnef schaut in diesem Jahr auf 125 Jahre Geschichte zurück. Gegründet wurde sie auf Wunsch des örtlichen Stadtparlaments am 1. Juli 1897. Zum ersten Rendanten der neuen Sparkasse wählten die Stadtverordneten Wilhelm Schmitz, einen ehemaligen Stationsvorsteher; elf Jahre später kam ein zweiter Mitarbeiter hinzu.

Als erstes Geschäftslokal diente ein kleiner Raum im 1894/95 neu errichteten Honnefer Rathaus, Markt 6. Anfänglich waren Kassenstunden an zwei Tagen in der Woche, Dienstag und Freitag, jeweils von 9-12 Uhr.

1910 bezog die Sparkasse das zwei Parterreräume umfassende Erdgeschoss des Hauses Bahnhofstraße 4b, in dem unter anderem auch ein Panzerschrank Platz fand. Zehn Jahre später erwiesen sich angesichts des wachsenden Geschäftsumfangs auch diese beiden neuen Geschäftsräume der Sparkasse in der Bahnhofstraße als zu klein. So wurde im August 1920 das verkehrsgünstig an der Hauptstraße 34 / Ecke Weyermannallee gelegene Grundstück erworben und ein neues, im Juni 1921 bezugsfertiges Sparkassengebäude errichtet.

Der weiterwachsende Geschäftsbetrieb der Sparkasse machte mit der Zeit auch am Geschäftsstandort Hauptstraße 34 / Ecke Weyermannallee Neu- und Umbaumaßnahmen notwendig. 1955/56 erfolgte der erste Neubau, in dessen Zuge die Kundenhalle auf 450 Quadratmeter vergrößert wurde. Zwanzig Jahre später war erneut ein Neubau erforderlich, der im Februar 1977 vollendet wurde. Die neue Kassenhalle wies nun eine Größe von 600 Quadratmetern aus und war in eine Beratungszone, einen Kassen- sowie einen Servicebereich unterteilt. Durch die Einrichtung eines neuen Spätschalters im Eingangsbereich der Hauptstraße konnten Kunden von nun an ihre Kassengeschäfte montags bis Freitag von 8 Uhr bis 18 Uhr erledigen.

Weitere Innovationen folgten: Im Herbst 1984 installierte die Sparkasse als erstes Geldinstitut in Bad Honnef bei ihrer damaligen Hauptstelle einen 24-Stunden-zugänglichen Geldautomaten. Im Mai 1989 nahm sie bei all ihren Geschäftsstellen erstmals Kontoauszugsdrucker in Betrieb.

Anfang der 1990er Jahre investierte die Stadtsparkasse rund fünf Millionen DM in eine grundlegende Umgestaltung und Modernisierung ihrer damaligen Hauptstelle. Die vorherige Passage an der Hauptstraße wurde dabei in den Innenbereich einbezogen. An ihrem früheren Platz befand sich jetzt ein großzügiger SB-Bereich (SB-Foyer), der nachts durch eine Faltwand von der Kundenhalle abgetrennt wurde. 1995 konnte die Stadtsparkasse das Nachbargrundstück zu ihrer Hauptstelle (Hauptstraße 36) erwerben und dort im Dezember 1996 ein Immobiliencenter sowie eine Versicherungsagentur eröffnen.

Im November 2005 fiel dann der Startschuss für den nunmehr vierten Neubau in der bisherigen Geschichte der Sparkasse Bad Honnef. Baulich wurden die Häuser Hauptstraße 34-38 in den folgenden Monaten zu einem dreigeteilten Ensemble vereint. Hinter der alten Fassade Hauptstraße 36 entstand ein Neubau, der es ermöglichte, im gesamten Gebäudeensemble zusammenhängende Büroflächen zu schaffen. Am 14. Oktober 2007 wurde das neue Sparkassengebäude im Rahmen eines Tages der offenen Tür dem breiten Publikum vorgestellt.

Am 1. August 2019 folgte der Zusammenschluss der Stadtsparkasse Bad Honnef mit der Kreissparkasse Köln. Die ehemalige Hauptstelle wird nun als Regional-Filiale und Sitz einer neuen Regionaldirektion Bad Honnef fortgeführt. Aktuell stehen in der Regional-Filiale Bad Honnef insgesamt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Köln, inklusive vier Auszubildenden, unter der Leitung der Regionaldirektorin Lisa Limmer ihren Kundinnen und Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das 125-jährige Jubiläum der Sparkasse in Bad Honnef wird am 27. Oktober 2022 mit einem Aktionstag in der Regional-Filiale Bad Honnef während der Öffnungszeiten gefeiert, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. Jeder Besucher erhält ein kleines Präsent und kann bei Interesse an einem Gewinnspiel teilnehmen. Für das leibliche Wohl ist an dem Tag auch gesorgt. eb

