Der Rhöndorfer Konrad Adenauer liebte das Präzisionsspiel mit den Kugeln. Der erste Kanzler der Republik spielte liebend gerne Boccia. Im Sommerurlaub am Comer See und im heimischen Garten. Der Altkanzler war es wohl auch, der das Spiel mit der Kugel (Boule) in Deutschland bekannt gemacht hat. Lange vorher, 450 Jahre vor Christus, haben griechische Ärzte bereits das Spiel mit der Kugel empfohlen.

Nun können auch die Selhofer dieser immer beliebter werdenden Sportart nachgehen. Nach vielen Stunden Arbeit der Vorstandsmitglieder des Selhofer Orts-und Verschönerungsvereins um Stefan Wolf hat sich die öffentliche Wiese an der Ecke Afelspfad/Menzenberger Straße in eine Sandbahn mit Bepflanzung verwandelt. Ein Schmuckstück.

Es ist ein Ort zum Verweilen geworden, mit einem Hauch französischem Flair. Mit Tisch und Bank, gestiftet von der Familie Wilke, für die nötigen Zutaten: Wein, Käse und Baguette. In der Woche kann von 9 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen von 15 bis 19 Uhr die Kugel geworfen werden.

Die „Boule-Freunde Bad Honnef“ haben sich bereit erklärt, Anfängern zur Seite zu stehen. Unterstützt wurde der rührige Verein von Hupperich und Westhoven und Gartenbau Richarz. Die Gesamtkosten liegen bei 4.500 Euro, so Wolf. Weitere Spenden sind herzlich willkommen. bö