Burkhard Hoffmeister gestorben

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„Mein Zukunftsprojekt wird zum Jahresbeginn ein Blog sein. Intensiv und persönlich. Wenn dieser Blog die Akzeptanz der Leser:innen findet,  so wird er mit regelmäßigen Beiträgen, zusätzlichen redaktionellen Kategorien (Stadt, Region, Kultur und Rheinland und Leben, Natur und Klima und Wald, lokale oder auch große Politik) sowie einem Podcast ausgestattet. Selbstverständlich sind Fremd-Autor:innen wertgeschätzt. Im Wesentlichen treibt jedoch die Chance, offen und authentisch sagen zu können, was bisher schon mal der grünen Amtsdisziplin unterworfen war“. Das war sein Plan. Nach seiner politischen Laufbahn als „Grüner“ durch und durch. „Im 25. Jahr  nehme ich Abschied aus einem Arbeitsgebiet, das Aufgabe und Steckenpferd zugleich bot. Es war mir eine Ehre. Als Vorstand, Geschäftsführer und meist auch Sprecher des Ortsverbandes durfte ich versuchen, grüne Positionen in der Stadt zu stärken“, teilte Burkhard Hoffmeister Anfang Dezember 2021 mit. Gestern verstarb er in einem Krankenhaus. Mit teilweise sehr provokanten Artikeln in der HWZ erfreute oder verärgerte er jahrelang unsere Leser. Beides sehr zu seinem Vergnügen. Er stellte sich jeder Diskussion. Auch im Ratssaal nahm er kein Blatt vor den Mund. Immer zum Nutzen „seiner“ Stadt. Er verachtete „Beton“ und liebte „Grün“, eben die Natur. Entsprechend konsequent wohnte er mit seiner Familie in einem Holzhaus. Burkhard Hoffmeister wird uns fehlen. bö

Lesen Sie zur Erinnerung unser Interview mit ihm aus dem Jahr 2017:

Nachgefragt

Burkhard Hoffmeister, Mitglied des Kreistages

Wie geht es Ihnen?

Wenn es zu heiß wird, bin ich ein Fall für den Ventilator.

Was bewegt Sie zur Zeit?

Trump, Erdogan, AfD. Und manchmal Schalke.

Ihr Lieblingsplatz in Bad Honnef?

Die Ecke oben links im Weinberg, von der aus sich Stadt, Inseln und Rheintal überblicken lassen. Grandios. Gern an den Gipfelstürmertagen auf der Holzbank – jedes Zufallsgespräch ein Treffer.

Was würden Sie, wenn Sie könnten, sofort in Bad Honnef ändern?

Von Anfang an die Bürgerinnen und Bürger informieren. Nicht erst was planen und danach huldvoll den Laien zur Kommentierung überlassen. Die Leute wirklich beteiligen.

Wie können Sie sich am besten entspannen?

Beim Blick aus dem Fenster auf Wein und Drachenfels. Oder bei Alessandro in Rhöndorf zuhören, was die Menschen da sagen und meinen.

Was macht Sie wütend?

Im Kreistag sitzen auch AfD, NPD und noch so ein Club. Die sagen schon mal Unerhörtes.

Was lesen Sie am liebsten?

Die Mails von Hermann Tengler und Josef Griese. Sonst noch allwöchentlich bösArtig – je böser desto klasse.

Was gehört für Sie zu einem perfekten Tagesablauf dazu?

Irgendwann am Tag Zeit zum Denken haben. Nur zum Denken.  

Ihr Lieblingsgericht?

Linsensuppe oder Rouladen. Leider auch mehr; mit Erfolg, wie man sieht.

Gibt es einen Wunsch, den Sie sich auf jeden Fall erfüllen wollen?

Den nächsten Sommer zur Rollersaison machen. Ganz früh die Aprilia anmelden.