Ukraine: „Eine neue Dimension“

  HelpForceHonnef (HFH) – 4. Hilfsfahrt November 2022

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat eine neue Dimension erreicht. Die Zerstörung der Energie- und Infrastruktur führt zu Stromabschaltungen. Fernwärme ist nicht oder vermindert verfügbar. Durch die massiven Bombardements wird die Zivilbevölkerung direkt getroffen. Es ist sicher zu erwarten, dass deshalb im Winter wieder deutlich mehr Menschen flüchten. Sei es als Binnenflüchtlinge in der Westukraine. Sei es, dass die Grenzen überquert werden.

Angesichts dieser Entwicklung organisiert die „HelpForceHonnef“ (HFH) die 4. Hilfsfahrt für die Geflüchteten der Ukraine. Mitglieder der HFH werden die Spenden selbst zu den Hilfsstationen fahren und dort übergeben.

Bedarf an Sachspenden

Es geht vor allem um die Vorbereitung auf den Winter sowie um die Versorgung von Babys und Kleinkindern sowie Verwundete (Zivilbevölkerung und Soldaten).

Vorbereitung auf den Winter

  • Thermowäsche in allen Größen
  • Decken
  • Bekleidung und Winterschuhe für Babys und Kleinkinder
  • Winterschuhe für Jugendliche und Erwachsene

Lebensmittel

  • Babymilchpulver
  • Haltbare und lagerfähige Lebensmittel jeder Art und Größe, besonders Wurst-, Fleisch- und Fischkonserven, die zur Verpflegung während einer Reise (Verwundete, Flüchtlinge) mitgegeben werden können; Kaffee, Tee, Kondensmilch
  • Schokolade (Energiequelle speziell im Winter)
  • Süßigkeiten für Kinder
  • Fertigsuppen, die lediglich mit Heißwasser zubereitet werden

Erste Hilfe/Hygiene

  • Haus- und Autoverbandskästen (auch abgelaufene oder unvollständige Kästen)
  • Waschpulver, Seifen, Hygieneartikel
  • Babywindeln

Spendenabgabe:

Freitag, 18.11.22, 14:00-18:00 Uhr; Samstag, 19.11.22, 11:00-15:00 Uhr

Haupteingang KASCH (ehemalige Konrad-Adenauer-Schule), Zufahrt über Bergstraße

Bedarf an Geldspenden

Für die Logistik der Hilfsfahrt sowie für den Kauf benötigter Produkte werden weiter Geldspenden benötigt. Zusätzlich zur Sammeldose bei der Spendenabgabe am 18. und 19. November gibt es die Möglichkeit der Überweisung einer Geldspende. 

Spendenkonto „Stichwort Ukraine“ (für Spendenbescheinigungen bitte vollständige Anschrift angeben)

Kellerladen e.V., Sparkasse KölnBonn, DE24 3705 0198 0004 8425 14, BIC: COLSDE33XXX

für die HelpForceHonnef: Michael Lingenthal, Wolfgang Heuchel, Anna Marie Heuchel-Reinig, Carolin Dißmann, Susanne Langguth, Gerhard Kunz, Gerlinde Neuhoff

verantwortlich i.S.PG: Michael Lingenthal, Gut Martinsbüttel 3, 38527 Meine; 0151-58802655; michael.lingenthal@web.de

Landesgrenzen überwinden

Feuerwehren Vettelschoß und Aegidienberg vertiefen weiter die Zusammenarbeit

Landesgrenzen überwinden! Im Ernstfall unterstützen sich die Nachbarwehren Bad Honnef Löschzug Aegidienberg und Feuerwehr Vettelschoß mit Mannschaft und Gerät

Feuerwehr ist in Deutschland Ländersache. Allerdings macht es in Grenzregionen selbstverständlich Sinn, bei größeren, komplexeren Einsätzen auf schnell verfügbare Ressourcen zurück greifen zu können – egal aus welchem Bundesland. Aus diesem Grund werden seit einigen Jahren bei Bedarf die Vettelschoßer nach Aegidienberg und umgekehrt alarmiert. Kurze Wege zwischen den beiden Höhengemeinden rund um den Asberg machen dies möglich. Damit im Ernstfall die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert, wird mittlerweile mindestens einmal pro Jahr gemeinsam geübt.

In diesem Jahr stand ein Szenario auf Vettelschoßer Gebiet auf dem Übungsplan. Simuliert musste ein größerer Flächenbrand gelöscht werden. Das dieses Thema gerade nach diesem erneuten Jahrhundertsommer leider viel zu realistisch ist, haben wir alle durch die Medien erfahren können.
Die Feuerwehr Bad Honnef Löschzug Aegidienberg ist für die Vegetationsbrandbekämpfung mit verschiedenen Spezialmaterialien und einem über 6000 Liter fassenden Löschwasserfaltbehälter ausgestattet. Vettelschoß ist mit dem Großtanklöschfahrzeug (G-TLF) und dessen über 4500 Liter großem Wassertank prädestiniert zur Löschwasserversorgung auch in unwegsameren Gelände. Im Pendelverkehr füllten das Tanklöschfahrzeug (TLF) Aegidienberg und das G-TLF Vettelschoß den Faltbehälter immer wieder auf, sodass die restlichen Kameraden mit speziellem Waldbrand-Lösch-Equipment dem Feuer zu Leibe rücken konnten.

Da viele Kameraden beider Wehren direkt vom Arbeitsplatz zur Übung erschienen waren, wurde zur Verpflegung nach getaner Arbeit die mobile Grillstation bereitgestellt. Frisch gestärkt konnte so die Übung nachbesprochen, das Spezialequipment genauestens begutachtet und Möglichkeiten zum weiteren Ausbau der gegenseitigen Hilfe im Realfall diskutiert werden.


Aktuelle Infos rund um die Feuerwehr Vettelschoß gibt‘s im Internet: www.feuerwehr-vettelschoss.de 

Großartige Botschafter

Et jeiht jeck wigger:  111 Jahre Spielmannszug TV Eiche Bad Honnef mit Siebengebirgstollitäten

Nach dem Fest ist vor dem nächsten Fest. Im Jahr 2023 feiert der Spielmannszug TV Eiche Bad Honnef sein 111-jähriges Jubiläum. 

Vor wenigen Wochen luden die Bad Honnefer Spielmänner noch zum großen Familienfest anlässlich ihres 110. Geburtstages in den Reitersdorfer Park mit viel Musik ein.

„Dieses fantastische Fest im Reitersdorfer Park war für uns eine wunderbare Gelegenheit, um mit vielen Freunden und Gästen wieder einmal zusammen zukommen. Aber gleichzeitig auch der sommerliche Startschuss in unser 111-jähriges Jubiläum in der kommenden Karnevalssession“, so Abteilungsleiter Norbert Grünenwald. 

Seit vielen Jahrzehnten ist der Spielmannszug TV Eiche nicht mehr aus dem Karneval in Bad Honnef und dem Siebengebirge wegzudenken. Die Zeiten als Regimentsspielmannszug der Ehrengarde in Köln haben die Bad Honnefer Musiker so geprägt, dass sie sich im Jahre 1995 zu der Anschaffung von eigenen Gardeuniformen in den Farben ihrer Heimatstadt entschieden haben. Spätestens seit der Gründung der tanzenden Gardisten 2008 ist der Spielmannszug TV Eiche Bad Honnef in der jecken Zeit angekommen und tritt in der Karnevalssession als Stadtsoldatencorps Bad Honnef auf. 

In der kommenden Session werden sie aber nicht nur einfach ihr närrisches Jubiläum feiern. Sie werden zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Siebengebirgstollitäten stellen. Nach der Karnevalssession 2012 mit Stefan I. und Andrea I. werden die jecken Herrscher zwischen Bonn-Beuel und Unkel am Rhein wieder aus dem Glied der Bad Honnefer Musiker kommen. 

„Im Jahr 2019 haben wir uns mit den ersten Gesprächen auf den Weg gemacht. 2020 konnten wir dann von der Mitgliederversammlung des Festausschuss Siebengebirge den formellen Zuschlag zur Stellung der Siebengebirgstollitäten erhalten. Und wir sind nach all der Zeit der karnevalistischen Abstinenz richtig heiß. Wir freuen uns, die Farben unserer Heimatstadt durch das Siebengebirge und die Region zu tragen“, so der ehemalige Siebengebirgsprinz und Prinzenführer für die Jubiläumssession, Stefan Jungheim voller Vorfreude. Für Buchungsanfragen an die künftigen Siebengebirgstollitäten ist Stefan Jungheim schon jetzt unter prinzenfuehrer@spielmannszug-tveiche.de der richtige Ansprechpartner. 

Die Siebengebirgstollitäten sind die obersten Repräsentanten der 36 im Festausschuss Siebengebirge (FAS) organisierten Karnevalsvereine. Kürzlich wurde der formelle Tollitätenvertrag unterzeichnet. Einer freut sich daher ganz besonders: 

„Der Spielmannszug TV Eiche oder im Karneval das Stadtsoldatencorps Bad Honnef sind großartige Botschafter für den Karneval im Siebengebirge. Sie verbreiten bei ihren Auftritten mit Musik und Tanz eine tolle Stimmung und Freude. Sie sind fest verankert in der karnevalistischen Familie im Siebengebirge und deshalb freuen wir uns auf die Jubiläumssession mit den Siebengebirgstollitäten aus den Reihen dieses staatsen Corps“, so der Vorsitzende des Festausschuss Siebengebirge, Fritz Pacht. 

Die Jubiläumssession beginnt in diesem Jahr mit einem vereinsinternen Orden- und Ehrentag am 6. November. Wer oder was in der kommenden Session die obersten Repräsentanten des Karnevals im Siebengebirge sein werden, wissen bisher nur eine Handvoll von Leuten, bestehend aus dem geschäftsführenden Vorstand des FAS und dem Vorstand der Bad Honnefer Spielmänner. Das gut gehütete Geheimnis um die Siebengebirgstollitäten wird am 10. November 2022 bei der Kürung ab 19 Uhr im Bad Honnefer Rathaus gelüftet. Natürlich muss für eine solche Jubiläumssession alles parat sein. Das Stadtsoldatencorps Bad Honnef lädt daher am 18. November 2022 ab 19:30 Uhr zum traditionellen Uniformappell in den großen Festsaal des Weinhaus Steinbach ein. Im Programm sind neben dem Stadtsoldaten die Drachenfelsperlen der Großen Königswinterer Karnevalsgesellschaft und die Band Planschemalöör. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro.

Das erste Mal werden sich die Tollitäten im vollen Ornat zur Proklamation am 5. Januar 2023 ab 19 Uhr im Bad Honnef Kurhaus dem jecken Volk präsentieren. Bei freiem Eintritt und mit Spitzenkräften des rheinischen Karnevals: Klüngelköpp, Volker Weininger – Der Sitzungspräsident, Köbesse, die Grün-Weißen Funken vom Zippchen, das Beueler Stadtsoldaten-Corps Rot-Blau und DJ Nycco. 

Am 15. Januar 2023 machen die befreundeten Vereine und einige Bands den Siebengebirgstollitäten auf dem Prinzenfrühschoppen ab 11.11 Uhr im Honnefer Kurhaus den Hof. Zu Gast sind u.a. das Linzer Stadtsoldatencorps Rut-Wieß, Druckluft, Kaschämm und Kempes Feinest. 

„Wir haben einiges vor und wollen die Menschen nach der langen Pause des unbeschwerten Feierns bitten, wieder „dat Hätz“ für unser tolles Brauchtum „Karneval“ zu öffnen. Zu all unseren Veranstaltungen wollen wir alle Jecken herzlich einladen, dieses tolle Fest mit uns zu feiern“, so der Stabführer Benny Limbach.

Jonathan Grunwald eröffnet Wahlkreisbüro

Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern deutlich ausweiten

Jonathan Grunwald, der neue Landtagsabgeordnete für Bad Honnef, Königswinter, Meckenheim, Wachtberg und die Hennefer Obergemeinde, lädt am 26. August ab 16 Uhr zur Eröffnung seines Wahlkreisbüros ein. Das Büro befindet sich in der Linzer Straße 21 in Bad Honnef und soll zukünftig der zentrale Anlaufpunkt für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger werden. Grunwald möchte die Eröffnung des Büro auch nutzen, um von den ersten Wochen als Abgeordneter im Landtag Nordrhein-Westfalen zu berichten und seine thematischen Schwerpunkte vorzustellen.

Im Fokus stehen aber vor allem die Bürgerinnen und Bürger aus der Region. So wurden explizit Vertreterinnen und Vertreter der Vereine aus dem Wahlkreis eingeladen. Jonathan Grunwald erklärt dazu: „Ohne unsere Vereine und die tausenden ehrenamtlich Engagierten wäre unsere Heimat weder lebens- noch liebenswert! Sie sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“

Die Einrichtung und Eröffnung eines Wahlkreisbüros hat der Abgeordnete mit hoher Priorisierung vorangetrieben. Bereits im Wahlkampf hatte Grunwald angekündigt, im Falle seiner Wahl in den Landtag Nordrhein-Westfalen, neue Formate für den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen. Mit zwei Wanderungen durch das Siebengebirge sowie über die linksrheinische Apfelroute, bei denen er mit interessierten Bürgern ins Gespräch kam, ließ er seinen Worten Taten folgen.

„Der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern aus Bad Honnef, Königswinter, Hennef, Meckenheim und Wachtberg ist mir besonders wichtig. Daher möchte ich in den nächsten fünf Jahren regelmäßig mit den Menschen in den Austausch kommen. Man kann nur gute Politik machen, wenn man in engem Kontakt zu den Menschen vor Ort steht“, erklärt Jonathan Grunwald die Einrichtung des neues Büros.

Die Eröffnung des Wahlkreisbüros stellt auch den Startpunkt der monatlichen Bürgersprechstunde dar. Ab Oktober wird der Landtagsabgeordnete an jedem zweiten Freitag im Monat um 16 Uhr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in Bad Honnef und an jedem dritten Freitag im Monat (auch 16 Uhr) im Café Sofa in der Meckenheimer Altstadt vor Ort sein. Nach vorheriger Anmeldung wird durch die Bürgersprechstunde ein unkomplizierter, direkter und regelmäßiger Austausch angeboten.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Angebot der Sprechstunde wahrnehmen würden. Der Austausch auf Augenhöhe ist für mein Verständnis von Politik ganz elementar. Kommen Sie gerne jederzeit vorbei – gemeinsam finden wir  sicherlich einen Ansatzpunkt für Ihr Anliegen.“, appelliert Grunwald an die Bürgerinnen und Bürger in der Region.

Um besser planen zu können, wird um Anmeldung unter jonathan.grunwald@landtag.nrw.de oder telefonisch unter 02224 / 9780655 gebeten.

Wirtgen: Gewerbegebiet Dachsberg der ideale Standort

Wirtgen | Erster Spatenstich für neues Entwicklungs- und Innovationscenter 

Gemeinsam mit Vertretern der regionalen Politik hat Wirtgen den Startschuss für den Bau seines neuen Entwicklungs- und Innovationscenters gegeben. Damit optimiert das Unternehmen nicht nur die Rahmenbedingungen für die Entwicklung wegweisender Baumaschinen und Technologien. Die durch den Neubau frei werdenden Werksflächen sollen künftig für die Erweiterung der Produktion genutzt werden.  

Mehr Platz für Innovationen

Für den Bereich Entwicklung entstehen zwei neue Hallen mit insgesamt 4.000 m² Innenfläche. Hier werden in der Vorentwicklung und im Prototypenbau intelligente und nachhaltige Lösungen für den modernen Straßenbau konzipiert. An die Hallen ist ein über 800 m² großer Bürotrakt mit modernen Büros, Besprechungsräumen und integriertem Sozialtrakt angeschlossen. Zwischen den Hallen entsteht ein separates 14.000 m² großes Außengelände. Die gesamten Erweiterungen bieten ideale Voraussetzungen, um die Innovationen über alle Produktsparten hinweg noch effizienter planen und umsetzen zu können. 

Nachhaltigkeit im Fokus

Wirtgen setzt nicht nur bei den Straßenbaumaschinen auf wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösungen, sondern auch beim Betrieb des Windhagener Stammwerks. „Nachhaltigkeit ist eine tragende Säule der Unternehmensstrategie, die auf die Gesamtstrategie des John Deere Konzern einzahlt“, sagt Dr. Volker Knickel, CEO Wirtgen Group. Entsprechend nachhaltig wurde auch das Entwicklungs- und Innovationscenter gemäß neuester Umwelt- und Emissionsstandards geplant. Dazu zählt u. a. die Ressourcen schonende Stromversorgung der Hallen und Gebäude mittels großflächiger Photovoltaikanlagen. 

Bekenntnis zum Standort in der Region

Die Wirtgen GmbH investiert rund 12 Mio. EUR in den Neubau. Für ihren Geschäftsführer Dr. Günter Hähn ist das auch ein deutliches Bekenntnis von John Deere: „Die Investition ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsperspektive des Standortes Windhagen.“ Seit der Unternehmensgründung 1961 konnte Wirtgen auch dank der guten Rahmenbedingungen vor Ort erfolgreich wachsen. So wurden allein in den vergangen beiden Jahren 60 Auszubildende übernommen und darüber hinaus 260 neue Mitarbeiter eingestellt.  

Mit heute mehr als 2.000 Beschäftigten ist Wirtgen als großer Arbeitgeber und attraktiver Ausbildungsbetrieb fest in der Region verwurzelt. Und so waren auch die Verantwortlichen aus der Lokalpolitik der Einladung zum Spatenstich gefolgt. Gemeinsam mit den Unternehmensvertretern gaben die Bürgermeister der Verbandsgemeinde Asbach und der Stadt Honnef – Michael Christ und Otto Neuhoff – sowie Martin Buchholz, Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Windhagen, den Startschuss für die aktuelle Erweiterungsmaßnahme. 

Nach Fertigstellung des neuen Entwicklungs- und Innovationscenters soll die bis dato von der Entwicklung genutzte Fläche der Produktion zur Verfügung stehen, denn die innovativen Straßenbaulösungen aus Windhagen sind weltweit gefragt. „Mit den zusätzlichen Produktionskapazitäten können wir zukünftig noch flexibler auf die hohe Nachfrage unserer Kunden reagieren“, so Werksleiter Norbert Dinspel. 

www.wirtgen-group.com

Bad Honnef: AUSMACHEN MACHT WAS AUS

  • Generelles Ausschalten der Außenbeleuchtung von öffentlichen Gebäuden
  • Ausschalten der Straßenbeleuchtung wo immer möglich von 23.00-6.00 Uhr
  • Ausschalten von nicht-sicherheitsrelevanten Ampelanlagen von 23.00-6.00 Uhr

GUT GEREGELT

  • Zentrale Einstellung der Raumtemperaturen für die kommunalen Gebäude Die Heizkurve wird auf 12 °C Außentemperatur eingestellt
  • Büroräume werden zu normalen Bürozeiten auf 19 °C geheizt, Flure etc. werden nicht geheizt
  • Gebäude- und Raumnutzung und damit auch die Heizzeiten werden an den wirklichen Bedarf angepasst.

ERFRISCHENDES NASS

  • Absenkung der Wassertemperatur von Duschen in Turnhallen und Schwimmbädern.
  • Absenkung der Temperatur von Schwimmbädern und Saunen mit Priorisierung, gemäß Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB)

Weitergehende Informationen für Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger

Information aus der Sitzung des Rates am 18. August 2022 zu den bisherigen und künftigen Energiesparmaßnahmen in Bad Honnef

Die im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine entstandenen Auswirkungen auf den europäischen Energiemarkt, die mit einem nochmaligen Preisschub verbunden sind, haben auch bei der Stadt Bad Honnef seit dem Frühjahr zu zusätzlichen Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs geführt. Die gemeinsamen Anstrengungen der Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises sollen einen spürbaren Beitrag dazu leisten, dass die Energieversorgung für alle im Winter gesichert ist. Dazu werden jetzt auch Maßnahmen ergriffen, die den gewohnten Komfort der Bürgerinnen und Bürger und der Mitarbeitenden der Stadtverwaltung reduzieren.

Die ist notwendig, um das Ziel die Energieversorgung für alle Bürger und Bürgerinnen sowie Unternehmen über den Winter zu gewährleisten – es geht um gelebte gesellschaftliche Solidarität in Bad Honnef.

Die Stadt Bad Honnef setzt hierzu die vom Rhein-Sieg-Kreis unter Beteiligung der Kommunen erarbeiteten Ziele „Ausmachen macht was aus“, „Gut geregelt“ und „Erfrischendes Nass“ mit den entsprechenden Maßnahmen zur Reduktion des Strom- und Wärmebedarfs um.

Bei den Energiesparmaßnahmen in Bad Honnef fängt die Stadtverwaltung nicht bei null an. Energiesparen heißt Kosten- und zugleich CO2-Reduktion. Beides leistet die Verwaltung mit vielfältigen Maßnahmen bereits seit Jahren. Klimaschutz wird als kommunale Pflichtaufgabe verstanden. So arbeitet die Stadt bereits regelmäßig und intensiv mit der Energieagentur Rhein-Sieg zusammen. Die Stadt ist Gründungsmitglied der Energieagentur Rhein-Sieg. Gemeinsam wurde ein kommunales Energiemanagement installiert. Dieses umfasst die monatliche Erfassung der Energie- und Wasserverbräuche für jede städtische Liegenschaft. Die Verbräuche für die Jahre 2019 und 2020 sind bereits analysiert und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zum Energiesparen angestoßen und auch umgesetzt worden.

Die nun intensivierten Maßnahmen lassen sich in Sparmaßnahmen bei Gebäude- und Wassertemperaturen sowie Stromsparmaßnahmen unterscheiden:

Reduzierung der Gebäudetemperatur und Steigerung der Energieeffizienz

Das kreisweite Leitziel „Gut geregelt“ sieht vor, dass die Heizkurve der Heizungen in kommunalen Gebäuden auf 12 Grad Celsius eingestellt wird und Büroräume zu normalen Bürozeiten auf höchstens 19 Grad geheizt werden. Flure und Nutzflächen werden nicht beheizt.

Alle Büros und Besprechungsräume der Stadtverwaltung werden auf höchstens 19 Grad Raumtemperatur eingestellt. Elektrische Heizlüfter sind nicht gestattet. Ein hydraulischer Abgleich wurde durchgeführt und die Heizkörper wurde mit speziellen Ventilen ausgestattet, die eine Optimierung des Durchflusses sicherstellen. Die reduzierte Raumtemperatur wird auch in den Bürgerbüros, Bürgerhäusern und allen anderen Räumen der Stadt eingestellt. Das gilt auch für Schulgebäude, in denen die Stadt Bad Honnef in den vergangenen Monaten auch vor dem Hintergrund der andauernden Coronapandemie und der Empfehlungen zum Lüften weitere Maßnahmen ergriffen hat. An zwei Grundschulen wurden die ersten sogenannten Raumlufttechnische Anlagen eingebaut, welche die Abwärme der Abluft aus den Räumen nutzt, um die Frischluft für die Räume anzuwärmen. So erhalten die Klassen erwärmte Frischluft, ohne dass die vorhandene Raumwärme beim regelmäßigen Lüften buchstäblich zum Fenster rausgelassen werden muss. Im vergangenen Winter wurde mit der Schulung der Hausmeister an Schulen und in öffentlichen Gebäuden begonnen, um Energiesparpotenziale zu identifizieren. Weitere Schulungen werden ab nächste Woche durchgeführt. Zudem sind alle Mitarbeitenden der Stadt Bad Honnef zur aktiven Mithilfe beim Energiesparen aufgerufen worden.

Einsparungen bei und Abschaltungen beim Warmwasser

Das Leitziel „Erfrischendes Nass“ der kreisweiten Energiesparinitiative sieht eine Absenkung der Wassertemperatur von Duschen in Turnhallen und Schwimmbändern vor. Zudem wird die Temperatur in Schwimmbädern und Saunen entsprechend der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen reduziert.

In Bad Honnef wurden diese Ziele bereits umgesetzt: Warmwasser zum Händewaschen ist in städtischen Gebäuden sind im Juli mit wenigen Ausnahmen etwa in Spülküchen schrittweise abgeschaltet worden. Das Schwimmwasser im Freibad auf Insel Grafenwerth wird ausschließlich durch Solarthermie erwärmt, an sonnenarmen Tagen aber nicht mehr mit einer Gasheizung unterstützt. Im Lehrschwimmbecken Aegidienberg kommt eine Kombination aus CO2-neutraler Solarthermie und hocheffizienter Nutzwärme aus dem Blockheizkraftwerk des Schulzentrums zum Einsatz. Das zum Duschen erzeugte Warmwasser wird weiterhin auf die vorgegebene Solltemperatur von 60 Grad erhitzt, um die Entstehung von gesundheitsgefährdenden Legionellen im Warmwasserkreislauf zu verhindern. Allerdings wird beim Duschen weniger Warmwasser zugemischt, sodass Warmwasser und damit auch Energie eingespart werden.

Stromeinsparungen durch Anpassungen oder Abschaltung von Leuchtstellen

Hinter dem Leitziel „Ausmachen macht was aus“ hat der Rhein-Sieg-Kreis das generelle Ausschalten der Außenbeleuchtung an öffentlichen Gebäuden, das Ausschalten von Straßenbeleuchtung „wo immer möglich“ von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr sowie das Ausschalten von nicht-sicherheitsrelevanten Ampelanlagen von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr zusammengefasst.

Dunkelheit bereitet vielen Menschen Unbehagen. Deshalb steht die Stadt Bad Honnef bereits seit mehreren Wochen im intensiven Austausch mit den Fachberatern des Ordnungsamtes und der Polizei, um die Auswirkungen auf das subjektive Sicherheitsempfinden und die objektive Sicherheit zu prüfen. Abschaltungen oder Helligkeitsreduzierungen werden vorab im Detail geprüft und bekannte Gefahrenstellen, Angsträume sowie Fußgängerüberwege, an denen eine Beleuchtung vorgeschrieben, werden weiterhin vollumfänglich ausgeleuchtet. Zudem müssen zunächst technische Voraussetzungen geschaffen werden, um die Straßenbeleuchtung, die derzeit in sechs große Schaltbereiche aufgeteilt ist, präziser und unabhängiger steuern zu können.

Gleichwohl hat die Anpassung der Straßenbeleuchtung einen spürbaren Effekt beim Energieverbrauch: insbesondere in den Dämmerungs- und Nachtstunden, in denen keine Photovoltaik zur Verfügung steht, werden bis zu 20 Prozent des deutschen Strombedarfs durch die sogenannte Gasverstromung gedeckt. Stromsparen bedeutet auch Gas zu sparen. Die Straßenbeleuchtung in Bad Honnef wird durch sogenannte Dämmerungsschalter gesteuert. Allein durch eine 30-minütige Verzögerung beim Einschalten der Beleuchtung wird die Stadt über 46.000 Kilowattstunden an Strom, der insbesondere in den Dämmerungs- und Nachtstunden auch aus Erdgas erzeugt wird, einsparen können. Weitere 10.000 Kilowattstunden Strom jährlich wird die Abschaltung der sogenannten Objektbeleuchtung von Kirchtürmen und Kreisverkehren ab 23.00 Uhr bringen. 2.600 der 3.500 Leuchtstellen im Stadtgebiet werden mit energieeffizienten Natriumdampflampen betrieben. Diese werden in den nächsten Jahren schrittweise auf noch effizientere LED-Lampen ausgetauscht, von denen es derzeit 400 Stück im Stadtgebiet gibt. 350 Leuchtstellen sind mit einem sogenannten zweiten Leuchtdraht ausgestattet und werden derzeit von 23.00 bis 5.00 Uhr auf die Hälfte der Leuchtleistung gedimmt. Durch eine Verlängerung der reduzierten Leuchtphase von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr wird die Stadt Bad Honnef weitere 7.000 Kilowattstunden Strom einsparen.

Gesamtgesellschaftliche Pflichtaufgabe des Energiesparens macht Anpassung im Nutzungsverhalten notwendig

Die Notwendigkeit zur Einsparung von CO2 zum Klimaschutz ist allen seit langem bekannt, allerdings standen bisher die fossilen Energien immer in ausreichendem Maße zur Verfügung. In der jetzigen Situation, ist auch die Verwaltung zu sofortigen Einsparungen gezwungen, um die Energiesicherheit über den Winter zu gewährleisten. Alle müssen und werden angesichts der europäischen Energiekrise ihre Gewohnheiten umstellen. Das gilt selbstverständlich auch für die Stadtverwaltung. Dies ist keine Frage des Wollens oder des Geldes, es ist eine gesamtgesellschaftliche Pflichtaufgabe und soll uns auch durch technische Anpassungen und mehr Effizienz in der Energienutzung gelingen. Wichtig ist aber ebenso, dass wir als Stadt unser Energiekonsumverhalten ändern. Mit kleinen Änderungen im Alltag können wir in der Summe Großes bewirken. Anregungen dafür finden die Bürgerinnen und Bürger künftig auf der städtischen Webseite meinbadhonnef.de, der des Rhein-Sieg-Kreises und der Energie-Agentur-Rhein-Sieg.

Krisenvorsorge für eine Energiemangellage

Ob Flüchtlingskrise, Corona-Pandemie oder Flutkatastrophe – die Bevölkerung in Bad Honnef hat sich den Herausforderungen der letzten Jahre immer mit hohem Engagement und gelebter Solidarität gestellt. Mit Blick auf die veränderten Rahmenbedingungen des Energiemarktes bleibt neben der Reduzierung des eigenen Energie­konsums die persönliche Vorsorge einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers für den Fall einer Energiemangellage, z.B. durch einen Stromausfall, das Gebot der Stunde. Hinweise hierzu erhalten Sie unter Vorsorgen für den Stromausfall – BBK (bund.de).

Als kreisangehörige Kommune hat die Stadt Bad Honnef keine eigene Zuständigkeit im Katastrophen­schutz. In enger Abstimmung mit dem zuständigen Rhein-Sieg-Kreis, der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef sowie den ortsansässigen Hilfsorganisationen und der BHAG erarbeitet die Stadtverwaltung derzeit ein Konzept zum Umgang mit einem potentiellen Ausfall der Energie­infrastruktur, welches kurzfristig greifen muss.

Schwerpunkte der Krisenvorsorge bilden die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung sowie die Einrichtung sogenannter „Leuchttürme“ als ortsnahe Anlaufstellen an denen z.B. Hilfeersuchen aufgenommen und Informationen weitergegeben werden können. Zudem wird Hilfe zum kurzfristigen Aufwärmen bei Heizungsausfall oder zur Zubereitung von Kleinkindnahrung vorgesehen. Den besonderen Vorbereitungen liegt die Annahme einer Gasmangellage mit flächendeckendem Stromaus­fall in Nordrhein-Westfalen zu Grunde. Für den Erwerb der erforderlichen Ausrüstung und Ausstattung (z.B. satellitengestützte Kommunikationsmittel, Notstromerzeuger, Kraftstoffreserven) werden voraussichtlich zusätzliche Investitionen der Stadt erforderlich.